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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
leu bis leuchtendklar (Bd. 12, Sp. 825 bis 833)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) leu, m. löwe. neben der ahd. form leo, gen. leuuen, mhd. lewe, gen. lewen, hier auch gekürzt zu lew, was noch heute im bairischen fortdauert (Schm. 1, 1544 Fromm.), oder zu leb (dar umb hât der leb niht marks. Megenberg 22, 34, neben in des lewen painen 23, 2), verhärtet ist, entwickelt sich schon mhd. die form leu, gen. leuen, leun:

und sîn leu, der sîn dâ pflac. Iwein 5226;

von des leun beswærde. 5418;

ein slâfender leu. Tit. 99, 4.

als mittelformen erscheinen leuwe, löuwe: von stunt an leite sich der grimmege leuwe vor im nider als ein zameʒ hundelin. Ködiz 19, 3;

und was ein löuwe drûf geleit (auf das schild)
von zobele swarz alsam ein kol. turnei v. Nantheiʒ 468 Bartsch,

letztere form alemannisch als löuw (Maaler 275a) fortdauernd, heute in leu (Tobler 297b. leu, lai, lei Seiler 189b) verlaufen. die lutherschen formen in der bibel sind lew (5 Mos. 33, 20 u. ö.) und lewe (1 Mos. 49, 9. 1 Macc. 3, 4 u. ö.; vgl. dazu law unter lau sp. 285); aber schon vor und zu dieser zeit entwickeln sich die formen löw und löwe als die in der schriftsprache herschenden: der hellisch löw. titel eines tractats von Keisersberg (in einer andern ausgabe lew); löw, leo, das zu eim löwen gehört, leoninus Dasyp.; ein löw schlief in eim wald. Agr. spr. 363a;

der löw ward krank; als das vernamen
die andern thier, bald zu jm kamen;
ein jedes thet erzeigen sich
gegen dem löwen ganz dienstlich ..
der fuchsz thet nicht, wie ander thaten.
dem schickt der löwe eilend boten.
B. Waldis Esop 1, 43, 1 ff.

diese formen beweisen indes für das 16. jahrh. wol die ausbildung einer allgemeinen schriftform, nicht aber die consonantische aussprache des w; dieselbe musz wenigstens vorwiegend noch vocalisch gewesen sein, wie reime lehren:

nur darumb das hoffet der lewe
das Reinick würd mit groszer trewe
ihm anzeigen ein reichen schatz. froschmäus. V 5a (2, 1, 7);

die straszn von wolfen, beern und löwen
von räubern und mördern befreyen. Gg 3b (2, 3, 6);

gegenüber:

ja wir wollen auch auf dem platz ...
ein schlosz bawen und thurm darneben
mit namen zu den wasserlewen,
das wir daselbst die meus umbracht
mit lewenmuth und lebenskraft. Ss 3a (3, 1, 12);

wo aber, wie eine randbemerkung lehrt, eine anspielung auf den ort Gatersleben gemacht werden soll. bezeichnend für das 17. jahrh. sind die dichter Schlesiens (wo noch heute die volksmäszige form leu ist: sin leuen oder bären do? Holtei schles. ged. 1, 227), welche wol löwe schreiben, aber in den reim auf diphthongische eu-formen stellen:

[Bd. 12, Sp. 826]


als wie ein edler löwe
sich mit gerechter reue (im ersten druck rewe)
sehnt nach der jungen zucht.
Opitz 2, 123;

man musz sich für dem fuchs und seiner arglist scheuen (erster druck schewen),
von wegen groszer macht vermeidet man den löwen. 237;

das rauhe jägerhorn schreckt gemsen, keine löwen,
die welle keinen felsz: uns kein erhitztes dreuen.
Lohenstein Sophonisbe s. 2, v. 31;

es schien
Serapis mir zu sein ein hund, ein wolf, ein löwe,
der biesz, zerfleischung, tod und untergang uns dreue. Kleopatra s. 14, v. 495.

bei A. Gryphius eine durch reim und schreibung gesicherte doppelform:

der abrisz stellt uns vor ein ebenbild des löuen:
der mit entbranntem muth und klauen scheint zu dreuen. 1, 10;

(ich hoffe, ihr werdet uns) eine kleine verehrung geben,
deszwegen tragir ich den löwen. 743;

und noch bei Brockes formenschwanken: das pferd und der löu. 1, 571; des löuen majestät. 573; der löwe. 6, 244; in des leuen augen. ebenda; leuen-seele ... löwen-schaar. ebenda; während bei anderen leu und leue im reime:

o lebensfürst, o starker leu
aus Judä stamm entstanden,
so bist du nu wahrhaftig frei
vons todes strick und banden.
P. Gerhard 57, 211 Gödeke;

er ist ja kein bär noch leue (: treue)
der sich nur nach blute sehnt. 62, 17;

