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Schmierlein bis Schminke (Bd. 3, Sp. 1576 bis 1577)
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Artikelverweis Das Schmierlein, S. Adelung Schmerle.
 
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Die Schmiermêste, plur. die -n, S. Adelung Schmierbüchse und Meste.
 
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Der Schmierofen, des -s, plur. die -öfen, bey den Pechlern oder Pechhauern, der viereckte lehmerne Ofen, worin das Harz geläutert und zu Pech bereitet wird; der Pechofen.
 
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Die Schmiersalbe, plur. doch nur von mehrern Arten, die -n, Diminut. das Schmiersälbchen, bey den Wundärzten, eine weiche Salbe zum Schmieren, welche nur ein wenig dicker als Öhl ist.
 
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Das Schmierschaf, des -es, plur. die -e, in der Landwirthschaft, unreine Schafe, welche beständig mit der Krätze behaftet sind, und daher zur Heilung geschmieret werden müssen; unreine Schafe, und collective Schmiervieh, unreines Vieh, im Gegensatze der reinen Schafe oder des reinen Viehes.
 
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Das Schmiervieh, des -es, plur. car. ein Collectivum, siehe das vorige.
 
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Die Schmierwolle, plur. car. die Wolle von Schmierschafen, unreine Wolle, im Gegensatze der reinen.
 
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Die Schmiete, plur. die -n, in der Seefahrt, eine Art Seile, welche an die untern Enden des Schönfahr- und Focksegels angeheftet sind, und welche dienen, die Segel nach vornen auszuziehen. Sie werden auch Halsen oder Halßen genannt.
 
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Die Schminkbêêre, plur. die -n, eine Pflanze, deren Blätter dem Spinate, die Blumenköpfchen aber den Erdbeeren gleichen; Blitum capitatum L. Erdbeermeier, Erdbeerspinat.
 
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Die Schminkbohne, plur. die -n, eine Art kletternder oder rankender Bohnen, welche in den Gärten gezogen werden, und ihre Frucht in langen fleischigen Schoten tragen; Phaseolus vulgaris L. große Garten-Faseolen, Türkische Bohnen, Steigbohnen, Veits-Bohnen. Die Feuerbohnen, Säbelbohnen, u. s. f. sind Arten derselben. Die erste Hälfte deutet die schmiegende rankende Eigenschaft dieser Bohnen an.

[Bd. 3, Sp. 1577]



 
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Die Schminke, plur. doch nur von mehrern Arten, die -n, ein dicklich flüssiger Körper zum Schminken, d. i. Streichen, oder Schmieren im edlen Verstande; ein nur in einigen Fällen übliches Wort. 1) In der Bienenzucht ist die Schminke oder Bienenschminke ein wohlriechender oder doch den Bienen angenehmer Körper, womit die Bienenstöcke inwendig bestrichen oder gerieben werden, damit die Bienen gern darin bleiben. 2) Am üblichsten ist es von einem Mittel, womit gewisse Theile des Leibes, besonders aber das Gesicht, bestrichen werden, um dasselbe dadurch zu verschönern, es bestehe nun dieses Mittel aus Wassern, Öhlen, Salben, Pomaden, oder auch aus Pulvern u. s. f. Die rothe Schminke, ein solches Mittel, dem Gesichte damit eine rothe Farbe zu geben, wie die weiße Schminke zur weißen Farbe. Figürlich ist Schminke, so wie Anstrich, zuweilen eine angenommene gute äußere Gestalt, mit welcher das Wesen des Dinges nicht überein stimmet.
   Schwed. Smink. S. das folgende.

 

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