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Mittelhochdeutsches Wörterbuch von Benecke, Müller, Zarncke Bibliographische AngabenLogo dfg
 
bis C (Bd. I, Sp. 292a)
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Artikelverweis CWas hier über den buchstaben c bemerkt werden soll, betrifft nur das einfache c; ch, so wie sch werden bequemer bei h und s abgehandelt, ck bei k. Die in Deutschland gewöhnliche aussprache des lateinischen c vor e und i hatte lange vor der mittelhochdeutschen zeit statt, wirkt aber in dieser so wie bis auf den heutigen tag immer noch nach. Der laut den c bezeichnet, ist k, höchst selten ts, d. h. deutsches z; den letzten laut findet man in einigen handschriften ç bezeichnet. Aus der lateinischen oder aus der romanischen sprache aufgenommene wörter, die in den handschriften meistens ein c zum anfangsbuchstaben haben, sind ihrer aussprache zufolge unter K oder z eingeschaltet; einheimische wörter, die nicht selten mit c geschrieben werden, wie clage, cneht, craft sind in K zu suchen. Andere fälle, in welchen die handschriften bisweilen c schreiben, z. b. ce (ze), camph, herce, lucel, chracen (kratzen) werden für ihre alphabetische ordnung in hinsicht auf ihr c gar nicht berücksichtiget. Regel des wörterbuches ist, im auslaute stets c zu setzen, mag dieses aus g oder mag es aus k entspringen, z. b. tac tages, blic blickes. Als beispiel eines auslautenden abgefallenen c mag zwî bemerkt werden.