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Mittelhochdeutsches Wörterbuch von Benecke, Müller, Zarncke Bibliographische AngabenLogo dfg
 
Adam bis adelbære (Bd. I, Sp. 6b bis 8a)
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Artikelverweis AdamAdam. der ton scheint, außer dem nominat., auf der zweiten silbe zu liegen MS. 2,159. b. Geo. 32. a. reimt Adamen auf namen. Parz. 518, 1. Adam auf nam. Diut. 2,27. Adam auf benam. got worhte ûʒ der erden Adâmen den werden Parz. 463,18. diu erde Adâmes muoter was Parz. 464,11.Adâmes val W. Wh. 218. 12. und urlœsunge W. Wh. 331,30.si sint mir alle sippe von dem Adâmes rippe Parz. 82,1. al Adâms geslehte alle menschen W. Wh. 347, 19.sît Adâmes rippe wart gemachet zeiner magt W. Wh. 62,2. sît Adâmes zît Parz. 123,17. 773,28. W. Wh. 458,17 so lange die welt steht. — er von dem Adam antlütze enpfienc, der Adâmen worhte = got Parz. 817,24. W. Wh. 166,19. — unser vater Adam besaß tiefe einsicht in die natur, und räth daher seinen töchtern, wiewohl vergebens, welcher speisen sie sich während der schwangerschaft zu enthalten hätten, wenn sie nicht misgestaltete kinder zur welt bringen wollten. Sein rath wurde nicht befolgt, daher die manigfaltigen misgegeburten; daher auch die neger. Genes. fundgr. 2,26,10. Parz. 518,1.
 
Artikelverweis BMZ ADAMANT s.BMZ ADAMAS.
 
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Lexer NLexer FindeB ADAMAS , ADAMANT(adamaste MS. 2,64 a.)ein edelstein. Parz. 791,27. manec adamas und rubîn Amur. 2. c. doch wohl nicht immer der diamant; denn dieser heißt dîemant Walth. 80,27 und Parz. 70,20 sagt Wolfram: dô schouwet er den adamas, daʒ was ein helm. eine guote crône von einem adamante hart Lampr. Alex. 6039. dâ diu porte was, daʒ was ein härter adamas Lanz. 220. ein vaʒ von adamant gezirket Frl. 238,2. Suochenw. spricht von braunem adamas 3,171. sich lât doch brechen der herte adamas swenne er begoʒʒen wirt mit bockes bluote MS. 2,180. a. ein ritter hete bockes bluot genomen in ein langeʒ glas, daʒ sluoger ûf den adamas: dô wart er weicher danne ein swamp Parz. 105, 19. vgl. Erec 8426. Renner 18746. der brief besigelt was under einem adamas in ein gulden vingerlîn: der stein solde ein zeichen sîn sîner stæten minne Wigal. 8701. 8753. noch stæter danne ein adamas was der reinen triuwe Wigal. 10219. an triuwen veste alsam ein adamas Frl. 445,2. herter danne ein adamas ist ir daʒ herze mîn an rehter stæte MS. 2,118. a. ein adamas ritterlîcher tugende Iw. 125. ganzer tugende MS. 1,57. a. Doc. misc. 2,197. MS. H. 3,443. a. der bernden tugenden güete Gfr. l. 2,50 (lobges. 93,3). stæter triuwe a. Heinr. 62. der wâren minne Ulr. 249.der stæte ein herter adamant MS. 2,211. b.
 
Artikelverweis Adângrâve von Alarîê Wigal. 7185. 7841. 7930. 8166. 9157. 9511. 10096. 10417.
 
Artikelverweis Addanzvater des königes Gandîn, von arde ein Bertûn, geschwisterkind mit Utepandragûn Parz. 56,9.
 
Artikelverweis Lexer FindeB ADEaus à dieu verkürzt. friunt, sprâchen jene, adê, adê Trist. 3856.
 
Artikelverweis Lexer ADEBAR , — Nswm.storch. hôch fliegent die adebarn Diut. 3,453. Hoffm. sumerl. 12,16.
 
