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Mittelhochdeutsches Wörterbuch von Benecke, Müller, Zarncke Bibliographische AngabenLogo dfg
 
æʒec bis vriʒ (Bd. I, Sp. 761a bis 762a)
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Artikelverweis Lexer NLexer FindeB æʒecadj.äßig.ahd.âʒig Graff 1,529.
 
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Lexer FindeB unæʒecadj.ungenießbar. wan die kost für unessig erkant wurdt Gr. w. 2,470.
 
Artikelverweis Lexer wolfæʒecadj.von wölfen angefressen. sol man kein wolfessig fleisch ûf dem bank veil haben Gr. w. 1,334.
 
Artikelverweis Lexer FindeB wurmæʒecadj.von würmern angefressen, wurmstichig. Graff 1,529. Stalder 2,460. Frisch 2,460. c. als die want die man ûʒen ganz vant und wurmêʒic ist innen Herb. 15445 und anm. vielleicht gehört auch pf. K. 17, 25 wurmbeiʒeich, wormbeʒʒech A hierher, doch. vgl. wurmbîʒec.
 
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Lexer FindeB æʒeswv.gebe zu essen, speise, streue futter hin. di hungerigen er êʒet glaube 1691. wir sulln si êʒen unde trenken das. 1732. er beginnit si wol êʒen (: truchtsêʒe) das. 3081. den nacketen kleiden, den hungerigen eʒʒen Bert. 83. 313. etlîcher æʒe und wâte den armen Roth. pred. 56. daʒ du den hungergen êsest Griesh. pr. 2,55. hie æʒet ûf der hiute diu welt die tumben liute und machet siu sô âʒgeil Mart. 275. si êst den valken Suchenw. 25,93. vgl. atze, etze.
 
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âsstn.as.hierher? s. dieses wort mit ich âse an seiner alphabetischen stelle s. 64,36. doch vgl. Grimm gesch. d. d. spr. 1010.
 
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Lexer NLexer eʒʒesch , eschstm.saatfeld, ganzes von äckern, welche an einander liegend zu einer und derselben zeit entweder bebaut und abgeärntet oder als brachfeld beweidet werden.goth.atisks, ahd.eʒisc Gr. 2,25. 373. 3, 416. gesch. d. d. gesch. d. d. spr. 1032. Ulf. wb. 18. Graff 1,529. Haltaus 1445. Schmeller 1,123. Frisch 1,233. c.ein man lât ouch sîn phert wol treten in den eʒesch mit den vordern füeʒen swsp. c. 173 W. gêt ein man in einen esch, er sol der eher brechen mit sîner hant das. 172. weiden in der brâch und nicht in dem esche Gr. w. 1,33. vgl. 128. 199. 3,645.
 
Artikelverweis BMZ eschheie s. das zweite wort.
 
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Lexer FindeB vriʒʒestv.esse auf, verzehre.— aus veriʒʒe wie noch Bon. 82,31: den hânt die wolf vereʒʒen. vgl. 35, 55. 47,73. 81. MS. 2,135. b ist vræʒest statt vereʒʒest zu lesen. so goth.fra-itan, prät. frat. —
1.von menschen. si ahten mêre ûf ander êre danne daʒ si vræʒen vil Er. 2133. nu friʒ in dich den tiuvel der dîn ruochet MS. 2,135. b. — ich vriʒʒe mich gräme mich: er scol alles des leides irgeʒʒen des er sich nu lange hât freʒʒen Genes. fundgr. 2,70,17.
2.von thieren. sô diu katze friʒʒet vil, zehant sô hevet si ir spil Iw. 39. daʒ in ie dehein tier scolte vreʒʒen Genes. fundgr. 2,55,17. diu rinder vreʒʒent den got warn. 2247. lewen daʒ si in hêten vreʒʒen Griesh. pr. 2. 86. ich vürhte wolve unt tier diu vreʒʒen mich Trist. 2510. si sint beide vreʒʒen, ros und man ist alleʒ mort das. 9244.
3.da ne mach in (den schatz) der rost freʒʒen glaube 2606.
 
Artikelverweis Lexer NLexer FindeB durchvriʒʒestn.durchfresse. durchvreʒʒen unde vrat Pass. 156,50.
 
Artikelverweis NLexer vriʒstm.wir sîn gewis alle hie des tôdes fris wir müssen alle sterben Mart. 259.

 

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