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Mittelhochdeutsches Wörterbuch von Benecke, Müller, Zarncke Bibliographische AngabenLogo dfg
 
ëʒʒen bis atzunge (Bd. I, Sp. 759b bis 760a)
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Artikelverweis Lexer FindeB ëʒʒenstn.
1.die handlung des essens. nâch eʒʒenne Iw. 215. 239. dô was eʒʒens zît Parz. 423,16. ân eʒʒen und ân trinken beleip dâ manec man Nib. 999,1.
2.die aufgetragene speise. sîn eʒʒen wære bereite Iw. 240. sine trüegen trinken und eʒʒen dar Parz. 580,22. wîn unt süeʒiu eʒʒen Gfr. l. 3,6.
 
Artikelverweis Lexer FindeB überëʒʒenstn.übermäßiges essen. mit übereʒʒende Griesh. pr. 1,146.
 
Artikelverweis Lexer NLexer FindeB âbentëʒʒenstn.abendessen. Greg. 2711.
 
Artikelverweis ëʒʒenmacher BMZ ëʒʒenzît BMZ ëʒʒehûs BMZ ëʒʒeloube s. das zweite wort.
 
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Lexer FindeB ungëʒʒenpartic. adj.der nicht gegessen hat. vgl. Gr. 4,71. daʒ ein mîn lieber vrûnt ungeʒʒen von mir vûre Pass. 36,64. ungetrunken und ungeʒʒen das. 316,43. vgl. ungâʒ.
 
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Lexer NLexer FindeB giʒʒe(geiʒʒe) stv.esse, mache meine mahlzeit.
1.ohne objectscasus."> dô er gaʒ unt getranc Iw. 54. dô si gâʒen g. Gerh. 717. dô si wol gâʒen Iw. 241. du kanst wol baʒ geʒʒen dâ du eʒ veile vundest Gregor. 2766. geʒt ir übele hie Parz. 279,19. der manegen mântac übel gaʒ das. 452,16. dô wir mit vreuden gâʒen Iw. 23. sô man denne giʒʒet ze imbiʒʒe leseb. 771,22. — von thieren: dîn ors dicke gaʒ ze Munsalvæsche baʒ dan hie Parz. 485,15.
2.mit accus."> giʒʒes du daʒ obeʒ Diemer 7,18. ob er gæʒe daʒ obeʒ aneg. 19,26. sô man daʒ âbentimmeʒ gaʒ Diut. 1, 351. si gaʒ iʒ halbeʒ Genes. fundgr. 2,19,11. wolt man in solher spîse wenen, daʒ er guote liute gæʒe Parz. 572,9. für zucker gæʒen in diu wîp das. 50,16. vgl. Wackernagel in H. zeitschr. 6,294. — von thieren: engeʒʒent in die wolve niht Gregor. 2697.
3.mit genit. partit."> alsô du sîn giʒʒest Genes. fundgr. 2,17,28.
 
Artikelverweis Lexer NLexer FindeB atze , etze( ahd.azju, ezju Graff 1,527) swv.
1.gebe zu essen, speise.
a.mit acc. der person."> der in azte unde tranchte Genes. fundgr. 2,59,9. Servat. 3190. wie man diz kint etzen sulle myst. 1,57,39. sîche lûte pflac si zu etzene und zu trenkene das. 243,1. vgl. 198,12.
2.mit acc. der sache und dat. d. pers.?"> den heiligen smach du uns zallen zîten acist und dîn doch niemer zerinnet Diemer 380,1.
2.bes. benutze zur weide, weide ab. vgl. Schmeller 1,133. sollent die selben liute gemeinlîchen loup und gras mit einander etzen Gr. w. 1, 431. der härtler etzt G. mit geiʒen das. 3,732. vgl. ich æʒe.
 
Artikelverweis 
etzwises. das zweite wort.
 
Artikelverweis 
Lexer überetzeswv.greife durch mein weidendes vieh fremden boden an. Schmeller 1,133. dâ einer den andern überözt Gr. w. 3,667.
 
Artikelverweis Lexer FindeB veretze , vretzeswv.
1.weide ab, swsp. c. 378.
2.jage. er wolte Harmen letzen und mit den hunden fretzen Ls. 2,414.
3.verspeise. swer sich eins wolves underwint, daʒ er in ziehen wil, der vint sîn vihe vil lîhte veretzet (: geletzet) Ls. 3, 520. vgl. ich friʒʒe.
 
Artikelverweis 
Lexer NLexer FindeB atzungestf.
1.speisung, beköstigung. geil von alter atzung Ls. 3, 414.
2.die servitut des lehenträgers seinen lehenherren in gewissen fällen zu verköstigen Schmeller 1,132. RA. 360.
3.verköstigung des kriegers im feindlichen lande. Oberl. 63. in urkunden wird 'krieg und atzung' öfters mit einander verbunden.diese art atzunge meint vielleicht Reimar v. Zweter MS. 2,135. a: atzunge ist herren hove ein hagel etc.

 

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