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Mittelhochdeutsches Wörterbuch von Benecke, Müller, Zarncke Bibliographische AngabenLogo dfg
 
vriʒ bis gevræʒe (Bd. I, Sp. 762a)
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Artikelverweis NLexer vriʒstm.wir sîn gewis alle hie des tôdes fris wir müssen alle sterben Mart. 259.
 
Artikelverweis Lexer FindeB vreʒʒerîestf.fresserei, schlemmerei. W. gast. 78. b. vgl. Gr. 2,990. vreʒʒerîe und trunkenheit phlegen myst. 1,139,7.
 
Artikelverweis Lexer FindeB vrâʒstm.
1.das essen, fressen. ich wil iu zeiner mâʒe sagen von ir vrâʒe von ihrem essen, bei dem gastmale das Erec bei seiner vermählung gibt Er. 2130. er was gerne in frâʒe Herb. 3104.der trache gienc eʒ aber an mit vrâʒe unt mit viure Trist. 8989. täglîch spîs gevelt mir baʒ dan in der nacht ein kleiner vrâʒ Bon. 27,22.
2.gefräßigkeit, schlemmerei. gîtikeit vrâʒ mit huore deist nu der werlde vuore Vrid. 31,15. frâʒ hôvart gîtikeit brâhten uns von êrst in arbeit Renner 6351. vgl. 10463 fg. diu sehste sunde ist der vrâʒ altd. bl. 2,39.
3.fresser, schlemmer. daʒ ich der tôrheit wielte daʒ ich dich frâʒ behielte Gregor. 2618. eʒ ist ein wol gewanteʒ brôt daʒ du frâʒ verswendest das. 2637. eʒn sî denne gar ein vrâʒ, welt ir, si habent genuoc dâ gâʒ Parz. 639,2. dâ het der kiusche und der vrâʒ alle gelîche genuoc das. 238,29. du frâʒ MS. 2, 135. b. den het der ungehiure vrâʒ (der riese) in vil kurzen zîten gâʒ Stricker, leseb. 560,5. ein vrâʒ der was sô gar ein vrâʒ leseb. 586,16 fgg. er gint als ein mortgîtic vrâʒ troj. 60. b. er sach ûf nâch eins vrâʒes site und warf die halben bir in sîn munt fragm. 39. c. der sünden vrâʒ (helluo criminum) Mart. 230.huoræren unt frâʒen Tundal. 51,18. swer nu trûren müeʒe, der hœrt niht zuo den vræʒen MS. 2,192. a.
 
Artikelverweis Lexer hellevrâʒstn.höllischer fresser. Mart. leseb. 759,14.
 
Artikelverweis Lexer lëdervrâʒstm.lederfresser. sô man den hunt wil henken, man spricht er sî ein ledervrâʒ Ls. 2,516. vgl. Vrid. 138,17.
 
Artikelverweis Lexer viurvrâʒstm.feuerfresser. MS. 2,170. b.
 
Artikelverweis Lexer FindeB vrâʒheitstf.gefräßigkeit. edulium, comessatio gl. Mone 6,213. 224. gula daʒ sprichet frâʒheit unde ist, alse diu schrift seit, ir reht daʒ sie alleʒ an ze vil unde âne mâʒe eʒʒen wil, noch nihtes sô grôʒe ahte hât, sô daʒ den bûch wol begât altd. bl. 1,363. vgl. Barl. 102,12. Frl. 444,5. Griesh. pr. 1,54. 116. Leys. pr. 17, 31. bihteb. 2. 31.
 
Artikelverweis Lexer FindeB vrâʒlichadj.gefräßig. Oberl. 408.
 
Artikelverweis vrâʒenîeadj.gefräßigkeit. Oberl. 408. crapula fresʒnyg gl. Mone 6, 223.
 
Artikelverweis Lexer vræʒestf.?sô wirt im abe gerûmet der alten sunden hæʒe und dirre welte fræʒe und der untugende ræʒe Mart. 46.
 
Artikelverweis Lexer FindeB gevræʒestn.das fressen, schlemmerei; gedicht darauf. Nîthartes gevræʒe Hätzl. 1,91. vgl. 252.

 

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