Steinbach 1734 theil 1 s. 1081 bezeugt, dasz leu gegen löwe die häufigere form sei.
Aber bei den wenig späteren fabeldichtern hat sich löwe als die einzig gebräuchliche form ergeben, leu ist veraltet und kommt erst später wieder in der gehobenen sprache auf:

ihm zu füszen legt sich der leu.
Schiller das glück v. 35;

sie reinigten von ungeheuern
die welt in kühnen abenteuern,
begegneten im kampf dem leun. kampf mit dem drachen v. 81;

gefährlich ists den leu zu wecken. glocke v. 374;

und im kreise scheu
umgeht er den leu. handschuh v. 28;

da fällt von des altans rand
ein handschuh von schöner hand
zwischen den tiger und den leun
mitten hinein. v. 46;

wie schreitet königlich der leu!
Uhland ged. 386;

da sprengt herab der königssohn,
umwallt vom fell des leuen (: streuen). 387;

ach ich bin, was nachtigallen nach dem lenz,
was im engen kerker leuen, ohne dich!
Platen 77;

als sternbild: der löuw, eins der 12. zeichen, leo, signum celeste. Maaler 275a;

der welten erschuf, dort den leun! heiszer ergieszt
sich sein herz! widder, und dich kaprikorn, pleionen,
skorpion, und den krebs.
Klopstock 1, 164;

wer ermüdet hinauf zu der heerschaar der gestirne,
in die höhen zu schaun, wo der lichtfusz sich herabsenkt,
wo den blitzglanz fomahant und antar, wo des leun herz
sich ergeuszt, ins gefild hin, wo die ähr und die winzerin strahlt! 193;

(gott) welcher die orione,
des leun herz, die hohe wagschaal,
den adler, die urne, den lichtaltar,
die ros in dem kranz, auch unsre rose
gemacht hat. 2, 23;

name der farbe eines im feuer flüssigen metalls, bei den alchymisten:

(mein vater) der in gesellschaft von adepten,
sich in die schwarze küche schlosz ...
da ward ein rother leu, ein kühner freier,
im lauen bad, der lilie vermählt,
und beide dann, mit offnem flammenfeuer
aus einem brautgemach ins andere gequält.
Göthe 12, 58.

vgl. weiteres unter löwe.
 
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leube, f. vgl. DWB laube sp. 290 fg.
 
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leuchel, m. s. DWB läuchel sp. 300. leuchel heiszt aber auch carex acuta, spitzes riedgras. Nemnich 2, 882.
 
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leucher, m. für laucher sp. 300, name eines chirurgischen instrumentes: so aber ein .. pfeileisen dermaszen tief in fleisch oder im gebein lege, .. so brauch erstlich dies instrument, so ein leucher genannt wird. Ryff chirurgie (1559) 29a.
 
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leuchse, f. stemmleiste, lannstange, runge eines leiterwagens. Jacobsson 6, 453b als österreichisch; bairisch leuchsen, leusten,

[Bd. 12, Sp. 827]


leussen, schwäb. leuchsel Schm. 1, 1428 Fromm.; trabale luchszel, liuchsen, lewchsen, leuchse an eim wagen Dief. 590b; schwingen ihnen (den pferden) den haber mit der streugabeln und schlagen ihn ein (messen ihn zu) mit der leuxen und striegelns mit der faust um den kopf. Mathes. Syrach 2, 70b, von solchen die ihre pferde statt des guten futters mit schlägen tractieren.
 
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leuchsenring, m. der eiserne ring, der die leuchse hält. Jacobsson 6, 453b.
 
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leuchtameise, f.:

im moosigen kleid mit lämplein hell
bewegt sichs durcheinander schnell ..
wie leuchtameisen wimmelhaft.
Göthe 12, 305 = 41, 56.


 
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leuchtbirke, f. birke, aus der leuchtspäne geschlissen werden. Frisch 1, 609a (aus Coler hausb.).
 
