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Schlammfisch bis Schlampen (Bd. 3, Sp. 1503 bis 1504)
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Artikelverweis Der Schlammfisch, des -es, plur. die -e, eine allgemeine Benennung aller derjenigen Fische, welche sich gewöhnlich in dem Schlamme der Teiche und Bäche aufhalten; zum Unterschiede von den Raubfischen und Weide- oder Futterfischen.
 
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Der Schlämmgraben, des -s, plur. die -gräben, im Bergbaue, ein fast viereckter hölzerner Kasten, worin das Erz geschlämmet wird.
 
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Der Schlámmhrd, des -es, plur. die -e, eben daselbst, der Herd bey den Zwitterwerken, worauf der Schlammstein geschlämmet wird.
 
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Schlammig, -er, -ste, adj. et adv. Schlamm enthaltend, Schlammiges Wasser. Ein schlammiger Fluß. Schlammicht würde nur dem Schlamme ähnlich bedeuten.
 
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Die Schlammkrücke, plur. die -n, eine Krücke, den Schlamm damit wegzuschaffen. In den Salzkothen hat man dergleichen kleine Krücken von Blech mit einem Stiele, den Schlamm damit aus der Salzpfanne zu krücken. Teiche und Flüsse reiniget man mit weit größern Krücken, welche von Pferden gezogen, und auch Roßkrücken genannt werden.
 
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Die Schlammküste, plur. die -n, ein Nahme der Schlammkrücke im Bergbaue, so fern damit der Schlamm auf den Planherden und in den Schlammgräben auf und nieder gekühret wird. S. 1 Küste.
 
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Die Schlammpfanne, plur. die -n, Dimin. das Schlammpfännchen, in den Salzkothen, kleine, flache Pfannen, welche in die großen gesetzt werden, wenn das Salz anfängt zu körnen, damit der Schlamm sich hinein setze.
 
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Der Schlámmschlích, des -es, plur. doch nur von mehrern Arten, die -e, im Bergbaue, das gepochte und rein gewaschene Erz, der aus dem Schlämmen erhaltene Schlich.
 
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Der Schlammstein, das -es, plur. auch nur von mehrern Arten, die -e, eben daselbst, die geschlämmten, oder zum Schlämmen bestimmten Zinnzwitter.
 
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Das Schlammwêrk, des -es, plur. die -e, in einigen Gegenden, ein Nahme derjenigen Anstalt, wo man die in dem Schlamme der Füsse enthaltenen Goldkörner durch Schlämmen

[Bd. 3, Sp. 1504]


oder Waschen zu erhalten sucht; das Seifenwerk, die Goldwäsche.
 
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Schlampen, verb. reg. act. et neutr. welches im letztern Falle das Hülfswort haben bekommt, und eine Onomatopöie ist, wodurch eine doppelte Handlung mit ihrem eigenthümlichen Laute ausgedruckt wird. 1) Flüssige Dinge mit vollem Munde und ausgeschlagener Zunge hinein schlingen, in welchem Verstande es vornehmlich von den Hunden gebraucht wird. Daher die Schlampe oder das Geschlampe, eine Brühe für die Hunde, welche man sie ausschlampen läßt, und im verächtlichen Verstande, eine unreinlich zubereitete oder kraftlose wässerige Speise für Menschen. Der Form nach ist es das Intensivum von 2 schlämmen, und das Stammwort von dem schon dort angeführten Niedersäch. schlampampen, figürlich, schlämmen, prassen. Dem Latein. lambere fehlet nur das intensive sch. 2) Herab hängen und dabey schlotterig seyn, und auf eine solche Art, mit zerrissenen, beschmutzten Kleidern einher gehen; auch nur in den niedrigen Sprecharten. Schwedisch slampa. Daher die Schlampe, in den niedrigen Sprecharten, ein in ihrer Kleidung und Betragen liederliches Weibsbild, welches man mit einem andern Vocal auch eine Schlumpe nennet. Unser Lumpe und das Französ. Lambeau sind nahe damit verwandt. Nach einer andern Figur ist im gemeinen Leben schlampig Wetter kothiges, da man sich leicht beschlampet, oder im hohen Grade beschmutzet. S. Adelung Schlamm.

 

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