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Mittelhochdeutsches Wörterbuch von Benecke, Müller, Zarncke Bibliographische AngabenLogo dfg
 
giʒʒe bis swalewenâʒ (Bd. I, Sp. 759b bis 760b)
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Artikelverweis Lexer NLexer FindeB giʒʒe(geiʒʒe) stv.esse, mache meine mahlzeit.
1.ohne objectscasus."> dô er gaʒ unt getranc Iw. 54. dô si gâʒen g. Gerh. 717. dô si wol gâʒen Iw. 241. du kanst wol baʒ geʒʒen dâ du eʒ veile vundest Gregor. 2766. geʒt ir übele hie Parz. 279,19. der manegen mântac übel gaʒ das. 452,16. dô wir mit vreuden gâʒen Iw. 23. sô man denne giʒʒet ze imbiʒʒe leseb. 771,22. — von thieren: dîn ors dicke gaʒ ze Munsalvæsche baʒ dan hie Parz. 485,15.
2.mit accus."> giʒʒes du daʒ obeʒ Diemer 7,18. ob er gæʒe daʒ obeʒ aneg. 19,26. sô man daʒ âbentimmeʒ gaʒ Diut. 1, 351. si gaʒ iʒ halbeʒ Genes. fundgr. 2,19,11. wolt man in solher spîse wenen, daʒ er guote liute gæʒe Parz. 572,9. für zucker gæʒen in diu wîp das. 50,16. vgl. Wackernagel in H. zeitschr. 6,294. — von thieren: engeʒʒent in die wolve niht Gregor. 2697.
3.mit genit. partit."> alsô du sîn giʒʒest Genes. fundgr. 2,17,28.
 
Artikelverweis Lexer NLexer FindeB atze , etze( ahd.azju, ezju Graff 1,527) swv.
1.gebe zu essen, speise.
a.mit acc. der person."> der in azte unde tranchte Genes. fundgr. 2,59,9. Servat. 3190. wie man diz kint etzen sulle myst. 1,57,39. sîche lûte pflac si zu etzene und zu trenkene das. 243,1. vgl. 198,12.
2.mit acc. der sache und dat. d. pers.?"> den heiligen smach du uns zallen zîten acist und dîn doch niemer zerinnet Diemer 380,1.
2.bes. benutze zur weide, weide ab. vgl. Schmeller 1,133. sollent die selben liute gemeinlîchen loup und gras mit einander etzen Gr. w. 1, 431. der härtler etzt G. mit geiʒen das. 3,732. vgl. ich æʒe.
 
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etzwises. das zweite wort.
 
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Lexer überetzeswv.greife durch mein weidendes vieh fremden boden an. Schmeller 1,133. dâ einer den andern überözt Gr. w. 3,667.
 
Artikelverweis Lexer FindeB veretze , vretzeswv.
1.weide ab, swsp. c. 378.
2.jage. er wolte Harmen letzen und mit den hunden fretzen Ls. 2,414.
3.verspeise. swer sich eins wolves underwint, daʒ er in ziehen wil, der vint sîn vihe vil lîhte veretzet (: geletzet) Ls. 3, 520. vgl. ich friʒʒe.
 
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Lexer NLexer FindeB atzungestf.
1.speisung, beköstigung. geil von alter atzung Ls. 3, 414.
2.die servitut des lehenträgers seinen lehenherren in gewissen fällen zu verköstigen Schmeller 1,132. RA. 360.
3.verköstigung des kriegers im feindlichen lande. Oberl. 63. in urkunden wird 'krieg und atzung' öfters mit einander verbunden.diese art atzunge meint vielleicht Reimar v. Zweter MS. 2,135. a: atzunge ist herren hove ein hagel etc.
 
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Lexer NLexer atzestf.?
1.speisung, beköstigung. pro sumtibus et impensis quas vulgo atz vocant s. Oberl. 63.
2.das recht des lehnsherrn sich von dem lehnsträger mit leuten und pferden bewirthen zu lassen. wenn unser herre der abbas seinen atze wil nemen Pommerner w. RA. 360.
 
Artikelverweis Lexer NLexer FindeB etzestf.das weiden des viehes, der weideplatz. Schmeller 1,133.Frl. 417,17 ist unverständlich.
 
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Lexer NLexer FindeB âʒstn.speise für menschen und thiere. vgl. Gr. 3,461. Graff 1,528.sô daʒ er niene gepflac weder âʒes noch trankes Lanz. 3686 und anm. man gab in volleclîchen trinken unde âʒ Nib. 1755 D. an tranke und an âʒe hât sie kein übermâʒe Kolocz. 192. vürhte die helle und ir strâʒe an tranke und an âʒe bei trinken und essen altd. bl. 1,89. ân âʒ, ân tranc Frl. 112,1. die armen schûler dar âʒ und durch genieʒ giengen dar Marleg. 22,44.
 
Artikelverweis Lexer NLexer FindeB huntâʒstn.hundefutter. cantabrum (kleie) gl. Mone 7,596.mülnstoup und huntâʒ Ls. 2,477. wann dan ongevär die hundt mit einander uber ain huntas kämen, so soll man der herschafft hundt hindanschlagen, hintz das unnser hund des as geniessen Gr. w. 3,639. im mittelalter war es eine last der leibeigenen, daß der herr seine hunde in die dörfer legte zu futter RA. 352.
 
Artikelverweis Lexer swalewenâʒstn.was die schwalbe frißt. zuo dem bremen er dô sprach: 'du swalwenâʒ waʒ ist dîn gîr?' Bon. 40,21.

 

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