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Mittelhochdeutsches Wörterbuch von Benecke, Müller, Zarncke Bibliographische AngabenLogo dfg
 
bis BÂC (Bd. I, Sp. 74a bis 75b)
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Artikelverweis Lexer NLexer Bdie bezeichnung des gelinden lippenlautes, dem der harte, durch p bezeichnete, zur seite steht. So wie bei allen weichen lauten, denen harte zur seite stehen, beruht auch der unterschied in der aussprache des b und des p darauf, daß dem weichen laute ein durch die nase strömendes anathmen voraus geht, während der harte laut rein aus dem munde kommt. Die Notkerische regel, im anlaute statt des weichen buchstaben den harten, also auch b statt p zu schreiben, wenn entweder die rede anfängt, oder im laufe derselben ein wort vorher geht, das nicht in einen vocal oder einen flüssigen consonant auslautet(Gr. 1,130), war zwar einigen mhd. schreibern, wie es scheint, noch bekannt, wird aber von keinem mit stätigkeit beobachtet. die regel, welche die ältesten schreiber der Wolframischen gedichte befolgen, liegt außerhalb der gränzen eines allgemeinen mhd. wörterbuches. Das p lateinischer wörter wird entweder zu b oder wird beibehalten, je nachdem solche wörter mehr oder weniger eingebürgert sind: so bâbes papa, und palas palatium. So wie, der regel nach, im auslaute statt des weichen lautes stäts der harte steht, so auch p st. b: er gap, si gâben. Das nhd. hat die alte, einem deutschen munde einzig mögliche aussprache beibehalten, aber die schreibung verändert. — beispiele einzelner ausnahmen sind in der anm. zu Iw. z. 1597 erwähnt. b st. w, wie so oft in spätern hs. und im gedruckten Suochenw. und eben so w st. b ist oberd. mundart.
 
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Lexer FindeB BÂBEf. bisweilen auch bôbe geschrieben, s. Oberlin 171. 193, wo es meines dafürhaltens nicht richtig erklärt wird.dieses alte, mehreren sprachen gemeine wort, bedeutete ursprünglich wohl mutter, dann überhaupt weib, alberne person. vgl. Schmeller 1,141. Stalder 1, 121. bâbe Ruotzela mutter R. hieß des bauern Lanzelins weib. Reinh. f. 20. menic tœrschiu bâbe (: morgengâbe) Mart. 147. c. sol ich in wîbes wât als ein verzagtiu bâbe ligen troj. 14492.
 
Artikelverweis BMZ bâbenstîger s.BMZ ich STÎGE.
 
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BabenbercBamberg.(Gr. 2,606). der bischof von Babenberc ist immer zugleich herzoge von Franken kchr. 99. a. von Babenberc bischof Egebreht MS. 2, 65. a. Ernst 53. b. 56. b.
 
Artikelverweis Lexer NLexer FindeB BÂBESstm.pabst.lat.papas, roman.le papes, und daher das s, das sich später, so wie in palas, zu st verstärkt. bâbes immer in der kchron. bâbst Vrid. 150,2. 151,3.wie der pabst zu seinem namen kam s. in Leyser's predigten 86,8. her bâbest, so wie her keiser u. m. Walth. 11,6. her bâpst MS. 2,144. a. der bâbest ist ze junc Walth. 9,39. wie kristenlîche nû der bâbest lachet Walth. 34,4. der bâbest ist ein irdesch got, und ist doch dicke der Rômær spot Vrid. 151,23.
 
Artikelverweis Lexer NLexer FindeB bæbestlichadj.päbstlich. daʒ bêbistlîche reht das kanonische recht. myst. 1,93,29. vgl. leseb. 1011,28.
 
Artikelverweis Lexer NLexer FindeB bâbestiestf.papatus. Voc. v. 1419.
 
Artikelverweis bâbestrëhts.RËHT.
 
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Babilôn , Babylônstf.eʒ troumte ze Babilône dem künge Walth. 23,12. ze Babilône varn Gfr. l. 1,4. im Parz. ist wahrscheinlich nicht Babylon am Euphrat, sondern Babylon am Nil, oder Kairo zu verstehen, s. die anm. zum Wigal. s. 482. großer umfang dieser stadt, Parz. 399,18. zwên bruoder von Babilôn, Pompeius und Ipomidôn Parz. 14,3. 101,27. Wigal. 7808.
 
Artikelverweis Babylônstm.Babylonier. Parz. 23 8. Ipomidôn, der stolze werde Babylôn Parz. 111,24. dâ dîe Babylône Alexandrîe lœsen solten Parz. 21,20. vil manec stolzer Babylôn Wigal. 7814.
 
Artikelverweis BMZ BÂC s.BMZ ich BÂGE.