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leuchte, f.
1) instrument zum leuchten, ahd. liuhta, mhd. liuhte: ignitabulum liuhte, luichta, lûhte Dief. 285b; laterna luchte, luchten, luechte 320a; lucerna luchte 337b; leuchte laterna Schottel 1357.
a) als wort des täglichen lebens: bair. die leuchten, kienleuchten, die leuchte, art wandherdes oder kamines in bauernstuben, auf welchem von scheitchen aus kien- oder ahornholze ein feuer mehr zum erleuchten als erwärmen unterhalten wird. Schm. 1, 1430 Fromm.; ähnlich in Kärnthen Lexer 179; ein apparat für verbrennen von kienholz ist auch wol im folgenden gemeint: darzu hat man ettwan vill leuchten machen lassen, die man auch ausz geben wolt in ettlich eckhäuser. Tucher baumeisterb. 145, 25 (unterschieden von grosz latern ... und liecht dorein 145, 21); im norden wird dagegen unter leuchte die laterne verstanden: leuchte brem. wb. 3, 31; lüchte, die leuchte, laterne Schambach 126b; lücht laterne Danneil 128b; vgl. auch Fromm. 6, 354; leuchte von horn, lucerna cornea, cornu Stieler 1154; die leuchten von horn, welche in blech gefasset sind. Möser patr. phant. 3, 152; dasz .. die leuchten mit glas mehrentheils eben denselben unbequemlichkeiten unterworfen, und dabei zerbrechlicher sind, als die von horn. ebenda;

dem pflock enthob er die leuchte
von durchscheinendem horn, die leuchtete, wenn er des abends
drosch und häckerling schnitt und den pferden die raufe voll heu trug.
Voss Luise 3, 2, v. 27.


b) in der bibelsprache und sonst in gehobener rede eigentlich und bildlich verwendet: wie wird die leuchte der gottlosen verlesschen und jr unglück über sie komen? Hiob 21, 17; dein wort ist meines fuszes leuchte, und ein liecht auf meinem wege. ps. 119, 105; das gebot ist eine leuchte, und das gesetz ein liecht. spr. Sal. 6, 23; die leuchte des herrn ist des menschen odem, die gehet durchs ganze herz. 20, 27; wer solcher leuchten des wahren wortes gottes folget. Butschky Patm. 528; die wenigen worte, die bald auf den angeführten chor folgen ... geben unserer vermuthung einiges gewicht; aber nun verläszt uns licht und leuchte. Göthe 46, 39;

einer sternigen nacht gleichet das leben, freund!
auf! gen himmel den blick! heilig, unwandelbar
sind die hangenden leuchten,
strahlen jedem, der sehen will.
Stolberg 1, 312;

des hohen farus trübe leucht entglimmt
am schroffen vorgebirg im abendduft.
Matthisson ged. (1794) 56;

und im wind erlischt die fackel,
die des pfades leuchte war.
Schiller Hero u. Leander v. 198.

es heiszt in einer wissenschaft, einer kunst die leuchte vortragen, führer sein, bestimmend auf ihren gang einwirken: die anatomie hat der heilkunde die leuchte vorgetragen. Hyrtl anatomie (1857) 15; wesen selbst werden leuchten genannt:

denn es ist, in der sterblichkeit schon, ihr licht der versöhner,
ihre leuchte das lamm, das auf dem hügel erwürgt ward!
Klopstock 5, 11 nach offenb. 20, 23;

ist der verfasser (des buches, das dem fürsten überreicht wird) eine kleine leuchte, so tritt er in das stadium der busennadel, ist er höherer beachtung werth, .. so gelangt er in den gesichtskreis des ordens. Freytag handschr. 2, 359;

ja, er ward ein groszer dichter,
stern und fackel seiner zeit,
seines volkes licht und leuchte.
H. Heine 18, 182.


2) leuchte, vom auge:

aber sehend die feuchten
schmerzumdunkelten leuchten,
die dunkelschwarzen sterne, thränumröthet,
sprach Nala ...
Rückert Nal. u. Damaj. 28, 273.

[Bd. 12, Sp. 828]



3) leuchte, im Waldeckschen lüchte, ein irrlicht. Curtze volksüberlieferungen 482b; im Göttingischen erlüchte, irlüchte und nachtlüchte. Schambach 57b. 141a.
4) leuchte, von einer entzündeten geschwulst: wan an einem ohr ein unnatürliche geschwulst oder ein leuchte entspringet. Zechendorfer gebrechen der ross (1571) 1, 45.
5) leuchte, pflanzenname: blaue leuchte heiszt das vergiszmeinnicht, myosotis scorpioïdes. Nemnich 3, 685; weisze leuchte der gemeine oder weisze andorn, marrubium vulgare. 513, auch der augentrost, euphrasia officinalis. 2, 1548.
 
