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Mittelhochdeutsches Wörterbuch von Benecke, Müller, Zarncke Bibliographische AngabenLogo dfg
 
âs bis viurvrâʒ (Bd. I, Sp. 761b bis 762a)
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Artikelverweis âsstn.as.hierher? s. dieses wort mit ich âse an seiner alphabetischen stelle s. 64,36. doch vgl. Grimm gesch. d. d. spr. 1010.
 
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Lexer NLexer eʒʒesch , eschstm.saatfeld, ganzes von äckern, welche an einander liegend zu einer und derselben zeit entweder bebaut und abgeärntet oder als brachfeld beweidet werden.goth.atisks, ahd.eʒisc Gr. 2,25. 373. 3, 416. gesch. d. d. gesch. d. d. spr. 1032. Ulf. wb. 18. Graff 1,529. Haltaus 1445. Schmeller 1,123. Frisch 1,233. c.ein man lât ouch sîn phert wol treten in den eʒesch mit den vordern füeʒen swsp. c. 173 W. gêt ein man in einen esch, er sol der eher brechen mit sîner hant das. 172. weiden in der brâch und nicht in dem esche Gr. w. 1,33. vgl. 128. 199. 3,645.
 
Artikelverweis BMZ eschheie s. das zweite wort.
 
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Lexer FindeB vriʒʒestv.esse auf, verzehre.— aus veriʒʒe wie noch Bon. 82,31: den hânt die wolf vereʒʒen. vgl. 35, 55. 47,73. 81. MS. 2,135. b ist vræʒest statt vereʒʒest zu lesen. so goth.fra-itan, prät. frat. —
1.von menschen. si ahten mêre ûf ander êre danne daʒ si vræʒen vil Er. 2133. nu friʒ in dich den tiuvel der dîn ruochet MS. 2,135. b. — ich vriʒʒe mich gräme mich: er scol alles des leides irgeʒʒen des er sich nu lange hât freʒʒen Genes. fundgr. 2,70,17.
2.von thieren. sô diu katze friʒʒet vil, zehant sô hevet si ir spil Iw. 39. daʒ in ie dehein tier scolte vreʒʒen Genes. fundgr. 2,55,17. diu rinder vreʒʒent den got warn. 2247. lewen daʒ si in hêten vreʒʒen Griesh. pr. 2. 86. ich vürhte wolve unt tier diu vreʒʒen mich Trist. 2510. si sint beide vreʒʒen, ros und man ist alleʒ mort das. 9244.
3.da ne mach in (den schatz) der rost freʒʒen glaube 2606.
 
Artikelverweis Lexer NLexer FindeB durchvriʒʒestn.durchfresse. durchvreʒʒen unde vrat Pass. 156,50.
 
Artikelverweis NLexer vriʒstm.wir sîn gewis alle hie des tôdes fris wir müssen alle sterben Mart. 259.
 
Artikelverweis Lexer FindeB vreʒʒerîestf.fresserei, schlemmerei. W. gast. 78. b. vgl. Gr. 2,990. vreʒʒerîe und trunkenheit phlegen myst. 1,139,7.
 
Artikelverweis Lexer FindeB vrâʒstm.
1.das essen, fressen. ich wil iu zeiner mâʒe sagen von ir vrâʒe von ihrem essen, bei dem gastmale das Erec bei seiner vermählung gibt Er. 2130. er was gerne in frâʒe Herb. 3104.der trache gienc eʒ aber an mit vrâʒe unt mit viure Trist. 8989. täglîch spîs gevelt mir baʒ dan in der nacht ein kleiner vrâʒ Bon. 27,22.
2.gefräßigkeit, schlemmerei. gîtikeit vrâʒ mit huore deist nu der werlde vuore Vrid. 31,15. frâʒ hôvart gîtikeit brâhten uns von êrst in arbeit Renner 6351. vgl. 10463 fg. diu sehste sunde ist der vrâʒ altd. bl. 2,39.
3.fresser, schlemmer. daʒ ich der tôrheit wielte daʒ ich dich frâʒ behielte Gregor. 2618. eʒ ist ein wol gewanteʒ brôt daʒ du frâʒ verswendest das. 2637. eʒn sî denne gar ein vrâʒ, welt ir, si habent genuoc dâ gâʒ Parz. 639,2. dâ het der kiusche und der vrâʒ alle gelîche genuoc das. 238,29. du frâʒ MS. 2, 135. b. den het der ungehiure vrâʒ (der riese) in vil kurzen zîten gâʒ Stricker, leseb. 560,5. ein vrâʒ der was sô gar ein vrâʒ leseb. 586,16 fgg. er gint als ein mortgîtic vrâʒ troj. 60. b. er sach ûf nâch eins vrâʒes site und warf die halben bir in sîn munt fragm. 39. c. der sünden vrâʒ (helluo criminum) Mart. 230.huoræren unt frâʒen Tundal. 51,18. swer nu trûren müeʒe, der hœrt niht zuo den vræʒen MS. 2,192. a.
 
Artikelverweis Lexer hellevrâʒstn.höllischer fresser. Mart. leseb. 759,14.
 
Artikelverweis Lexer lëdervrâʒstm.lederfresser. sô man den hunt wil henken, man spricht er sî ein ledervrâʒ Ls. 2,516. vgl. Vrid. 138,17.
 
Artikelverweis Lexer viurvrâʒstm.feuerfresser. MS. 2,170. b.

 

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