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Mittelhochdeutsches Wörterbuch von Benecke, Müller, Zarncke Bibliographische AngabenLogo dfg
 
bis K (Bd. I, Sp. 777a)
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Artikelverweis Lexer NLexer Kdie tenuis unter den gutturalen, entspricht im anlaute dem griech. lat.g, goth.k, wofür ahd., aber nicht immer, ahd.ch gesetzt wird, das auch noch mhd., namentlich in denkmälern des zwölften jahrhunderts erscheint. Vgl. z. b. gr. lat.γόνυ, genu, goth.kniu, ahd.chniu, mhd.knie. sonst steht ch mhd. auch wohl in fremden wörtern z. b. chôr, wo aber doch statt dessen k oder c vorherscht. c, in so weit dieses nicht z vertritt (s. diesen buchst.), ist nur graphisch von k verschieden; es steht anlautend in fremden wörtern, wie z. b. curs, dann inlautend und auslautend, wo auch k geschrieben werden kann. auch schreibt man ck für geminiertes k. qu steht im anlaute nach Bopp und Grimm für kv, eine auffassung, gegen welche Graff (sprachschatz 4, 625) einwände erhoben hat, die aber schon aus practischen rücksichten anzuerkennen ist, indem mhd. an die stelle von q mehrfach k tritt: nicht bloß, wie das schon im ahd. regel war, wenn auf qu noch ein u folgt (vgl. kumft von queman), sondern auch vor andern vocalen, wo denn entweder der auf u folgende vocal verschwindet (vgl. kum, ahd.quimu), oder u weggeworfen wird (vgl. quec, kec, quât, kât), oder endlich beide vocale zusammen in einen verwandten laut übergehn (vgl. queste, koste, quern, kürn). in diesem wörterbuche sind wörter der art gewöhnlich unter q aufgeführt, wenn die ältere form im mhd. noch nachzuweisen ist. bemerkenswerth ist der wechsel von qu mit dw, später tw, nhd.zw, z. b. quinge für twinge, quer und twer. in Griesh. pred. steht auch zürzern für kürzern. bisweilen wechselt k im anlaute mit g, namentlich vor r, wie in krimmen und grimmen, kratte und gratte, kripfe von grîfe, dann in fremden wörtern, wie in kulter und gulter, kumpost, kompost und gumpost u. a. im auslaute steht k oder c für die media g, wofür mnd. und bisweilen auch mhd.ch erscheint. vgl. Ben. zu Iw. 4431. Lach. zu Iw. 4098. Frommann zu Herb. 1185.