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Schlicken-Thaler bis 1. Schließen (Bd. 3, Sp. 1530 bis 1531)
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Artikelverweis Der Schlicken-Thaler, des -s, plur. ut nom. sing. eine Art Thaler, welche die Grafen von Schlick in der ersten Hälfte des 16ten Jahrhundertes in dem Bergwerke zum Joachims-Thale in Böhmen prägen ließen.
 
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Die Schlickermilch, S. Adelung Schlottermilch.
 
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Der Schlickkrapfen, des -s, plur. ut nom. sing. Diminut. das Schlickkräpfchen, in den Küchen, eine Art Krapfen, welche aus einem weichen Gehacke bestehen, welches in einen ausgetriebenen Teig geschlagen, in Wasser gekocht und hernach aus Schmalz gebacken wird; mit einem Französischen Kunstworte Raviolen.
 
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Der Schlief, des -es, plur. inus. ein in einigen Gegenden übliches Wort, welches von Schlich nur im Endlaute verschieden ist, und besonders von den nassen kloßartigen, nicht genug ausgebackenen Stellen des Brotes gebraucht wird. Das Brot hat Schlief, wenn es solche Stellen hat. Daher schliefig, kloßartig, nicht genug ausgebacken. Es gehöret zunächst zu schliefen und dessen Intensivo schlüpferig.
 
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Schliefen, verb. irreg. neutr. welches das Hülfswort seyn erfordert; ich schliefe, du schliefst, (Oberd. schleufst,) er schlieft, (Oberd. schleuft;) Imperf. ich schloff; Mittelw. geschloffen; Imperat. schliefe, (Oberd. schleuf.) Es bedeutet sich schleifend oder kriechend in einem engen Raume bewegen, kriechen, wird aber im Hochdeutschen nur selten, häufiger im Oberdeutschen gehöret. Durch einen Zaun schliefen. Vor Angst in ein Mauseloch schliefen wollen. Die Dachshunde schliefen in die Dachslächer. Die Küchlein sind aus dem Eye geschloffen. Wie das Wasser in die Erde verschleuft, (verschlieft,) 2 Sam. 14, 14. So auch das Schliefen.
   Anm. Bey dem Notker sliuffan, im Nieders. slupen und slipen, im Angels. slipan, im Engl. to slip, im Schwed. släpa. In Schwaben ist einschliefen und ausschliefen sich an- und auskleiden, und schon Willeram sagt, ih bin uze minemo rocche gesloffan, ich habe mich ausgekleidet. Es ist so wie das nahe verwandte schleifen, und das nur im Endlaute verschiedene schleichen, eine Onomatopöie des mit dem Schliefen verbundenen Lautes. Das Intensivum davon ist schlüpfen, S. dasselbe.
 
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Der Schliefer, des -s, plur. ut nom. sing. 1) Ein Ding, welches schliefet. In der Jägerey werden die Dachshunde, weil sie in die Dachsröhren schliefen, auch Dachsschliefer genannt. 2) Im Oberdeutschen, besonders in Schwaben, ist der Schliefer ein enger Muff, weil man mit den Händen in denselben schliefet. S. Adelung Muff.
 
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Schliefig, -er, -ste, adj. et adv. kloßartig, S. Adelung Schlief.
 
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Der Schließbaum, des -es, plur. die -bäume, derjenige Baum, mit welchem ein Hafen, oder sonst ein anderer Ort verschlossen wird.

[Bd. 3, Sp. 1531]



 
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Der Schließbolzen, des -s, plur. ut nom. sing. ein mit einer Schließe versehener Bolzen; der Klingbolzen, im Nieders. Splintbolzen.
 
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Die Schließe, plur. die -n, dasjenige, was ein anderes Ding schließet, beschließet oder verbindet, wo es in verschiedenen einzelnen Fällen üblich ist. Ein zusammen gebogenes Blech, welches durch die schmale Öffnung eines Bolzens gesteckt, und hernach an den beyden Enden umgebeuget wird, damit der Bolzen nicht zurück gehen könne, heißt eine Schließe; Nieders. der Splint. Bey den Schlössern wird auch eine gerade Stange, welche in den Gatterwerken zwey Schnörkel zusammen hält, eine Schließe genannt. Auch eine Art von Anker in Gestalt eines viereckten Rahmens, schadhafte Feuermauern zusammen zu halten, werden so wohl Schließen als Schließanker, Vorpasse genannt.
 
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1. Schließen, verb. irreg. act. welches in der Conjugation mit mit dem folgenden überein kommt, und im Hochdeutschen für das mehr Oberdeutsche schleißen gebraucht wird; besonders von den Federn. Federn schließen, schleißen. Geschlossene Federn, geschlissene.

 

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