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Schlüsselblume bis Schlúßleiste (Bd. 3, Sp. 1549 bis 1550)
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Artikelverweis Die Schlüsselblume, plur. die -n, die Blume eines Gewächses, Primula veris L. Himmelschlüssel, S. Peters-Schlüssel, Gichtkraut. Ohne Zweifel, wegen einiger Ähnlichkeit, welche die Blumen an ihrem Stängel mit einem Schlüssel und seinem Barte haben.
 
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Die Schlüsselbüchse, plur. die -n, ein zu einer Büchse gemachter Schlüssel, d. i. ein Schlüssel mit einem Zündloche, aus welchem die Knaben zu schießen pflegen.
 
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Das Schlüsselgêld, des -es, plur. doch nur von mehrern Summen, die -er, dasjenige Geschenk, welches der Käufer eines Hauses der Gattinn oder Tochter des Verkäufers, gleichsam für die Abtretung der Schlüssel des Hauses macht, und welches an einigen Orten auch das Herdgeld genannt wird, S. dieses Wort.
 
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Der Schlüsselhaken, des -s, plur. ut nom. sing. ein Haken, mehrere Schlüssel daran zu hängen, oder bey sich zu tragen.
 
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Das Schlsselloch, des -es, plur. die -lcher, dasjenige Loch, durch welches der Schlüssel in das Schloß gesteckt wird.
 
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Der Schlüsselring, des -es, plur. die -e, ein Ring, mehrere Schlüssel daran zu stecken.
 
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Der Schlüsselschild, des -es, plur. die -e, dasjenige Blech, welches die Öffnung durch die Thür zu dem Schlosse bedecket, und worin sich das Schlüsselloch befindet.
 
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Die Schlüsselsênke, plur. die -n, bey den Schlössern, eine stählerne Platte mit rundlichen Reifen, die Röhren an den Schlüsseln darin abzurunden. S. Adelung Senke.
 
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Der Schlüsselzêhnte, des -n, plur. die -n, in einigen Gegenden, z. B. im Amte Ballenstädt im Fürstenthum Anhalt, derjenige Zehnte, welcher nur von einigen Äckern, und zwar von jedem Acker fünf Garben, gegeben wird, und den Nahmen und Ursprung ohne Zweifel einem besondern Umstande zu verdanken hat.
 
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Schlüssig, adv. von Schluß, so fern es einen nach Überlegung gefaßten Vorsatz bedeutet. Schlüssig werden, sich entschließen,

[Bd. 3, Sp. 1550]


etwas beschließen. Dieß machte mich schlüssig, mich ihm zu entdecken, bewegte mich zu dem Entschlusse. In dem Gegensatze unschlüssig, wo es aber zweifelhaft, Mangel an dem Vermögen sich zu entschließen, bedeutet, ist es auch als ein Beywort üblich. Frischens schlüssige Gründe, bündige, sind nicht üblich.
 
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Die Schlúßleiste, plur. die -n, bey den Buchdruckern, Leisten, d. i. geschnitzte Zierathen von Holz, welche zum Schlusse eines Abschnittes in einem Buche gesetzt werden; die Final-Leiste.

 

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