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Schlagkraut bis Schlagschatz (Bd. 3, Sp. 1500 bis 1501)
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Artikelverweis Das Schlagkraut, des -es, plur. inus. eine Art des Gamanders, welche auf den Brachfeldern des wärmern Europa wohnet, und wider den Schlagfluß »Lähmung der Glieder und rheumatische Schmerzen gebraucht wird; Teucrum Chamaepithys, Erdpin, Erdkiefer, weil es wie Fichtenharz riechet, Feld-Cypresse.
 
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Die Schlag-Lauwine, S. Adelung Lauwine.
 
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Das Schlaglicht, des -es, plur. die -er, in der Mahlerey, ein lebhafter, geschickt angebrachter Lichtstrahl, um denjenigen Theil einer Figur hervor treten zu lassen, welcher dem einfallenden

[Bd. 3, Sp. 1501]


Sonnenlichte am stärksten ausgesetzet ist; Coup de Jour. Vermuthlich von Schlag, eine plötzliche, schnelle Bewegung. Siehe auch Schlagschatten.
 
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Das Schlagloth, des -es, plur. von mehrern Arten, die -e, bey den Gold- und Silberarbeitern, diejenige Masse, womit gelöthet wird, weil sie selbige erst zu dünnen Blechen schlagen; bey andern Metallarbeitern heißt sie nur das Loth schlechthin.
 
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Der Schlagnagel, des -s, plur. die -nägel, in den Schlageuhren und deren Schlagewerk, senkrechte Stifte an dem Heberade, welche den Hammer aufheben und wieder fallen lassen.
 
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Das Schlagnêtz, des -es, plur. die -e. 1) In dem Ballspiele, ein in einem Bügel eingefaßtes Netz mit einem Stiele, den Ball damit zu schlagen, wo es billig Schlagenetz heißen sollte; mit einem Französischen Ausdrucke die Raquete oder Rackete. 2) Ein aufgestelltes Netz, welches, wenn es berühret wird, nieder schlägt oder fällt, und das Thier fängt; das Fallnetz.
 
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Der Schlagpfahl, des -es, plur. die -pfähle, an den Gatterthüren der Hecken, Zäune u. s. f. der vordere Pfahl, woran die Thür anschlägt, und an welchem sie geschlossen wird; zum Unterschiede von dem Hängepfahle oder Heckpfahle.
 
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Das Schlagpulver, des -s, plur. doch nur von mehrern Arten, ut nom. sing. 1) (S. Adelung Schlaggold.) 2) Ein Pulver wider den Schlag oder Schlagfluß.
 
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Der Schlagrêgen, des -s, plur. ut nom. sing. ein heftiger Regen, wobey große Tropfen mit großer Heftigkeit und in großer Menge niederfallen; der Platzregen, beydes, wegen des schlagenden und platzenden Geräusches, welches ein solcher Regen macht.
 
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Der Schlagschatten, des -s, plur. ut nom. sing. in der Mahlerey, der stärkere Schatten eines Körpers, welcher in dem schwächern Schatten eines andern stehet, der ihn unmittelbar vor dem Sonnenscheine bedecket; Franz. l'Ombrage. In einem Walde z. B. stehen die Bäume im Schatten, der Rasen aber, welchen wir betreten, im Schlagschatten. Etwa so, wie Schlaglicht. S. dasselbe.
 
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Der Schlagschatz, oder Schlägschatz, S. Adelung Schlägeschatz.

 

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