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Schlagtaube bis 1. Schlämmen (Bd. 3, Sp. 1501 bis 1502)
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Artikelverweis Die Schlagtaube, plur. die -n, zahme Tauben, welche in Schlägen oder Taubenschlägen gehalten werden, zum Unterschiede von den wilden Tauben.
 
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Die Schlaguhr, S. Adelung Schlageuhr.
 
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Die Schlagwand, plur. die -wände, bey den Jägern und Vogelstellern, ein jedes Garn oder Netz, welches auf und nieder gezogen werden kann; von schlagen, fallen.
 
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Das Schlagwasser, des -s, plur. doch nur von mehrern Arten, ut nom. sing. ein geistiges Wasser wider den Schlagfluß, welches aus Rosmarinblüthen destilliret, und auch Ungarisches

[Bd. 3, Sp. 1502]


Wasser genannt wird, weil eine Königinn von Ungarn, Nahmens Elisabeth, es erfunden haben soll.
 
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Die Schlagweite, plur. die -n, in der Physik, die Weite, in welcher der elektrische Funken zu einem andern Körper übergehet.
 
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Die Schlagwêlle, plur. die -n, in der Seefahrt, Wellen, welche das stürmische Meer gegen einander und in die Höhe gegen das Schiff schlägt.
 
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† Der Schlǟks, des -es, plur. die -e, ein niedriges, nur in einigen gemeinen Sprecharten, z. B. in Pommern, übliches Wort, einen trägen, groben und dabey in seiner Kleidung und in seinem Betragen nachlässigen Menschen zu bezeichnen, den man auch wohl einen Schlingel zu nennen pflegt. Vermuthlich von schlägeln, lahm gehen, oder von dem Nieders. slack, schlaff, träge, indem die Trägheit und darin gegründete Nachlässigkeit der herrschende Begriff in diesem Worte ist. Dem Bremischen fast gleichbedeutenden Läks scheinet nur der intensive Zischlaut zu mangeln, ob es gleich von Laie und laicus abgeleitet wird.
 
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Der Schlamm, des -es, plur. doch nur von mehrern Arten, und auch hier nur im Bergbaue, die Schlämme. 1. Eine jede gepülverte und mit einem flüssigen Körper vermischte feste Substanz. In diesem Verstande wird besonders im Bergbaue das klein gepochte und aus den Planen gewaschene Erz so wohl Schlamm als Schlich, ingleichen Sumpfwerk genannt. 2) In engerer und gewöhnlicherer Bedeutung ist der Schlamm ein aus zarter Theilen eines festen Körpers mit einem flüssigen Körper vermischter Bodensatz, besonders eine mit Wasser vermischte Erde; dergleichen der Bodensatz der Flüsse, Teiche, Seen u. s. f. ist, und den man auch, besonders im Nieders. Moder, Modder nennet.
   Anm. In einigen Oberdeutschen Gegenden ist dafür auch Glumm üblich, welchem nur der Zischlaut mangelt, (S. dasselbe.) Schlamm, Schleim, Lehm, Limus, λυμος, u. s. f. sind genau verwandt, und drucken insgesammt die weiche, dicklich flüssige Beschaffenheit aus.
 
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Der Schlammbeißker, besser Schlammbeißer, des -s, plur. ut nom. sing. eine Art der Beißker, welche sich in den Schlamm der Teiche und Flüsse hinein wühlet, und daselbst ihren Aufenthalt hat; zum Unterschiede von dem Steinbeißer.
 
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Schlammen, verb. reg. neutr. mit haben, Schlamm geben oder verursachen.
 
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1. Schlämmen, verb. reg. act. 1) Von einem gepülverten Körper das zarte Pulver durch öfters aufgegossenes und abgeseihetes Wasser von dem gröbern absondern. Asche, Sand schlämmen. Geschlämmter Sand, die auf solche Art erhaltenen kleinsten Theile des Sandes. Auch das Schlämmen der Bergleute ist davon nicht unterschieden. Erz schlämmen, von den gepochten Gängen das gute Erz durch Wasser von dem tauben Gesteine absondern. Entweder zunächst von Schlamm, weil der gepülverte Körper hier mit Wasser in einen wahren Schlamm verwandelt wird; oder auch überhaupt, als eine Onomatopöie, mit Wasser hantieren, da denn Schlamm von diesem Zeitworte abstammen würde. Wenn die Mäurer eine Wand zum ersten Mahle weißen, so nennen sie es schlämmen.
   2) Von dem Schlamme reinigen, befreyen. Einen Teich schlämmen. In den Zusammensetzungen anschlämmen, verschlämmen, bedeutet es mit Schlamme anfüllen. Daher das Schlämmen, und, obgleich seltener, die Schlämmung.

 

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