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Schlêchtfärber bis Schleebäuchig (Bd. 3, Sp. 1513)
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Artikelverweis Der Schlêchtfärber, des -s, plur. ut nom. sing. ein Nahme der ehemahligen Schwarzfärber oder Leinwandreißer, zum Unterschiede von den Schönfärbern, S. das letztere.
 
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Die Schlêchtheit, plur. inus. S. Adelung Schlecht Anm.
 
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Schlêchthin, adv. S. in Schlecht 1 2) (c).
 
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Die Schlêchtigkeit, plur. inus. S. Adelung Schlecht Anm.
 
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Schlêchtwêg, adv. S. in Schlecht 2 2) (b).
 
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Schlêcken, verb. reg. act. et neutr. welches im letztern Falle das Hülfswort haben bekommt, eine unmittelbare Onomatopöie, der Form nach aber das Intensivum von lecken ist, mit einem verstärkten Laute lecken, ingleichen, etwas schmackhaftes mit kleinen Bissen und einem schmatzenden Laute essen. Es ist nur im gemeinen Leben üblich, so wie die Zusammensetzungen ausschlecken, beschlecken u. s. f. Im Schwed. sleka, im Isländ. sleika, welche auch nur lecken schlechthin bedeuten. So auch das Schlecken.
 
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Der Schlêcker, des -s, plur. ut. nom. sing. Fämin. die Schleckerinn, eine Person, welche gern gute Bissen isset; eine leckere Person, im gemeinen Leben ein Schleckermaul. Bey den Jägern wird ein Hirsch, welcher keinen richtigen Wechsel hält, sondern bald hier, bald dorthin in ein gutes Geäß ziehet, ein Schlecker genannt.
 
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Die Schleckerey, plur. die -en. 1) Das Schlecken; ohne Plural. 2) Leckere Bissen oder Speisen, z. B. Zuckerwerk und dergleichen; Schleckerwerk, Naschwerk, Leckerbissen.
 
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Schlêckerhaft, -er, -este, adj. et adv. ungeordnete Begierde nach Schleckereyen empfindend und darin gegründet; lecker. Daher die Schleckerhaftigkeit.
 
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Schlêckern, verb. reg. act. et neutr. im letztern Falle mit dem Hülfsworte haben, welches das Intensivum und Iterativum von schlecken ist, aber nur im gemeinen Leben gebraucht wird; Nieders. slickern.
 
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Schleebäuchig, von den Pferden für schlägebäuchig, S. Adelung Herzschlächtig.

 

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