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Schlangenholz bis Schlangenspritze (Bd. 3, Sp. 1505 bis 1506)
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Artikelverweis Das Schlangenholz, des -es, plur. inus. 1) Das Holz eines Gewächses auf der Insel Ceylon, welches bitter ist, eine den Schweiß treibende Kraft hat, und daher wider den Biß giftiger Thiere gebraucht wird; Ophioxylon L. 2) Das Holz eines andern Ostindischen Baumes, welcher eine Art der Krähenaugen ist; Strychnos Colubrina L. Seine Wurzel wird gleichfalls wider alle Arten des Giftes gebraucht, und in den Apotheken anstatt des folgenden wahren Schlangenholzes gegeben. 3) Dieses wahre Schlangenholz, welches doch unter dem Nahmen der Schlangenwurzel am bekanntesten ist, ist die holzige Wurzel eines Ostindischen Gewächses, welche als das kräftigste Mittel wider den Biß der Brillenschlange gebraucht wird; Ophiorhiza Mungos L.
 
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Der Schlangenknoblauch, des -es, plur. inus. in einigen Gegenden, ein Nahme des Graslauches, oder der Rocambole, Allium Scorodoprasum L.
 
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Das Schlangenkraut, des -es, plur. inus. 1) Eine Art des Arums, welches diesen Nahmen wegen des gescheckten, mit grünlichen oder dunkelrothen Flecken besetzten Stängels hat, welcher dem Rücken einer gesprengten Schlange gleicht; Arum Dracunculus L. Es ist in dem mittägigen Europa einheimisch. 2) Ein Nahme des Draguns; Artemisia Dracunculus L. 3) Auch des Bärlappens; Lycopodium clavatum L.
 
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Die Schlangenkrone, plur. die -n, vorgegebene beinerne Kronen einer Art von Schlangen, welche aber bloß die hintersten, der Wurzel beraubten, vielspitzigen Zähne einer Kuh sind, die von

[Bd. 3, Sp. 1506]


dem großen Haufen für Schlangenkronen gehalten, und zu allerley Aberglauben gebraucht werden.
 
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Die Schlangenlinie, (fünfsylbig) plur. die -n, eine Linie, welche der wellenförmigen Biegung einer Schlange im Kriechen gleicht, d. i. eine aus mehrern Halbzirkeln oder krummen Linien bestehende Linie, wovon wechselsweise der erhabene Theil bald nach oben, bald nach unten zu gerichtet ist.
 
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Der Schlangenmann, des -es, plur. die -männer, der Nahme eines Sternbildes, welches eine männliche Figur ist, die eine Schlange in den Händen hält; der Schlangenträger.
 
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Der Schlangenmord, des -es, plur. car. ein Nahme der Scorzonera, weil sie dem Gifte widerstehet, und ihr Saft in wärmern Ländern den Schlangen tödtlich seyn soll.
 
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Die Schlangenmotte, plur. die -n, eine Motte, welche sich auf den Fichtenbäumen aufhält; Phalaena Noctua picta L.
 
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Das Schlangenpulver, des -s, plur. doch nur von mehrern Arten, ut nom. sing. bey dem großen Haufen, ein aus gedörrten Schlangen bereitetes Pulver, welches für eine bewährte Arzeney in verschiedenen Krankheiten des Viehes gehalten wird.
 
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Die Schlangenröhre, plur. die -n, eine schlangenförmige, geschlängelte Röhre, dergleichen die schlangenweise gewundene Röhre in dem Kühlfasse der Branntweinbrenner ist, welche auch nur die Schlange genannt wird.
 
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Die Schlangenspritze, plur. die -n, eine Feuerspritze mit einem langen, biegsamen, ledernen Schlauche, welcher, wegen der Gestalt, die er im Spritzen annimmt, auch die Schlange genannt wird.

 

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