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leuchten, verb. lucere, splendere. goth. liuhtjan galiuhtjan, alts. liuhtean, altnfr. auch lûhtan, ags. lŷhtan, lîhtan, engl. light; ahd. liuhtan, mhd. liuhten; eine ableitung von ahd. lioht, mhd. lieht, alts. lioht, leoht, ags. leóht das licht (eine völlig entsprechende goth. form ist nicht nachgewiesen). daneben taucht eine jüngere form des verbums auf, die den stammvocal des zu grunde liegenden subst. unverändert läszt, alts. liohtian liohtan, ags. leohtan, ahd. leohtan (inluminans leohtanter Murbacher hymnen 3, 1, 4; inleohtanter 20, 2, 2), später bei Notker liehten, was sich im mhd. liehten (Lexer handwb. 1, 1908) fortsetzt, aber sich später gegen leuchten nicht mehr behauptet. die allgemeine bedeutung des verbums ist licht geben oder von sich lassen, welche in verschiedener weise auftritt.
1) leuchten, von allem, was einen intensiven schein von sich giebt: leüchten, heiter sein, lucere Maaler 269a.
a) so namentlich von den himmelskörpern, sonne, mond, sterne: die sterne leuchten in jrer ordenung mit freuden. Baruch 3, 34; kein morgenstern leuchtet so schön und ist so lieblich, als wo verstand mit glimpf und freundlichkeit temperirt und mit einander vermengt ist. Mathes. Sar. 55a;

diu himilisge gotes burg
diu ne bedarf des sunnen
noh des mânskîmen
dâ ze liehtenne.
Müllenhoff u.
Scherer 30, 4;

du hast dem tag, der nacht, die dauer,
eh sonnen leuchteten, bestimmt!
Stolberg 2, 97;

die sonne .. die durch sich selbst leuchtet und wärmt. Schiller 690b; nachdem die sonne aufgehört hatte auf die häuser zu leuchten. Göthe 53, 263; wie die sonne mit ihrem glanze die ganze welt überscheinet und leuchtet. Butschky Patm. 283;

alse diu mæninne verre über lant
liuhtet des nahtes wol lieht unde breit, minnes. frühl. 122, 5;

leuchtet schon die frühlingssonne
über see und aue hin?
Uhland ged. s. 8.


b) von tag und nacht, vom himmel und von der erde, welche durch solche himmelskörper überstrahlt werden: denn auch finsternis nicht finster ist bei dir, und die nacht leuchtet wie der tag. ps. 139, 12; und ist ein solcher tag, dem keine nacht folget, leucht auch nicht in die leiblichen augen, sondern ins herz. Luther 5, 67b; schritt der schulmeister hinaus in den garten, wo über allen verwilderungen und trümmern der wolkenlose blaue himmel leuchtete. Immermann Münchh. 2, 112;

mein herz, mein herz ist traurig,
doch lustig leuchtet der mai.
H. Heine 15, 130;

und jener völkermorgen naht!
ich seh ihn leuchten durch die jahre.
Freiligrath dicht. 1, 200.


c) vom blitz und wetter: desgleichen der blitz leuchtet, das man jn sihet. Bar. 6, 60; es donnerte im himel, deine blitze leuchteten auf dem erdboden. ps. 77, 19; die stadt siehet einem felde ähnlich, wenn das gewitter von weitem leuchtet. Göthe 8, 252; die blitze, die wir schon lange am horizonte leuchten gesehen. 16, 34;

wenn jetzt alle donner rollen
und der ganze himmel leuchtet. 5, 25;

dafür auch unpersönlich es leuchtet; es hat eben am himmel geleuchtet, wo aber eine umdeutung vorliegen wird, vergl. leich vom blitzschlag sp. 611, und wetterleich, wetterleuchten.
d) von allem brennenden, feuer, funken, licht: der funke seines fewrs wird nicht leuchten. Hiob 18, 5; hab ich das liecht angesehen, wenn es helle leuchtet? 31, 26; der gerechten pfad glenzet wie ein liecht, das da fort gehet und leuchtet bis auf den vollen tag. spr. Sal. 4, 18; er breitet eine wolken aus zur decke, und fewr des nachts zu leuchten. ps. 105, 39; denket wie ehrlich die pferd etwann mit fürstmäsigen ehrenseulen seind von den Agrigentinern begraben worden, wie der grosz Alexander seinem Kuköpflin ein leichtend liecht gehalten. Garg. 132b;

[Bd. 12, Sp. 829]


geschmückt ist der altar, die kerzen leuchten.
Schiller M. Stuart 5, 7;

bald flammte ihre kerze hell,
bald dunkler; doch des lichtes quell
versiegte ihren händen nimmer.
es leuchtete mit mildem schimmer.
Stolberg 2, 38;

und von einem gegenstande, der ein solches feuer birgt (vergl. wegen des persönlichen dativs unten no. 6):

so lächelt, nach wogengetümmel und sturm,
dem nächtlichen schiffer der leuchtende thurm
durch nebel.
Matthisson ged. 71.


