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Schlóßnagel bis Schlotterig (Bd. 3, Sp. 1540 bis 1541)
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Artikelverweis Der Schlóßnagel, des -s, plur. die -nägel. 1) Nägel, welche etwas über einen Zoll lang sind, und womit gemeiniglich die Thürschlösser angenagelt werden. 2) Ein starker, runder Nagel, welcher den hintern Wagen an den vordern befestiget, den Schluß, d. i. die Verbindung, zwischen beyden ausmacht; der Spannnagel, Stellnagel, an den Laffeten auch der Protznagel.
 
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Der Schlóßstein, S. Adelung Schlußstein.

[Bd. 3, Sp. 1541]



 
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Der Schlóßtritt, S. Adelung Schlußtritt und Schloß 1.
 
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Schloßweiß, S. Adelung Schlohweiß.
 
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Der Schlot, des -es, plur. die Schlöte, ein nur in den gemeinen Sprecharten mancher Gegenden übliches Wort, wo es einen jeden Canal, eine jede Röhre von einer beträchtlichen Weite bedeutet. 1) Einen Canal. So wird in Niederdeutschland ein Graben zum Abzuge des Wassers sehr häufig ein Schlot genannt; Nieders. Sloot, Holländ. Sloot. 2) Ein viereckter Canal, den Rauch aus den Häusern u. s. f. abzuführen, der Rauchfang, heißt im gemeinen Leben vieler Gegenden ein Schlot, wo dieses Wort doch mehr den inneren weiten, hohlen Raum bedeutet, dagegen Feuermauer, Schornstein u. s. f. andere Umstände daran bezeichnen. Den Schlot kehren. Daher ist daselbst der Schlotkehrer der Feuermauerkehrer. Der Schlot des Kamines geht in die Feuermauer. In einigen Gegenden die Schlotte; besonders in den Niederdeutschen Hüttenwerken. Auch in den Bräuhäusern pflegt man die Rauchfänge in manchen Gegenden Schlotten zu nennen.
   Anm. Es scheinet gleichfalls von schließen, Nieders. sleten und sluten herzustammen, und überhaupt einen eingeschlossenen Raum zu bezeichnen. Zu der Niederdeutschen Bedeutung eines Grabens gehöret auch das Ostfriesische Schlott, ein eingeschlossenes, innerhalb des Landes befindliches stehendes Wasser. Eben daselbst ist schloten und schlöten einen Graben reinigen, abschloten durch einen Graben absondern, beschloten mit einem Graben einschließen. Der Schlotthaken ist auch in Schlesien ein Werkzeug zur Reinigung der Gräben. Zur zweyten Bedeutung eines Rauchfanges gehöret auch das in den Bergwerken übliche und nur des Zischlautes beraubte Lotte, ein Canal zur Einbringung frischer Luft in die Stellen. In manchen Gegenden wird ein Schlot zur Abführung des Rauches auch ein Schlund genannt, woraus zugleich die Verwandtschaft beyder Wörter erhellet.
 
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Die Schlote, plur. die -n, oder der Schloten, des -s, plur. ut nom. sing. in einigen Gegenden, ein Nahme der Rohrkolbe, Typha L.
 
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Die Schlottenblume, plur. die -n, in einigen Gegenden, ein Nahme der Küchenschelle; Anemone Pulsatilla L.
 
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Die Schlotter, des -s, plur. doch nur von mehrern Arten, ut nom. sing. ein nur in einigen Gegenden, besonders in den Salzsiedereyen, übliches Wort, den dicken Schlamm zu bezeichnen, welcher übrig bleibt, wenn man das in den Herd aus der abgetropften Sohle gerathene Salz ausgekocht hat. In andern Gegenden das Geschlotter. Es druckt die schlotternde, schlottrige Beschaffenheit eines solchen dicken Schlammes aus. S. (Schlottermilch.) In einem andern Verstande wird eine Klapper in einigen Oberdeutschen Gegenden im weiblichen Geschlechte die Schlotter genannt.
 
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Der Schlotterapfel, des -s, plur. die -äpfel, in einigen Gegenden, ein Nahme der Glocken-, Kern- oder Klapperäpfel, deren lockere Kerne schlottern oder klappern, wenn man sie schüttelt.
 
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Das Schlótterfaß, des -sses, plur. die -fässer, bey den Landleuten in der Ernte, ein längliches Behältniß, worin der Mähder bey dem Mähen den Metzstein mit ein wenig Wasser bey sich führet, weil es vermittelst eines Riemens an dem Leibe schlotternd hängt; die Wetzkiste.
 
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Schlotterig, -er, -ste, adj. et adv. schlotternd; Nieders. slatterig, slodderig, sludderig, zusammen gezogen slurig. Schlotterig gekleidet gehen, äußerst nachläßig. Ein schlotteriger Mensch, der in seiner Kleidung und in seinem Betragen im höchsten Grade nachlässig ist.

 

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