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Schlaffheit bis Schlafkraut (Bd. 3, Sp. 1487 bis 1488)
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Artikelverweis Die Schlaffheit, plur. inus. die Eigenschaft, der Zustand eines Dinges, da es schlaff ist, so wohl im eigentlichen, als figürlichen Verstande. Schon Willeram gebraucht Slafheit für Trägheit, und Kero Slaffy für Unlust.
 
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Das Schlaffieber, des -s, plur. von mehrern Arten, ut nom. sing. ein Fieber, welches mit einer abwechselnden unnatürlichen Neigung zum Schlafe verbunden ist; Febris soporosa.
 
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Der Schlafgänger, des -s, plur. ut nom. sing. Fämin. die Schlafgängerinn, eine Person, welche im Schlafe herum gehet, und allerley Handlungen verrichtet; wofür doch das Wort Nachtwanderer üblicher ist.
 
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Das Schlafgêld, des -es, plur. doch nur von mehrern Summen, die -er, dasjenige Geld, welches man für die Übernachtung an einem Orte bezahlet, besonders in den Herbergen.
 
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Das Schlāfgemách, des -es, plur. die -gemcher, dasjenige Gemach, worin man schläfet; das Schlafzimmer.
 
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Der Schlafgesêll, des -en, plur. die -en, in der vertraulichen Sprechart, eine Person, welche mit einer andern in einem und eben demselben Bette schläft, von beyden Geschlechtern; der Schlaf-Camerad.
 
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Die Schlafhaube, plur. die -n, eine Haube des weiblichen Geschlechts, darin zu schlafen.

[Bd. 3, Sp. 1488]



 
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Das Schlafhaus, des -es, plur. die -häuser, in einigen Oberdeutschen Gegenden, eine Art Herbergen, in welchen Reisende für Bezahlung übernachten können.
 
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Die Schlafkammer, plur. die -n, eine Kammer, worin man schläft.
 
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Die Schlafkrankheit, plur. doch nur von mehrern Arten, die -en, S. Adelung Schlafsucht.
 
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Das Schlafkraut, des -es, plur. inus. in einigen Gegenden, ein Nahme des schwarzen Nachtschattens, Solanum nigrum L. In andern führet das Bilsenkraut, Hyoscyamus niger L. und in noch andern die Tollkirsche, Atropa Belladonna L. deren Beeren auch unter dem Nahmen der Schlafbeeren bekannt sind, diesen Nahmen; alle wegen ihrer betäubenden, Schlaf machenden Kraft.

 

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