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Peterbatzen bis S. Petersschlüssel (Bd. 3, Sp. 695 bis 697)
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Artikelverweis Der Peterbatzen, des -s, plur. ut nom. sing. Siehe das folgende.
 
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Der Petermann, des -es, plur. die -männer, Diminut. das Petermännchen. 1) Ein Kind, dessen Taufnahme Peter ist,

[Bd. 3, Sp. 696]


pflegt man im gemeinen Leben zuweilen Petermann zu nennen. Ehedem schrieben sich auch erwachsene Leute so, wie Diezmann für Dietrich. 2) Der Petersfisch, kommt in einigen Gegenden gleichfalls unter dem Nahmen des Petermannes und Petermännchens vor. 3) Eine Münze, auf welcher das Bild des Apostels Petri gepräget ist. In diesem Verstande ist ein Petermann oder großes Petermännchen, welches auch ein Peterbatzen heißt, eine Münze, welche im Tierischen 5. Kreuzer oder 3 gewöhnliche Petermännchen gilt. Ein Reichsthaler hält daselbst 18 große Petermännchen oder Peterbatzen, oder 54 gewöhnliche Petermännchen. In Aachen gilt ein Petermännchen 44/9 Pfennige. 4) Auch eine Art gemeinen Zeuges ist im gemeinen Leben unter dem Nahmen Petermann bekannt, welcher, wenn er gewallt würde, ein wirklicher Drognet seyn würde.
 
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Der Peterschierling, des -es, plur. inus. S. Adelung Petersilie.
 
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Der Pētersfisch, oder S. Peters-Fisch, des -es, plur. die -e, eine Art Meerfische, welcher einen platten und abhängigen Kopf, eine mit einer Querhaut gewölbte Oberlippe, und einen runden Schwanz hat; Zeus Faber L. In einigen Gegenden Petermann.
 
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Das Petersgericht, des -es, plur. die -e, ein Gericht, welches in der Grafschaft Henneberg alle Jahre um Petri Stuhlfeyer gehalten wird.
 
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Die Petersīlie, (fünfsylbig,) im gemeinen Leben Petersilje, plur. inus. eine Pflanze, deren weiße eßbare Wurzel einen angenehmen, süßlichen und gelinde gewürzhaften Geschmack hat; Apium Petroselinum L. im Oberd. Peterlein, Peterle, Peterling, im Niedersächs. nur Silk, im mittlern Lat. Petrisellum, im Französ. Persil, im Engl. Parsly, im Ital. Petroselino und verderbt Perasemelo, im Böhm. Petrzel, welche alle aus dem Latein. Petroselinum entlehnet sind, welchen dieses Gewächs schon bey dem Plinius führet. Im Deutschen wird es auch Garteneppich genannt. Es ist auf der Insel Sardinien einheimisch, von da es in unsere Gärten gebracht worden. Daher Petersilienwurzel, Petersiliensamen, Petersilienkraut, Petersilienfleisch, mit dem Kraute oder den Wurzeln der Petersilie gekochtes Fleisch, im Oberdeutschen Peterleinsfleisch u. s. f. Eine Art, welche bey uns an den Quellen wild wächset, und von welcher die Selleri eine veredelte Abart ist, wird wegen ihres starken Geruches auch stark riechende Petersilie, ingleichen Wasserpetersilie genannt; Apium graveolens L. welchen letztern Nahmen bey einigen auch der Wassereppich, Sium latifolium L. bekommt. Die Bergpetersilie ist eine Art des Vogelnestes, Athamanta Oreoselinum L. In einigen Gegenden heißt auch die Gleiße, Aethusa L. wilde Petersilie, Hundspetersilie und Petersilienschierling; so wie die Pastinake im Oberd. auch Wälsche Petersilie genannt wird. Von der letzten Hälfte des Wortes, S. Adelung Silge.
 
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Der Petersilienwein, des -es, plur. inus. eine Art Weinstöcke mit fünffachen Blättern, deren Blättchen wie das Kraut der Petersilie vielmahl gespalten sind; Vitis laciniosa L. Franz. Ciourat, Ciotat, Raiun d' Autriche.
 
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Der Peter-Simons-Wein, des -es, plur. doch nur von mehrern Arten, die -e, S. Adelung Bastard 2.
 
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Das Peterskorn, des -es, plur. inus. in einigen Gegenden, ein Nahme des wilden Dinkels oder Einkornes. In andern wird das mittlere Zittergras oder Liebesgras, Briza media L. Peterskorn genannt.
 
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Das Peterskraut, oder S. Peters-Kraut, des -es, plur. inus. 1) Ein Nahme des Glaskrautes, Parietaria L. siehe Glaskraut. 2) Des herbstlichen Löwenzahnes, Leontodon Autumnale L. 3) Einer Art Heckenkirschen mit geraden

[Bd. 3, Sp. 697]


Stamme und vielblümigen Stängeln, Lonicera symphoricarpos L. Engl. S. Peterswort.
 
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S. Adelung Petersschlüssel, plur. inus. im gemeinen Leben einiger Gegenden, ein Nahme der Schlüsselblumen, S. dieses Wort.

 

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