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Mittelhochdeutsches Wörterbuch von Benecke, Müller, Zarncke Bibliographische AngabenLogo dfg
 
veretze bis gâʒ (Bd. I, Sp. 760a bis 760b)
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Artikelverweis Lexer FindeB veretze , vretzeswv.
1.weide ab, swsp. c. 378.
2.jage. er wolte Harmen letzen und mit den hunden fretzen Ls. 2,414.
3.verspeise. swer sich eins wolves underwint, daʒ er in ziehen wil, der vint sîn vihe vil lîhte veretzet (: geletzet) Ls. 3, 520. vgl. ich friʒʒe.
 
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Lexer NLexer FindeB atzungestf.
1.speisung, beköstigung. geil von alter atzung Ls. 3, 414.
2.die servitut des lehenträgers seinen lehenherren in gewissen fällen zu verköstigen Schmeller 1,132. RA. 360.
3.verköstigung des kriegers im feindlichen lande. Oberl. 63. in urkunden wird 'krieg und atzung' öfters mit einander verbunden.diese art atzunge meint vielleicht Reimar v. Zweter MS. 2,135. a: atzunge ist herren hove ein hagel etc.
 
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Lexer NLexer atzestf.?
1.speisung, beköstigung. pro sumtibus et impensis quas vulgo atz vocant s. Oberl. 63.
2.das recht des lehnsherrn sich von dem lehnsträger mit leuten und pferden bewirthen zu lassen. wenn unser herre der abbas seinen atze wil nemen Pommerner w. RA. 360.
 
Artikelverweis Lexer NLexer FindeB etzestf.das weiden des viehes, der weideplatz. Schmeller 1,133.Frl. 417,17 ist unverständlich.
 
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Lexer NLexer FindeB âʒstn.speise für menschen und thiere. vgl. Gr. 3,461. Graff 1,528.sô daʒ er niene gepflac weder âʒes noch trankes Lanz. 3686 und anm. man gab in volleclîchen trinken unde âʒ Nib. 1755 D. an tranke und an âʒe hât sie kein übermâʒe Kolocz. 192. vürhte die helle und ir strâʒe an tranke und an âʒe bei trinken und essen altd. bl. 1,89. ân âʒ, ân tranc Frl. 112,1. die armen schûler dar âʒ und durch genieʒ giengen dar Marleg. 22,44.
 
Artikelverweis Lexer NLexer FindeB huntâʒstn.hundefutter. cantabrum (kleie) gl. Mone 7,596.mülnstoup und huntâʒ Ls. 2,477. wann dan ongevär die hundt mit einander uber ain huntas kämen, so soll man der herschafft hundt hindanschlagen, hintz das unnser hund des as geniessen Gr. w. 3,639. im mittelalter war es eine last der leibeigenen, daß der herr seine hunde in die dörfer legte zu futter RA. 352.
 
Artikelverweis Lexer swalewenâʒstn.was die schwalbe frißt. zuo dem bremen er dô sprach: 'du swalwenâʒ waʒ ist dîn gîr?' Bon. 40,21.
 
Artikelverweis Lexer FindeB swînâʒstn.schweinefutter. daʒ er sînen lîp möhte füllen mit dem swînâʒ daʒ diu swîn âʒen Griesh. pr. 2, 78. vgl. Gr. w. 3,653.
 
Artikelverweis BMZ âʒgeil s.BMZ GEIL.
 
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Lexer NLexer FindeB überâʒstn.übermäßiges essen. ich sunte zummâʒe mit uberâʒe, mit ubirtranke glaube 1788. überâʒ und übertranc Leys. pr. 42,14. 18. 59,18. di sesten houbitsunde di dâ heiʒet uberâʒ und ubertranc myst. 1,118,5.
 
Artikelverweis Lexer NLexer FindeB gâʒadj.gegessen. ich hân gâʒ Diem. 382,22. ûf stuonden die dâ hêten gâʒ W. Wh. 277,11. ê daʒ ich mit in het dâ gâʒ frauend. 336, 15. 19. ich hân niulîchen gâʒ Mai 185,7. dâ du ane hâst gâʒ den tôt Genes. fundgr. 2,20,12. hâstu daʒ obeʒ gâʒ aneg. 18,25. si habent genuoc dâ gaʒ Parz. 639,2. 815,21. vgl. Osw. 1781. a. w. 3,172. 180. leseb. 560,6. 585,17.nu dâ gâʒ was genuoc Mai 219,15.si âʒin gâs (satt?) und quâmin Ath. C*, 164.

 

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