e) von den augen, den blicken, den mienen, die von inneren empfindungen widerstrahlen: sein angesichte leuchtet wie die sonne. Matth. 17, 2; dagegen begannen seine blicke zu leuchten, wenn er der peitsche ansichtig wurde. Immermann Münchh. 1, 23; alle ihre züge leuchteten wirklich von einem wunderbaren stolze. 4, 36;

stolzer hebt
sich deine brust, und deine blicke leuchten.
Schiller Carlos 5, 3.

aus den augen, blicken leuchtet die seele, seelische empfindungen:

seht ihr der seele widerschein
in schönen blicken leuchten.
Schiller die priesterinnen der sonne (werke 1, 160 Kurz);

(da) euch die redlichkeit aus den augen leuchtet. Felsenburg 1, 357; edler mann, .. aus dessen antlitz güte und redlichkeit leuchten. Immermann Münchh. 1, 42; ebenso wie von der stirne:

von seiner stirne leuchtete wie sonst
des herschers majestät, gehorsam fodernd.
Schiller Wallenst. tod 4, 2.

vgl. dazu funkeln theil 41, 603.
f) von anderem, was schein oder widerschein von sich gibt:

und kannst du den krystall mir nennen?
ihm gleicht an werth kein edelstein:
er leuchtet, ohne je zu brennen.
Schiller Turandot 2, 4;

viel goldgeschirr von klarem schein,
manch rothen, grünen edelstein
sah man im saale leuchten.
Uhland ged. 339;

nur leuchteten die schwerter in der gewaltgen (gen. plur.) hand.
Freiligrath dicht. 4, 35;

und da die sonn aufgieng, und scheinete auf die gülden schilte, leuchtet das ganze gebirge davon, als were es eitel fewr. 1 Macc. 6, 39;

noch leuchtet keiner hohen thaten bild
auf meinem schild.
Uhland ged. 200;

meine rothe janitscharencadettenuniform kam mir vor wie das rothe meer, meine weiszen pumphöschen leuchteten mir wie der schnee der alpen. Immermann Münchh. 2, 62;

kreuzes panner leuchtet um das kahle haupt.
Göthe 47, 112;

warum denn aber ward die erkerstube,
die rothe, abbestellt, die doch so leuchtet?
Schiller Piccol. 2, 1;

allgemein:

doch, wer metaphysik studirt,
der weisz, dasz, wer verbrennt, nicht friert,
weisz, dasz das nasse feuchtet,
und dasz das helle leuchtet. die weltweisen.


g) auch wesen höherer art leuchten: und sihe, des herrn engel trat zu jnen, und die klarheit des herrn leuchtet umb sie. Luc. 2, 9;

als er neben sich am bette
leuchten sahe welchen glanz!
einen mann an seiner seite
sah er; heiter war sein antlitz,
glänzend.
Herder z. litt. 5, 198 (Cid 64);

und menschen: die lerer aber werden leuchten, wie des himels glanz, und die, so viel zur gerechtigkeit weisen, wie die sternen jmer und ewiglich. Dan. 12, 3; du wirst wie ein heller glanz leuchten. Tob. 13, 12; denn werden die gerechten leuchten wie die sonne in jres vaters reich. Matth. 13, 43; ausdrücklich als sonne oder sterne bezeichnet: Christus war eine wahre sonne, leuchtete mit worten und wärmte durch seine werke. Butschky Patm. 257;

die morgenröte war noch nicht
mit ihrem licht fürhanden,
und siehe, da war schon das licht,
das ewig leuchtt, erstanden;
die sonne war noch nicht erwacht,
da wacht und gieng in voller macht
die unerschaffne sonne (Christus bei der auferstehung).
P. Gerhard 52, 18 Gödeke;

Eckarth versetzte, wo solche sternen leuchten, und einem den gang und weg zeigen, kan man nicht leichtlich irren

[Bd. 12, Sp. 830]


(mit bezug auf eine schöne frau gesagt). unwürd. doct. 503; als er vor dem könig ankam, redete dieser ihn also an: nähert euch, schönes licht unter den rittern! sonne würde ich euch nennen, wenn ihr älter wäret: denn, wenn ihr so fortfahret, werdet ihr über alle andere leuchten. Schiller 1082a. wie glänzen, von einer örtlichkeit, aber für die gesamtheit ihrer einwohner stehend: dise insel hab vor all andern in schiffkriegen geleücht. Frank weltb. 86a; in bezug auf äuszere vorzüge: helfet das .. mein frau doctorin auch neben andern frauen leuchte. Paracelsus 1589 2, 113.
h) endlich werden auch eigenschaften, thaten, belohnungen als leuchtend hingestellt: der ... macht die gerechtigkeit leuchten, wie ein liecht. Sir. 33, 20;

dein tugent leucht an allem end,
wie der vollmond am firmament.
P. Melissus bei
Opitz (1624) 164;

ja, blinzt und tobt, ihr eulenzunft!
das wort soll leuchten, und vernunft!
Voss 5, 41;

ich will nicht heimlich thun mit meinem wohlgefallen;
das siegel meiner königlichen gunst
soll hell und weit auf eurer stirne leuchten.
Schiller Carlos 4, 12.


