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2. Schlämmen bis Schlammpfanne (Bd. 3, Sp. 1502 bis 1503)
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Artikelverweis  2. Schlämmen, verb. reg. neutr. mit dem Hülfsworte haben, im Genusse der Speise und des Getränkes die Grenzen der Rothdurft auf eine grobe Art überschreiten, im Genuß der Speise und des Trankes im hohen Grade unmäßig und üppig seyn. Sey nicht ein Prasser und gewöhne dich nicht zum Schlemmen (Schlämmen,)

[Bd. 3, Sp. 1503]


Sir. 18, 32. Das Schlemmen der Pranger soll aufhören, Amos 6, 7.
   Ein berühmter Held im Fressen,
   Den das Schlämmen aufgeschwellt,
   Haged. So auch das Schlämmen.
   Anm. Im Nieders. slömmen, im Schwed. slemma, im Pohln. slammowac. Ohne Zweifel als eine Onomatopöie des Schlingens, welches so wie Schlund nur im Endlaute verschieden ist. Im gemeinen Leben einiger Gegenden ist auch das intensive schlampen, und im Niedersächsischen das durch Verdoppelung noch mehr verstärkte schlampampen üblich. S. Adelung Schlampen.
 
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1. Der Schlämmer, des -s, plur. ut nom. sing. von 1 schlämmen, derjenige, welcher schlämmet; besonders im Hüttenbaue, wo diejenigen Knaben diesen Nahmen führen, welche das Schlämmen des Erzes verrichten.
 
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2. Der Schlämmer, des -s, plur. ut nom. sing. Fämin. die Schlämmerinn, von 2 schlämmen, eine Person, welche schlämmet, bey welcher das Schlämmen zur Fertigkeit geworden ist. Nieders. Slömer, Schlampamper.
 
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Die Schlämmerēy, plur. die -en, von 2 schlämmen, das Schlämmen, ein hoher Grad der Unmäßigkeit und Üppigkeit im Genuß der Speise und des Getränkes.
   Weil er in Schlämmerey viel Geld und Gut verpraßt,
   Canitz. Schwed. Slemmeri, Isländ. Slaembi.
 
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Der Schlammfisch, des -es, plur. die -e, eine allgemeine Benennung aller derjenigen Fische, welche sich gewöhnlich in dem Schlamme der Teiche und Bäche aufhalten; zum Unterschiede von den Raubfischen und Weide- oder Futterfischen.
 
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Der Schlämmgraben, des -s, plur. die -gräben, im Bergbaue, ein fast viereckter hölzerner Kasten, worin das Erz geschlämmet wird.
 
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Der Schlámmhrd, des -es, plur. die -e, eben daselbst, der Herd bey den Zwitterwerken, worauf der Schlammstein geschlämmet wird.
 
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Schlammig, -er, -ste, adj. et adv. Schlamm enthaltend, Schlammiges Wasser. Ein schlammiger Fluß. Schlammicht würde nur dem Schlamme ähnlich bedeuten.
 
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Die Schlammkrücke, plur. die -n, eine Krücke, den Schlamm damit wegzuschaffen. In den Salzkothen hat man dergleichen kleine Krücken von Blech mit einem Stiele, den Schlamm damit aus der Salzpfanne zu krücken. Teiche und Flüsse reiniget man mit weit größern Krücken, welche von Pferden gezogen, und auch Roßkrücken genannt werden.
 
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Die Schlammküste, plur. die -n, ein Nahme der Schlammkrücke im Bergbaue, so fern damit der Schlamm auf den Planherden und in den Schlammgräben auf und nieder gekühret wird. S. 1 Küste.
 
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Die Schlammpfanne, plur. die -n, Dimin. das Schlammpfännchen, in den Salzkothen, kleine, flache Pfannen, welche in die großen gesetzt werden, wenn das Salz anfängt zu körnen, damit der Schlamm sich hinein setze.

 

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