Artikelverweis Lexer NLexer FindeB ADELstn.(stm. Frl. 379,7. myst. 1,46, 13. ahd.adal) geschlecht von welchem man her stammt; besonders wenn es durch stammgut oder eigenthümliche vorzüge ausgezeichnet ist.— Die endsilbe el ist ableitungssilbe (Gr. 2,101 ), der stamm vielleicht adu, uod nr. 483, wonach das altn.ôðal, ags.êðel im ablautsverhältnisse stehen würden. vgl. Gr. 2,44, rechtsa. 265. iʒ ne zâme nieht adale, das zäme männern von euerem stande nicht. Gen. fgr. 2,57, 41. unser waren zwelfe, geboren von eime adele, wir waren eines mannes sune Gen. fundgr. 2,64,12. vgl. das. 63,3 von einem vater geborne. der von adele was geborn das. 87,1. welhes adels er wære Lanz. 33. daʒ er sich hêrlîche mit in begên mohte als sînem adel tohte Er. 1836. Clitemestrâ hête bôslîche mit eime ritter getân: den wolde sie zu adel hân zum großen herrn machen: er enhête burg noch lant Herb. 17257. vürst ist von adel, niht von kür Frl. 379,3. vgl. 380. sage wie geteilet wart daʒ adel von unminnen Frl. 32,12. der könig Darius sagt von seiner tochter si ist von adele geborn Lampr. Alex. 3516. Parîs der stæte von adel wære troj. 5111. 5147. er ist sîn kint von adel troj. 5092. daʒ si von adel komen sint Engelh. 771. sît daʒ der edeln veter kint von hôhem adel gunedelt sint MS. 2,128. b. 129. a. sô wol dir hôch gelopteʒ adel swâ man dich vindet unverwert MS. 2,244. b. sich ûf, du hôheʒ adel Frl. 49,1. swie man sîs adels ahtet niht gen eime zedel MS. 2,177. b. der (derjenigen) adel liutert immer MS. 2,177. b. sîn adel enthalten MS. 2,241. a. sin hôheʒ adel, sîn edeliu jugent H. Trist. 50. sîn adel von fürsten ist sô grôʒ daʒ er (Kandin) nicht hœher möhte sin U. Trist. 1584. ein vürste rîch, an adel künigen wol gelîch Maßm. Al. s. 118. a. den heiʒ ich edel swie er niht sî von adel der geborne MS. 2,177. b. bî tugenden prüevet man daʒ adel amg. 32. a. ein edel man von geburt, der sîn adel swachet mit untugenden amg. 32. b. dâ îst ûʒ adele unart worden, des tugent vür jenes adel man prîsen sol amg. 32. b. ich vant die stüele lære stân, dâ wîsheit adel und alter gwalteclîche sâʒen ê Walth. 102,18.ûf iren hôhesten adel zu ihrer höchsten vollkommenheit myst. 1,46,13. auch die stammart im thier- und pflanzenreiche heißt adel: der adelar, den sîn adel und sîn art in des luftes wilde twinget MS. 2,191. b. ein ieglich boum der ist gevar nâch sînem adel sunderlich Teichner, Doc. misc. 2,229.
 
Artikelverweis BMZ adelar BMZ adelbruoder BMZ adelerbe adelherre BMZ adelkint BMZ adelkleit BMZ adelrîche BMZ adelsarc BMZ adelsun BMZ adelvrî BMZ adelwîp s. das zweite wort
 
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Lexer FindeB unadelstn.hat eʒ ein unadels getân einer der nicht edel geboren ist Erec 9348, nach Lachmanns verbesserung des in der hs. stehenden unaldes. vgl. die anmerkung und Gr. 4, 720. der nominativ, den man bei diesem qualitativen genitive vermisset, läßt sich leicht herstellen, wenn man liest: hâtʒ ein unadels man getân. vgl. ein ediles man Otfr. 4,35,1.
 
Artikelverweis Lexer adelbæreadj.adelmäßig. adelbære liute troj. 1. b.