i) in fügungen wie heraus leuchten, hervor leuchten, wo der begriff die blassere bedeutung des scheinens, sich deutlich zeigens, entfaltet: sonst leuchtet eine affectirte art zu schreiben herausz. Chr. Weise erzn. 188; die absicht zu schaden leuchtete aus seinen reden deutlich hervor.
2) in allen diesen fällen wird das part. präs. leuchtend besonders häufig gebraucht und wie ein adjectiv gesteigert: lobet jn sonn und mond, lobet jn alle leuchtende sterne. ps. 148, 3;

des himmels zwillinge, dem schiffer
ein leuchtend sternbild.
Schiller braut v. Mess. v. 2766;

nicht hört der himmel solche sündige
gebete; schwer von thränen fallen sie
zurück von seinem leuchtenden gewölbe. v. 2682;

mild wie mondschein leuchtend durch die nacht.
Freiligrath dicht. 1, 191;

im schatten sah ich
ein blümchen stehn,
wie sterne leuchtend,
wie äuglein schön.
Göthe 1, 27;

da wird gesehen, ein unleuchtendes liecht, ein unredendes wort, ein dürstendes wasser, und ein hungerndes brod. Opitz 3, 202;

kein wetterstrahl sendet mir leuchtendes licht.
Stolberg 1, 133;

o leuchtender aprilentag!
Freiligrath dicht. 4, 25;

es musz etwas groszes gewesen sein! rief das fräulein mit leuchtenden augen. Immermann Münchh. 1, 108;

er (Pylades) ist der arm des jünglings in der schlacht,
des greises leuchtend aug in der versammlung.
Göthe 9, 63;

wo ich bin, mich rings umdunkelt
finsternis, so dumpf und dicht,
seit mir nicht mehr leuchtend funkelt,
liebste, deiner augen licht.
H. Heine 15, 121;

ein herrlich lied! mit leuchtendem gesichte
hört es der wandrer.
Freiligrath dicht. 2, 180;

(das auge) lief über die ganze .. hier leuchtende, dort schattende landschaft. J. Paul Hesp. 3, 206;

da liegt sie (die ebene) — herbstlicher duft ihr kleid —
in der abendsonne brand!
und hinter ihr, endlos, meilenweit,
das leuchtende Münsterland!
Freiligrath dicht. 3, 193;

der gottgeweihte frühling schwieg umher,
so leuchtend, wie kein frühling je erschien.
Uhland ged. 380;

seht ihr dort die altergrauen
schlösser sich entgegen schauen,
leuchtend in der sonne gold?
Schiller Hero u. Leander;

ihm .. die leuchtendste krone zeigen. Herder rel. u. theol. 10, 68;

dies glas von leuchtendem krystall
gab meinem ahn am quell die fei.
Uhland ged. 354;

das leuchtende gold, das die fahn euch schmückt.
Freiligrath dicht. 3, 169;

dein Goethe ward mir immer leuchtender, und in seinem unendlichen geheimnis immer verständlicher. Tieck ges. nov. 1, 163; dieser widerschein meiner leuchtenden seele. J. Paul Hesp. 1, 61; die von auszen leuchtende, stille, sanfte gottesruhe. Herder rel. u. theol. 9, 111;

und der geheimnisvollen brust entfuhr,
sinnvoll und leuchtend, ein gedankenstrahl,
dasz wir uns staunend ansahn.
Schiller Wallenst. tod 4, 2;

[Bd. 12, Sp. 831]



sein leben
liegt faltenlos und leuchtend ausgebreitet. 5, 3;

die heilge mutter, die herabgestiegne
dreifaltigkeit, die leuchtende verklärung. M. Stuart 1, 6;

der major .. von jeher gewohnt die anmuthige weisheit römischer schriftsteller und dichter zu schätzen und ihre leuchtenden ausdrücke dem gedächtnis einzuprägen. Göthe 22, 66.
3) der infinitiv substantivisch: er war auf diese weise lange hinab gestiegen, als ein fernes leuchten durch die finsternis zu dämmern anfing. Chamisso (1836) 4, 222; jetzt hub sich ein unsicheres leuchten am himmelsgewölb. Scheffel Ekkeh. s. 98;

mein Jesus und sein leuchten
durchsüszet alles leid.
P. Gerhard 231, 79 Gödeke;

Roland sah in der ferne bald
ein blitzen und ein leuchten,
davon die strahlen in dem wald
die hirsch und reh aufscheuchten.
Uhland ged. 340;

gleich der wolke, deren leuchten Israel im lande Yemen
führte.
Freiligrath dicht. 1, 152.


