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Mittelhochdeutsches Wörterbuch von Benecke, Müller, Zarncke Bibliographische AngabenLogo dfg
 
unadel bis edelarm (Bd. I, Sp. 8a bis 9a)
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Artikelverweis Lexer FindeB unadelstn.hat eʒ ein unadels getân einer der nicht edel geboren ist Erec 9348, nach Lachmanns verbesserung des in der hs. stehenden unaldes. vgl. die anmerkung und Gr. 4, 720. der nominativ, den man bei diesem qualitativen genitive vermisset, läßt sich leicht herstellen, wenn man liest: hâtʒ ein unadels man getân. vgl. ein ediles man Otfr. 4,35,1.
 
Artikelverweis Lexer adelbæreadj.adelmäßig. adelbære liute troj. 1. b.
 
Artikelverweis Lexer NLexer FindeB adelhaftadj.adelmäßig. dîn wurze was vil adelhaft, von der uns dîn geslehte kam g. sm. 536. ein adelhaft gemüete Frl. 414,7. der schanden meil muoʒ swinden, swer adelhaft sîn kan ebd. 20.
 
Artikelverweis Lexer adelhefticadj. = adelhaft.adelheftic güete Frl. 414,12. ir sît niht adelheftic ebd. 414,2.
 
Artikelverweis Lexer NLexer FindeB adellichadj.mîn muot den valken tuot gelîch, die durch ir adellîchen art sich geilent mit der sunne MS. 1, 191. a.
 
Artikelverweis Lexer FindeB adellîchenadv.swer edel sî, daʒ sult ir hœren: daʒ ist der adellîchen tuot MS. 2,128. b. 129. a. 177. b. Frl. 88,7.
 
Artikelverweis Lexer NLexer FindeB adenlichadj.ir âten als ein muscatnuʒ kunde adenlîchen dræhen Troj. 19913. daʒ tier pflege als adenlîcher art daʒ nie kein tier sô edel wart troj. 20026.
 
Artikelverweis Lexer edelstn.= adel. von vollime edele geborn Aegid. 75 (fdgr. 1,247, 45). dehein edel dich vervienge selbst die höchste geburt würde dir nicht höhern adel geben können, als du bereits durch deine mannheit hast Er. 4454. des edels bernder frühte Suochenw. 6,39.
 
Artikelverweis Lexer FindeB edele , edel(Gr. 1,749. ahd.adal, edil, edili Graff 1,141).
1.von menschen, wol geborn, d. h. von hoher geburt; ausgezeichnet durch vortreffliche eigenschaften.Nur dem hohen adel oder den dynasten kam das prädicat edel zu; der besitz einer burg war dazu nicht hinreichend. vgl. Kopp bilder s. 26. edel hatte den rang vor vrî. diu edele und diu frîe Maria 1288. Diut. 1,411. 483. ir claget, daʒ ich niht sî ein edel man Gregor. 2350 (nirgends aber erscheint ein zusammengesetztes subst. gleich unserm 'edelmann'). edel unde rîch Iw. 122. 128. 242. Nib. 4,1. diu edele und diu schœne Iw. 267. der edel der hochgeborne MS. 2,205. b. der edel tôre Iw. 128. edel, rîcher lîp MS. 2,128. b. swer edel ist von mâgen unde niht von muote der brichet sîner edelen worte huote MS. 2,129. a. man giht daʒ nieman edel sî wan der edellîchen tuot MS. 2,161. b. Vrid. 54,6. 64,13. MS. 2,120. a. 128. 129. 177. b. 253. a. edeliu herzen Trist. 170. diu edeln wîp, ein edeliu frouwe Wigal. 5398. 5401. keiser, edel von geburt Silv. 3574.
2.von thieren; dem edeln tiere (dem lewen) Iw. 144.
3.von dingen: der edel stein (nie vereint); swer edel stein in kupfer legen wolde MS. 2,129. a. diu edele salbe Iw. 133. edeliu kriuter g. sm. 1325. daʒ er pflege edeler sîte MS. 2,119. a. edeliu veder Wigal. 2410. von edelme golde Barl. 152,18. der slange wart verwandelôt in eine gerte: daʒ was ein zeichen edele Exod. fundgr. 2, 93,33. an andern stellen vil scône, vil grôʒ, urmâre (fundgr. 2,94,38).
 
Artikelverweis 
Lexer FindeB unedeladj.nicht von hoher geburt. ein unedel wîp Wigal. 5406.
 
Artikelverweis BMZ edelarm s.BMZ ARM.