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Schlaf-Mithridat bis Schlafsüchtig (Bd. 3, Sp. 1488)
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Artikelverweis Der Schlaf-Mithridat, des -es, plur. doch nur von mehrern Arten, die -e, in einigen Gegenden, ein absorbirendes Kinder-Pulver mit Mohnsyrup und Kornblumen-Conserve zu einer Latwerge vermischt, den Schlaf der Kinder zu befördern; Kinder-Latwerge.
 
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Das Schlafmittel, des -s, plur. ut nom. sing. ein jedes Mittel, den Schlaf zu befördern.
 
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Die Schlafmütze, plur. die -n, eine Mütze des männlichen Geschlechtes, darin zu schlafen; die Nachtmütze. Figürlich, eine träge, schläferige Person.
 
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Der Schlafratz, des -es, plur. die -e, ein Nahme des Murmelthieres, oder wohl auch der Haselmaus, welche beyde Thiere wegen ihres langen Winterschlafes bekannt sind; daher man auch wohl einen Menschen, der eine ungewöhnliche Begierde zum Schlafen hat, mit diesem Nahmen zu belegen pflegt. Siehe der Ratz.
 
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Schläfrig, S. Adelung Schläferig.
 
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Der Schlafrock, des -es, plur. die -röcke, eine Art langer, weiter aber leichter Kleidung in Gestalt eines Mantels mit Ärmeln, deren sich das männliche Geschlecht bey dem Schlafengehen zur Bequemlichkeit bedienet; der Schlafpelz, besonders wenn er mit Pelzwerk oder auf ähnliche Art zur Wärme gefüttert ist.
 
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Der Schlafsêssel, des -s, plur. ut nom. sing. ein bequemer Sessel, bey Tage darauf zu schlafen; der Schlafstuhl. Auch der Sopha ist von einigen Schlafsessel genannt worden.
 
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Die Schlafstêlle, plur. die -n, die Stelle, der Platz, wo man schläft.
 
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Die Schlafstube, plur. die -n, eine Stube, worin man schläft.
 
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Die Schlafsucht, plur. car. die ungeordnete und anhaltende Begierde unaufhörlich zu schlafen, besonders so fern sie die Folge einer körperlichen Krankheit ist. Auch wohl figürlich von einem hohen und anhaltenden Grade der Trägheit des Geistes, von einem hohen Grade des Mangels der Thätigkeit in dem Erkennungs- oder Begehrungsvermögen.
 
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Schlafsüchtig, -er, -ste, adj. et adv. mit der Schlafsucht behaftet, darin gegründet; so wohl eigentlich als figürlich.

 

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