4) es heiszt etwas leuchten lassen: also laszt ewer liecht leuchten fur den leuten, das sie ewre gute werk sehen. Matth. 5, 16; der herr lasse sein antlitz leuchten uber dir. 4 Mos. 6, 25; als sie (die jünger) .. hernach am pfingsttag die sichtbarliche gaben des h. geistes empfangen haben, lieset man von ihnen, dasz sie lauter demut von sich haben leuchten lassen. Schuppius 650; Floramene liesz ihre höfligkeit dagegen leuchten. polit. stockf. 255;

sie die ihr angesicht zu feuchten
nur meinetwegen allzeit schwur,
die lasset als ein andre hur
für andre ihre augen leuchten.
Weckherlin 396;

lasz deine wahrheit leuchten mir
im steige der uns bringt zu dir.
P. Gerhard 92, 11 Gödeke.


5) die formel etwas leuchtet in die augen deutet auf eine klare erkenntnis: die ähnlichkeit, welche der hr. d. Z. zwischen den damaligen und jetzigen zeiten in absicht auf den deutschen parnasz findet, ist sehr in die augen leichtend. Lessing 3, 398; die zeit musz kommen, da dieses unmerkliche wachsthum der welt mit erstaunen in die augen leuchten wird. 10, 19; aber es leuchtet allzu klar in die augen, dasz der verbundene adel an dem unsinne der bilderstürmer einen .. antheil hatte. Schiller 852a; zugleich mit dem nebensinne des verlangens für eigenen besitz: Valerine, die tochter unseres gerichtshalters! freilich, ein blondes schönes kind, das dem herrn vetter vor seiner abreise mag in die augen geleuchtet haben. Göthe 21, 111; er überlegte das und alles wie ihm die vorzüge dieses gewandten arbeiters schon stark in die augen geleuchtet. 23, 67. vgl. dazu einleuchten theil 3, 227.
6) leuchten in der anwendung oben 1, aber mit einem persönlichen dativ, der das lichtgeben zum nutzen eines individuums betont:

diu mænîn joh der sunne
di liuhten uns mit wunnen.
Diemer ged. des 11. u. 12. jh. s. 89, 26;

die sonne sol nicht mehr des tages dir scheinen, und der glanz des monden sol dir nicht leuchten. Jes. 60, 19; und das fewr vermocht mit keiner macht jnen zu leuchten, noch die hellen flammen der sterne kundten die elende nacht liecht machen. weish. Sal. 17, 5; man zündet auch nicht ein liecht an, und setzt es unter einen scheffel, sondern auf einen leuchter, so leuchtet es denn allen, die im hause sind. Matth. 5, 15; so wollen wir ihm wenigstens doch eine todesfackel anzünden, wie sie noch keinem könige geleuchtet hat. Schiller räub. 2, 3; endlich leuchtete Eduarden der sehnlich erwartete morgen. Göthe 17, 155; (ich sagte) dasz uns ein stern der hoffnung zu leuchten beginne. Immermann Münchh. 2, 140;

sich seelig dieser preisen mag,
welchem bei nacht, nit nur bei tag,
schön leucht die helle sonne.
P. Melissus bei
Opitz (1624) 170;

die sonne gottes leuchtet allen,
und allen scheint sein milder mond.
Stolberg 2, 96;

doch er (der vollmond) leuchtete nicht wie sonst dem holden
paar im rosengebüsch.
Matthisson ged. 43;

die nächste sonne finde von verbrechen rein
das haus und leuchte einem fröhlichern geschlecht.
Schiller braut von Messina v. 2624;

da leuchtet uns die reinste sonne.
Uhland ged. 19;

dem irrthum leuchten, zur verworrnen bahn,
gestirne falsch die noch so herrlich blinken.
Göthe 4, 59;

[Bd. 12, Sp. 832]



denn ihre neigung zu dem werthen manne
ist ihren andern leidenschaften gleich.
sie leuchten, wie der stille schein des monds
dem wandrer spärlich auf dem pfad zu nacht,
sie wärmen nicht. 9, 182;

aber uns leuchet
freundliche treue. 1, 120;

der persönliche dativ mehr im sinne des bloszen entgegen:

allem, allem thut sie gnüge.
dafür leuchtet aus der wiege
ihr ein knösplein aufgebrochen,
eine gegengabe gottes! 4, 52.


