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Schmierer bis Schmierschaf (Bd. 3, Sp. 1575 bis 1576)
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Artikelverweis Der Schmierer, des -s, plur. ut nom. sing. derjenige, welcher schmieret; doch nur in wenigen Fällen. So pflegen diejenigen

[Bd. 3, Sp. 1576]


Schäfer, welche reines Vieh haben, die andern Schäfer, welche mit Schmiervieh umgehen, nur Schmierer zu nennen. Am üblichsten ist es in der zweyten figürlichen Bedeutung des Zeitwortes im verächtlichen Verstande, von einer Person, welche eine schlechte, nachlässige Hand schreibt, ingleichen von einem Schriftsteller, welcher schlechte alltägliche Sachen ohne Wahl und Geschmack schreibt.
 
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Die Schmiererēy, plur. die -en, eine schmierige unreinliche Verhandlungsart, ingleichen eine schmierige, besudelnde Arbeit. Auch in der zweyten figürlichen Bedeutung des Zeitwortes, ein schlechtes flüchtiges Geschreibe, und eine schlechte ohne Wahl und Geschmack zusammen getragene Schrift.
 
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Das Schmīerfáß, des -sses, plur. die -fässer, S. Adelung Schmierbüchse.
 
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Schmierig, -er, -ste, adj. et adv. Schmer oder Schmiere, d. i. einen halb festen und halb flüssigen Körper, er sey nun fett oder nicht, enthaltend, demselben ähnlich, damit überzogen oder besudelt u. s. f. Ein schmieriger Körper. Ein Ding ist schmierig, wenn es mit einem dicklich flüssigen Körper überzogen oder beschmutzt ist. Sich schmierig machen. Eine schmierige Arbeit, wobey man sich schmierig macht. Da es denn auch für schmutzig, unrein, von einem dicklich flüssigen Schmutze gebraucht wird. Nieders. smerig, im Oberdeutschen schmirbig.
 
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Der Schmiering, des -es, plur. die -e, in einigen Gegenden, ein Nahme einer Art Sand- oder Strandläufer mit gelben Füßen, der auch Gelbbein, Gelbfüßel genannt wird; Glareola III. Schwenkf. et Klein.
 
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Der Schmierkäse, des -s, plur. car. geronnene Milch, welche im weichen Zustande aufbehalten wird, um sie auf das Brot zu schmieren; Quark, in Niedersachsen Käsebutter, S. Adelung Quark und Käse 2.
 
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Das Schmierlein, S. Adelung Schmerle.
 
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Die Schmiermêste, plur. die -n, S. Adelung Schmierbüchse und Meste.
 
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Der Schmierofen, des -s, plur. die -öfen, bey den Pechlern oder Pechhauern, der viereckte lehmerne Ofen, worin das Harz geläutert und zu Pech bereitet wird; der Pechofen.
 
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Die Schmiersalbe, plur. doch nur von mehrern Arten, die -n, Diminut. das Schmiersälbchen, bey den Wundärzten, eine weiche Salbe zum Schmieren, welche nur ein wenig dicker als Öhl ist.
 
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Das Schmierschaf, des -es, plur. die -e, in der Landwirthschaft, unreine Schafe, welche beständig mit der Krätze behaftet sind, und daher zur Heilung geschmieret werden müssen; unreine Schafe, und collective Schmiervieh, unreines Vieh, im Gegensatze der reinen Schafe oder des reinen Viehes.

 

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