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Schlangenauge bis Schlangenkraut (Bd. 3, Sp. 1504 bis 1505)
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Artikelverweis Das Schlangenauge, des -s, plur. die -n, eine unten ausgehöhlte, oben aber runde, oder länglich runde, und mit einem

[Bd. 3, Sp. 1505]


runden Flecken in Gestalt eines Auges, gezeichnete Versteinerung, welche man irrig für versteinerte Schlangenaugen gehalten hat. Andere nennen sie Schlangeneyer, Froschsteine und Krötensteine, und leiten sie von diesen Thieren her. Dem Jussieu zu Folge sind es die versteinerten Zähne des Brasilianischen Seefisches le Grondeur, nach andern die Zähne des Meerwolfes und einiger Brachsmen, und nach noch andern eine besondere Art Schiniten. Die kleinste Art derselben werden Schwalbensteine genannt.
 
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Der Schlangenbalg, des -es, plur. die -bälge, die abgestreifte Haut einer Schlange; die Schlangenhaut.
 
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Das Schlangeney, des -es, plur. die -er. 1) Die Eyer der Schlangen. 2) S. Adelung Schlangenauge.
 
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Der Schlangengang, des -es, plur. die -gänge, in den Gärten, hin und wieder, nach einer Schlangenlinie gekrümmte Heckengänge.
 
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Das Schlangengras, des -es, plur. inus. ein Nahme des wilden Krähenfußes, welcher auf den Wiesen und ungebaueten Orten wächst, und wider den Biß der Schlangen gelobt wird, daher es auch Schlangenzwang heißt.
 
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Die Schlangengurke, plur. die -n, eine Art Gurken, welche vier bis fünf Fuß lang wird, vorn einen Kopf wie eine Schlange hat, und mit dem einem Schwanze ähnlichen Ende an den Reben hängt.
 
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Das Schlangenhaar, des -es, plur. inus. oder die Schlangenhaare, sing. inus. aus Schlangen bestehende Haare, mit welchen man in der Fabel den Kopf der Medusa und die Furien vorstellet.
   Tobt, Eumeniden, schlingt das Schlangenhaar
   Fest um mein Herz,
   Weiße.
   Der Krieg und die Zwietracht
   Mit dem Schlangenhaar hauseten hier,
   Zach.
 
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Das Schlangenhaupt, des -es, plur. die -häupter. 1) Das Haupt einer Schlange; der Schlangenkopf. 2) Figürlich und ohne Plural, ein Nahme der wilden Ochsenzunge, wegen einiger Ähnlichkeit in der Gestalt des Samens, daher sie auch Matterkraut genannt wird.
 
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Das Schlangenholz, des -es, plur. inus. 1) Das Holz eines Gewächses auf der Insel Ceylon, welches bitter ist, eine den Schweiß treibende Kraft hat, und daher wider den Biß giftiger Thiere gebraucht wird; Ophioxylon L. 2) Das Holz eines andern Ostindischen Baumes, welcher eine Art der Krähenaugen ist; Strychnos Colubrina L. Seine Wurzel wird gleichfalls wider alle Arten des Giftes gebraucht, und in den Apotheken anstatt des folgenden wahren Schlangenholzes gegeben. 3) Dieses wahre Schlangenholz, welches doch unter dem Nahmen der Schlangenwurzel am bekanntesten ist, ist die holzige Wurzel eines Ostindischen Gewächses, welche als das kräftigste Mittel wider den Biß der Brillenschlange gebraucht wird; Ophiorhiza Mungos L.
 
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Der Schlangenknoblauch, des -es, plur. inus. in einigen Gegenden, ein Nahme des Graslauches, oder der Rocambole, Allium Scorodoprasum L.
 
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Das Schlangenkraut, des -es, plur. inus. 1) Eine Art des Arums, welches diesen Nahmen wegen des gescheckten, mit grünlichen oder dunkelrothen Flecken besetzten Stängels hat, welcher dem Rücken einer gesprengten Schlange gleicht; Arum Dracunculus L. Es ist in dem mittägigen Europa einheimisch. 2) Ein Nahme des Draguns; Artemisia Dracunculus L. 3) Auch des Bärlappens; Lycopodium clavatum L.

 

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