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Schneegans bis Schneelêrche (Bd. 3, Sp. 1594 bis 1595)
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Artikelverweis Die Schneegans, plur. die -gänse, eine Art wilder Gänse, welche bis auf die vier oder fünf letzten schwarzen Fluchtfedern ganz weiß sind, und sich nur im Winter sehen lassen; Anser grandinis, nivis Klein. Hagelgans. Bey einigen führet auch die Kropfgans, vermuthlich aber nur die ganz weiße, wegen dieser ihrer weißen Farbe, den Nahmen der Schneegans.
 
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Das Schneegarn, des -es, plur. die -e, im Jagdwesen, ein Garn, welches im Winter bey starkem Schnee zu dem Repphühnerfange, so wie der Tiraß im Sommer, gebraucht wird. Es hat weiße, aber weitere Maschen als der Tiraß, und wird auch die Schneehaube genannt.
 
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Das Schneegebirge, des -s, plur. ut nom. sing. ein Gebirge, welches die größte Zeit des Jahres mit Schnee bedeckt ist.

[Bd. 3, Sp. 1595]



 
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Das Schneegestöber, des -s, plur. ut nom. sing. Schnee, welcher bey einem starken Winde fällt und von demselben bald hierbald dahin gestäubet wird. Wenn Schneegestöber die ganze Aussicht rauben, Geßn. S. Adelung Gestöber.
 
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Das Schneeglöckchen, des -s, plur. ut nom. sing. eine Art weißen Veils, welcher sehr früh blühet, wenn der Boden noch mit Schnee bedecket ist; Leucojum vernum L. Schneeblume, Hornungsblume, Märzblume, Schneeviole, Schneetropfen.
 
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Die Schneehaube, plur. die -n, S. Adelung Schneegarn.
 
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Das Schneehuhn, des -es, plur. die -hühner, eine Art Wald- oder Holzhühner, welche weiß von Farbe sind, eine rothe fleischige Haut über den Augen haben, und sich so wohl in den nördlichen Ländern als auf den Schneegebirgen der wärmern aufhalten; Lagopus Rabatino Klein. Berghuhn, Schneevogel, Weißhuhn, weißes Wildhuhn, Steinhuhn, in Graubünden weißes Repphuhn, Schwed. Snöripa.
 
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Schneeig, -er, -ste, adj. et adv. in den gemeinen Sprecharten, mit Schnee bedeckt. Die schneeichten (schneeigen) Pirenen, (Pyrenäen,) Opitz.
 
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Der Schneekönig, des -es, plur. die -e, in einigen Gegenden, ein Nahme des Zaunköniges, weil er sich noch bey dem Anfange des Winters im Schnee sehen läßt.
 
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Die Schneelauwine, plur. die -n, in der Schweiz, ein Klumpen Schnee, welcher von den Bergen herab rollet, und im Herabrollen immer größer wird, so daß er oft ganze Häuser und Dörfer verschüttet und verwüstet; Schneelöwin, Schneelähne. S. Adelung Lauwine. Im Theuerdanke die Schneeriese, von riesen, fallen.
 
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Die Schneelêrche, plur. die -n, eine Art Lerchen, welche sehr spät, wenn es schon geschneyet hat, zu #reichen pflegt.

 

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