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Schlagader bis Schlägefaul (Bd. 3, Sp. 1492)
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Artikelverweis Die Schlagader, plur. die -n, S. Adelung Pulsader.
 
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Der Schlagbalsam, des -es, plur. doch nur von mehrern Arten, die -e, ein Arzeneymittel wider den Schlag in Gestalt eines Balsames, welcher in einer Vermischung von Muskatennußöhl, Zimmetöhl, Nelkenöhl, Majoranöhl, Rosmarinöhl, Rautenöhl und Bernsteinöhl bestehet, wozu, wenn er vollkommen heißen soll, noch Bisam, Zibeth und Ambra gesetzt wird; Balsamum apoplecticum.
 
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Schlagbar, -er, -ste, adj. et adv. was geschlagen werden kann, doch nur in einigen Fällen des Zeitwortes. So ist im Forstwesen ein schlagbares Holz, eine mit Holz, bewachsene Gegend, welche mit Nutzen geschlagen werden kann; haubar. Ein schlagbarer Baum, welcher mit Nutzen gefället werden kann.
 
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Der Schlagbauer, des -s, plur. ut nom. sing. ein Bauer, d. i. Vogelhaus, mit einer oder mehrern Schlag- oder Fallthüren, Vögel darin zu fangen.
 
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Der Schlagbaum, des -es, plur. die -bäume. 1) Eigentlich, ein Baum oder starkes Holz an den Fallen der Raubthiere, welcher bey der geringsten Berührung dem Thiere auf den Hals schlägt und dasselbe fängt. 2) Ein um einen Punkt beweglicher Baum oder Balken, Wege, Thore u. s. f. damit für Pferde und Wagen zu versperren; der Sperrbaum. Er wird, wenn er sperren soll, entweder von oben nieder gezogen, oder auch in horizontaler Richtung gedrehet, welche letztere man an den Feldwegen anzubringen und auch nur Schläge schlechthin zu nennen pflegt.
 
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Der Schlagbohrer, des -s, plur. ut nom. sing. ein Eisen in Gestalt eines Hammers mit einer langen verstählten Spitze, auf welches man mit einem Hammer schläget, die Löcher zu den Haspen und Haken der Thüren damit zu machen.
 
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Die Schlagbrǖcke, plur. die -n, in einigen Gegenden ein Nahme der Zugbrücken, welche man auf und nieder lassen kann.
 
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Der Schlagbrunnen, des -s, plur. ut nom. sing. S. Adelung Fontanell 2.
 
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Die Schlage, plur. die -n, ein Werkzeug zum Schlagen, so wie Schlagel, welches nur im Endlaute unterschieden ist. So werden die großen Hämmer der Schlösser, welche mit beyden Händen geführet werden, Schlagen genannt, wohin die Vorschlage und Kreuzschlage gehören. Die Holzschlage, ein großer hölzerner Hammer, die Keile bey dem Holzspalten damit einzutreiben u. s. f. der Schlägel, Schwed. Slägga.
 
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Schlägebäuchig, adj. et adv. 1) Ein niedriges, nur in einigen Gegenden übliches Wort, welches indessen Opitz in einem sehr ernsthaften Zusammenhange gebraucht:
   Man wird nun nicht mehr schauen
   Der Tochter Zier Schmuck, wie Widder nach den Auen
   Ganz matt und hungrig sehn und schlägebäuchig ziehn; mit eingeschlagenen, d. i. eingefallenen, oder auch vor Hunger schlagenden Bäuchen. 2) Von den Pferden, S. Adelung Herzschlächtig.
 
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Schlägefaul, adj. et adv. gegen die Schläge abgehärtet; ein nicht überall bekanntes Wort.
   Ein Mensch, der öfters wird mit Prügeln übergangen,
   Wird endlich schlägefaul,
   Opitz.

 

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