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Schmäcken bis Schmähwort (Bd. 3, Sp. 1553 bis 1554)
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Artikelverweis  Schmäcken, S. Adelung Schmecken.
 
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Schmackgar, adj. et adv. S. 1 Schmack.
 
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Schmackhaft, -er, -este, adj. et adv. von dem veralteten Hauptworte Schmack für Geschmack. 1) Was einen Geschmack hat, durch den Geschmack empfunden werden kann; im Gegensatze des unschmackhaft, welches in dieser Bedeutung doch häufiger gebraucht wird, als schmackhaft. Schmackhaftes Wasser. 2) In engerer und gewöhnlicherer Bedeutung, einen guten, angenehmen Geschmack habend. Eine schmackhafte Speise. Nieders. schmacklik, im Oberd. geschmack, wohlgeschmack. Das verlängerte schmackhaftig ist überflüssig.
 
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Die Schmackhaftigkeit, plur. inus. die Eigenschaft eines Körpers, da er schmackhaft ist, besonders in der zweyten engern Bedeutung.
 
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Schmadern, verb. reg. act. et neutr. mit dem Hülfsworte haben, im gemeinen Leben, schlecht schreiben; schmieren.
   Man schreibt nicht mehr, man schmadert nur,
   Bernhardi. Es scheinet den Laut des geschwinden Schreibens nachzuahmen, oder auch ein Intensivum von dem veralteten schmaden, besudeln, beschmutzen, zu seyn. Im Nieders. lautet es schmaddern.
 
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Schmähen, verb. reg. act. seine Verachtung durch beleidigende Worte an den Tag legen, Schmach mit Worten anthun; mit der vierten Endung der Person. Wer mit seiner Zunge nicht verläumdet, und seinem Nächsten kein Arges thut, und seinen Nächsten nicht schmähet, Ps. 15, 3. Ingleichen mit dem Vorworte auf, auf jemanden schmähen. Es ist in dem gemeinen Sprachgebrauche der Hochdeutschen nicht gangbar, und wird am häufigsten in der anständigen Schreibart gebraucht, wo es eben um dieses sparsamen Gebrauches willen ein edlerer Ausdruck ist, als die niedrigen ähnlichen schimpfen, schänden u. s. f. Daher das Schmähen und die Schmähung, S. das letzte an seinem Orte besonders.
   Anm. Bey dem Ottfried smahen, im Nieders. mit einem andern Endlaute schmeda, im Schwed. smäda. Allein die jetzt gedachten sind zugleich von weiterm Umfange der Bedeutung, und bedeuten auch verachten, wie unser verschmähen, theils Schmach anthun, auch auf andere Art als durch Worte, theils verleumden, tadeln u. s. f. Das Stammwort ist noch im Niedersächsischen üblich, wo sma, smade, smäde, smee, verächtlich, geringschätzig bedeutet, welches ohne Zweifel eine Figur von dem veralteten schma, schmach, klein, ist, S. Adelung Schmach. Im Osnabrückischen hat man auch das Intensivum smadden, verleumden. S. auch Schmälen.
 
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Schmählen, Schmählich, S. Adelung Schmälen, Schmälich.
 
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Die Schmähschrift, plur. die -en, eine Schrift, worin man jemanden schmähet; doch am häufigsten in engerer Bedeutung, eine Schrift, worin man jemanden ehrenrühriger Handlungen mit Unwahrheit beschuldiget; ein Pasquill.
 
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Die Schmähsucht, plur. car. die Sucht, d. i. zur Fertigkeit gewordene heftige Begierde, zu schmähen, und in engerer Bedeutung, den guten Nahmen eines andern durch ehrenrührige Nachreden zu schmälern. Daher schmähsüchtig, damit behaftet, darin gegründet.
 
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Die Schmähung, plur. die -en, das Schmähen; noch mehr und häufiger aber schmähende Reden. Schmähungen wider jemanden ausstoßen.

[Bd. 3, Sp. 1554]



 
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Das Schmähwort, des -es, plur. die -e, und -wörter, (S. Adelung Wort,) ein schmähendes Wort, und in weiterer Bedeutung, im Plural Schmähworte, schmähende Reden.

 

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