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Pêrlenwarze bis Pèrnife (Bd. 3, Sp. 690)
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Artikelverweis Die Pêrlenwarze, plur. die -n, kleine halbkugelichte Auswüchse in den Perlenmuscheln, welche größer als die eigentlichen Perlen sind, ihnen aber an Güte und Werthe nicht gleich kommen. Man verarbeitet sie zu Halsbändern und Ohrengehängen.
 
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Der Pêrlfísch, des -es, plur. die -e, eine in Österreich, besonders in dem Attersee, befindliche sehr schmackhafte Art Weißfische, welche daselbst auch der edle Weißfisch genannt wird. Er wird zuweilen vier Spannen lang, hat einen kurzen gedruckten Kopf, wie der Karpfen, und große Schuppen. Das Männchen ist im May über den ganzen Leib mit weißen harten Knöpfchen, wie mit Perlen besetzt, welche aber nach der Streichzeit wieder vergehen.
 
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Die Pêrlgêrste, plur. inus. S. Adelung Perlgraupe.
 
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Das Pêrlgras, des -es, plur. inus. ein gutes Futtergras, welches auf den unfruchtbaren Hügeln wächset; Melica L. Besonders die Melica ciliata, welche auch Hafergras genannt wird.
 
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Die Pêrlgraupe, plur. die -n, ganz rund gestampfte Graupen in Gestalt der Perlen; im Oberdeutschen Perlgerste, Gerste.
 
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Die Pêrlhirse, plur. inus. ein Nahme des officinellen Steinsamens, Lithospermum officinale L. auch Steinhirse genannt; welche Nahmen insgesammt von den vier eyförmigen Samenkörnern dieser Pflanze herrühren, welche der Hirse, ingleichen den Perlen gleichen, und so hart wie Stein sind.
 
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Das Pêrlhuhn, des -es, plur. die -hühner, eine Art Afrikanischer Hühner, welche von der Küste Guinea zu uns gebracht worden, und unsern zahmen Hühnern gleichen, nur daß sie einen unterwärts gebogenen Schwanz, einen harten Höcker auf dem Kopfe, und perlenfarbene Flecken und Puncte auf den schwarzen Federn haben; Meleagris L. Alector Guineensis Klein. Die Franzosen brachten sie im 14ten Jahrhunderte mit aus Guinea; indessen waren sie doch schon den Alten bekannt, indem Horaz und Juvenal, welche sie Aves afras nennen, ihrer als Seltenheiten gedenken. Perlhuhn fasset beyde Geschlechter in sich. Will man sie näher unterscheiden, so nennet man das männliche den Perlhahn und das weibliche die Perlhenne.
 
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Pêrlicht, adj. et adv. den Perlen ähnlich.
 
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Der Pêrllauch, des -es, plur. inus. eine noch ziemlich unbekannte Art des Lauches, welche aus vielen kleinen perlenförmigen und perlenfarbigen Zwiebeln bestehet, und aus den im Winter abgenommenen und im März gepflanzten kleinen Nebenschößlingen des Porree erzeuget wird. Er scheinet das Allium rotundum des Linnee zu seyn.
 
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Das Pêrlsalz, des -es, plur. inus. in der Chymie, Urinsalz vom zweyten Anschusse; vielleicht wegen einiger Ähnlichkeit in der Gestalt.
 
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Die Pèrnife, plur. die -n, der Schweizerische Nahme der Rothhuhnes, S. dieses Wort.

 

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