7) leuchten, mit einem acc. der wirkung: ihre breiten gewölbe in weiten bogen leuchten gleich beim eintritt erhabenheit in die seele. Heinse Ardingh. 2, 123;

dein hundsstern sauge noch die letzten lebenssäfte
mir aus und leuchte mich in mein willkommnes grab.
Thümmel 6, 206;

bunte blumen in dem garten
leuchten von der morgensonne,
aber leuchten keine wonne,
liebchen darf ich nicht erwarten.
Göthe 47, 139.


8) anders ist leuchten mit einem persönlichen subject, und mit oder ohne dativ der person; ein licht oder eine leuchte (kerze, fackel und ähnl.) zum bessern sehen vorhalten oder vortragen: lampare luhten Dief. 316c;

er sprach: ist hie iemen,
des wirde ich schiere gewar.
er lûhte her unde dar
und sach si dort ûfe stân. der
Stricker in Wackernagels leseb. 1 (1873) 800, 13;

zwô grôʒe kerzen man gevie,
daʒ tâten zwêne knehte,
und louhten im vil rehte
hin dâ der künig saʒ. ges. abent. 2, 629, 396;

und der herr zoch fur jnen her, .. des nachts in einer fewrseulen, das er jnen leuchtet. 2 Mos. 13, 21; fragte deshalben Burghart Grando, ob er nicht jemanden wüszte, der ihnen leuchten wolte, sie wären willens früh bald umb 4 uhr abzufahren? Grando antwortete, ich werde der jenige sein, der denen herren leuchten wird. unwürd. doct. 747; leuchtet, soldaten! (nobili drängen sich um eine fackel und lesen). Schiller Fiesko 4, 6; hurtig, schurken! leuchtet dem hafen zu! 5, 2; es war nach mitternacht. der kammerjunker von Z. erwartete uns mit ungeduld an der treppe. 'wie gut war es, dasz sie geschickt haben!' sagte er zum prinzen, indem er uns leuchtete. geisterseher (werke 718b); am andern morgen kam der butterhändler in den keller, mit der lampe, leuchtete umher. Immermann Münchh. 2, 27; man forschte nach einem geheimen gange aus der krypte, aber diese zeigte sich, wohin man leuchtete, umschlossen. 3, 224;

als bald sie gessen und trunken haben
solt man in leuchten schlafen.
Uhland volksl. 237;

der meister kam schnell und geschwind,
führt jhn ins hausz, und mit eim liecht,
leucht er jhm unters angesicht.
L. Sandrub kurzweil (1618) 118;

leuchte, kämmerling!
Schiller Wallenst. tod 5, 5;

mit einem persönlich gedachten sächlichen subject:

kein rosenschimmer leuchtet dem tag zur ruh.
Matthisson ged. (1794) 146;

statt des persönlichen dativs ein acc.: als ... mich der hauszknecht mit einer papiernen laterne hundert und 11 treppen hoch zu bette leuchten muste. Schelmuffsky 2, 13.
9) einem nach hause, heim leuchten, selten in eigentlicher bedeutung:

der komete,
der flammende, leuchtet uns heim!
Freiligrath dicht. 4, 49,

vgl. unter heim theil 42, 861; gewöhnlich übertragen, einen abfertigen, derb fortschicken: wenn ich .. von den strahlen deines glanzes mich nicht trennen will, da möchtest du mir wohl auch gern nach hause leuchten. Bettine 2, 225; auch einen nach hause leuchten: lassen sie den neidischen mann, der alle handlungen einzig in seine kanäle lenken will, nur erst mit mir fertig sein. er wird sie schon auch nach hause leuchten. Lessing 2, 170. dafür bei Frisch ableuchten, einem schändlich oder übel ableuchten, male multatum aliquem dimittere 1, 609a. vgl. auch ausleuchten theil 1, 910.
10) leuchten, reflexiv und mit angabe der wirkung:

Diogenes ist tod; wann dieser lebte heute,
er leuchtete sich tod eh als er fünde leute.
Logau 1, 67, 71.

[Bd. 12, Sp. 833]



11) leuchten, mit brennender kerze vor der kirchthüre stehen, als strafe des ehebruchs. wirzb. verordnung von 1695 bei Schm. 1, 1430 Fromm.
12) leuchten heiszt auch eine verbotene art bei nacht zu fischen. ebenda.
 
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leuchtendklar, adj.:

der leuchtend-klare got.
Weckherlin 379.