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Pergamếnt bis Perkān (Bd. 3, Sp. 686 bis 687)
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Artikelverweis Das Pergamếnt, des -es, plur. doch nur von mehrern Arten, die -e, eine auf besondere Art zugerichtete Thierhaut, wodurch dieselbe härter und steifer wird als Leder, und unter andern auch zum Schreiben gebraucht werden kann, zu welcher Absicht es auch zunächst erfunden worden. Schreibpergament, welches auf andere Art zugerichtet wird, als dasjenige, welches man zu den Schreibtafeln gebraucht, und worein die Bücher gebunden werden. Auf Pergament schreiben. Eine Handschrift, eine Urkunde auf Pergament. Ein in Pergament gebundenes Buch.
   Anm. Im Deutschen ehedem nur und im gemeinen Leben noch jetzt Pergamen, mit einem hellen e am Ende, im Nieders. Pergament, Pirment, bey andern ältern Schriftstellern Bermut, Permut, im Franz. Parchemin, im Ital. Pergamena, alle aus dem mittlern Lat. Pergamenum. Es ist eine alte Überlieferung, daß das Pergament auf Befehl eines der ehemahligen Könige zu Pergamos erfunden, oder vielleicht nur zum Schreiben bequemer zugerichtet worden, als die Ausfuhre des Ägyptischen Papieres in Ägypten verbothen worden, und daß es auch daher seinen Nahmen erhalten habe. Indessen kommt doch dieses Wort bey den ältern Lateinern nicht vor, als welche das Pergament Membranam nannten. Auch in den Monseeischen Glossen wird es durch Buochfell übersetzt, so wie Bokpell auch bey den ältern Schweden für Pergament vorkommt.

[Bd. 3, Sp. 687]



 
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1. Der Pêrgamêntband, des -es, plur. die -bände, der aus Pergament bestehende Band eines Buches.
 
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2. Das Pêrgamêntband, des -es, plur. die -bänder, ein Band von Pergament; besonders in der Anatomie, wo eine Art Bandadern oder Sehnen, welche dem Pergamente ähnlich sind, Pergamentbänder genannt werden, zum Unterschiede von den knorpelartigen und spannaderigen Bändern; Vincula membranacea.
 
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Pêrgamênten, adj. et adv. aus Pergament bereitet. Ein pergamentenes Futteral.
 
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Der Pêrgamênter, des -s, plur. ut nom. sing. ein Mann, dessen Beschäftigung darin bestehet, Pergament zu machen; der Pergamentmacher.
 
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Die Pêrgamêntform, plur. die -en, bey den Goldschlägern, ein aus einzelnen Pergamentblättern bestehendes Buch, die noch dicken Goldblätter darin anfänglich dünner zu schlagen; die Quetschform.
 
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Die Pêrgamênthaut, plur. die -häute, Diminut. das Pergamenthäutchen, Oberd. Pergamenthäutlein. 1) Eine zu Pergament zugerichtete Thierhaut. 2) Eine dem Pergamente ähnliche Haut; besonders in der Anatomie, wo es in den menschlichen und thierischen Körpern mehrere Pergamenthäutchen gibt.
 
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* Die Pêrge, plur. die -n, der Schweizerische Nahme der Kiefer, oder des Kienbaumes, welcher aus Fohre verderbt ist, S. 2 Fohre.
 
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Die Periōde, plur. die -n, aus dem Griech. und Lat. periodus. 1) In der Wohlredenheit, ein Theil einer Rede, welcher aus mehrern unter einander verbundenen Haupt- und Nebensätzen bestehet, und mit einem Puncte geschlossen wird, ein bis zu einer gewissen Länge erweiterter Hauptsatz. 2) Ein Theil der Zeit von bestimmter Dauer; ein Zeitraum.
 
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Periōdisch, adj. et adv. in der zweyten Bedeutung des vorigen Wortes, nach bestimmten Zeiträumen erscheinend. Periodische Zufälle einer Krankheit. Eine periodische Schrift, eine Zeitschrift.
 
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Der Perkān, S. Adelung Berkan.

 

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