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Schlangenröhre bis Schlänkern (Bd. 3, Sp. 1506 bis 1507)
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Artikelverweis Die Schlangenröhre, plur. die -n, eine schlangenförmige, geschlängelte Röhre, dergleichen die schlangenweise gewundene Röhre in dem Kühlfasse der Branntweinbrenner ist, welche auch nur die Schlange genannt wird.
 
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Die Schlangenspritze, plur. die -n, eine Feuerspritze mit einem langen, biegsamen, ledernen Schlauche, welcher, wegen der Gestalt, die er im Spritzen annimmt, auch die Schlange genannt wird.
 
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Der Schlangenstein, des -es, plur. die -e, ein kleiner, schwarzer Stein, mit einem schmutzig weißen Fleck auf beyden Seiten, von welchem man irrig glaubt, daß er in den Schlangen gefunden werde, und das Gift an sich ziehe. Oft ist es ein Stück Hirschhorn, welches im Feuer geröstet worden.
 
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Der Schlángenstích, des -es, plur. die -e. 1) Der Stich von einer Schlange. 2) Eine Art des Stiches oder des Stickens bey den Rähterinnen.
 
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Der Schlangenträger, des -s, plur. ut nom. sing. Siehe Schlangenmann.
 
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Die Schlangenwurz, plur. inus. ein Nahme der Scorzonera, S. Adelung Schlangenmord.
 
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Die Schlangenwurzel, plur. die -n. 1) Die Wurzel des Schlangenholzes, (S. dieses Wort.) 2) Die Wurzel einer Art der Osterlucey, und die Pflanze selbst, welche in Virginien einheimisch ist, und als ein schweißtreibendes Mittel dem Gifte und der Fäulniß widerstehet; Aristolochia Serpentaria L. Serpentaria Virginiana in den Apotheken, Virginische Schlangenwurzel.
 
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Die Schlangenzunge, plur. die -n. 1. Eigentlich, die spitzige Zunge der Schlange. 2. Figürlich. 1) Eine Pflanze, wegen der gelben gekerbten Spitze an den Stielen, woran sich die Blüthen und Fruchtknöpfchen befinden; Ophioglossum L. Matterzunge, Matterzünglein. 2) Eine Versteinerung, welche ehedem für versteinerte Schlangenzungen gehalten worden, aber vermuthlich versteinerte Zähne des Hayfisches oder Carcharias sind; Glossopetrae, Odontopetrae, Matterzünglein.
 
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Der Schlangenzwang, des -es, plur. inus. S. Adelung Schlangengras.
 
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Schlank, -er, -este, adj. et adv. lang, dünn und biegsam; geschlank. Schlank von Gliedern. Schlanke Arme, Füße u. s. f. Schlanke Kräuter durchirren das Gras mit zarten Ästen, Geßn. Sieh, wie die große Eiche die schlanken Äste umher trägt, und kühlen Schatten ausstreut, ebend.
   Nieders. slank; es gehöret zu schlingen und Schlange, und druckt die mit der Länge verbundene Biegsamkeit aus.

[Bd. 3, Sp. 1507]



 
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Schlänkern, S. Adelung Schlenkern.

 

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