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Schlóßgarten bis Schlot (Bd. 3, Sp. 1540 bis 1541)
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Artikelverweis Der Schlóßgarten, des -s, plur. die -gärten, von Schloß 4, ein Garten an einem Schlosse, oder der zu einem Schlosse gehöret.
 
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Schlóßgesêssen, adj. et adv. welches nur in einigen Gegenden üblich ist, und einen Einwohner bedeutet, welcher ein mit gewissen Hoheiten versehenes Schloß besitzet, und auch burggesessen, beschloßt und geschloßt genannt wird. Bin schloßgesessener, geschloßter oder beschloßter Junker. In engerer Bedeutung sind daher in einigen Gegenden, z. B. in Pommern, schloßgesessen und schriftsässig gleichbedeutende Wörter.
 
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Der Schlóßhauptmann, des -es, plur. die -männer, und in dem Munde eines Höhern im Plural auch wohl Schloßhauptleute, von Schloß 4, der Vorgesetzte, Befehlshaber eines fürstlichen Schlosses, dem die Erhaltung der Ordnung und Sicherheit in demselben oblieget. In einigen Höfen, z. B. an dem Braunschweigischen, wird der Unter-Hofmarschall Schloßhauptmann genannt.
 
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Die Schlóßkirche, plur. die -n, von Schloß 4, eine Kirche auf oder in einem Schlosse.
 
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Der Schlóßknóchen, des -s, plur. ut nom. sing. Siehe Schlußbein.
 
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Der Schlóßmácher, des -s, plur. ut nom. sing. in den Gewehrfabriken, diejenigen Arbeiter, welche die Schlösser zu den kleinen Feuergewehren verfertigen.
 
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Der Schlóßnagel, des -s, plur. die -nägel. 1) Nägel, welche etwas über einen Zoll lang sind, und womit gemeiniglich die Thürschlösser angenagelt werden. 2) Ein starker, runder Nagel, welcher den hintern Wagen an den vordern befestiget, den Schluß, d. i. die Verbindung, zwischen beyden ausmacht; der Spannnagel, Stellnagel, an den Laffeten auch der Protznagel.
 
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Der Schlóßstein, S. Adelung Schlußstein.

[Bd. 3, Sp. 1541]



 
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Der Schlóßtritt, S. Adelung Schlußtritt und Schloß 1.
 
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Schloßweiß, S. Adelung Schlohweiß.
 
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Der Schlot, des -es, plur. die Schlöte, ein nur in den gemeinen Sprecharten mancher Gegenden übliches Wort, wo es einen jeden Canal, eine jede Röhre von einer beträchtlichen Weite bedeutet. 1) Einen Canal. So wird in Niederdeutschland ein Graben zum Abzuge des Wassers sehr häufig ein Schlot genannt; Nieders. Sloot, Holländ. Sloot. 2) Ein viereckter Canal, den Rauch aus den Häusern u. s. f. abzuführen, der Rauchfang, heißt im gemeinen Leben vieler Gegenden ein Schlot, wo dieses Wort doch mehr den inneren weiten, hohlen Raum bedeutet, dagegen Feuermauer, Schornstein u. s. f. andere Umstände daran bezeichnen. Den Schlot kehren. Daher ist daselbst der Schlotkehrer der Feuermauerkehrer. Der Schlot des Kamines geht in die Feuermauer. In einigen Gegenden die Schlotte; besonders in den Niederdeutschen Hüttenwerken. Auch in den Bräuhäusern pflegt man die Rauchfänge in manchen Gegenden Schlotten zu nennen.
   Anm. Es scheinet gleichfalls von schließen, Nieders. sleten und sluten herzustammen, und überhaupt einen eingeschlossenen Raum zu bezeichnen. Zu der Niederdeutschen Bedeutung eines Grabens gehöret auch das Ostfriesische Schlott, ein eingeschlossenes, innerhalb des Landes befindliches stehendes Wasser. Eben daselbst ist schloten und schlöten einen Graben reinigen, abschloten durch einen Graben absondern, beschloten mit einem Graben einschließen. Der Schlotthaken ist auch in Schlesien ein Werkzeug zur Reinigung der Gräben. Zur zweyten Bedeutung eines Rauchfanges gehöret auch das in den Bergwerken übliche und nur des Zischlautes beraubte Lotte, ein Canal zur Einbringung frischer Luft in die Stellen. In manchen Gegenden wird ein Schlot zur Abführung des Rauches auch ein Schlund genannt, woraus zugleich die Verwandtschaft beyder Wörter erhellet.

 

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