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Pếndul bis Pêrgamêntform (Bd. 3, Sp. 686 bis 687)
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Artikelverweis Das Pếndul, des -s, plur. ut nom. sing. aus dem Latein. Pendulum, in der Mechanik, ein schwerer Körper, welcher so aufgehänget worden, daß er an dem einen Ende um einen festen Punct beweglich ist, und sich wechselsweise hin und her bewegen, d. i. Schwingungen machen, kann. In engerer Bedeutung ist es eine lange und dünne stählerne Stange an einer Uhr, welche an dem einen Ende eine bauchige mit Bley ausgefüllte Linse hat, an dem andern Ende aber auf die jetzt gedachte Art beweglich ist; der Perpendikel, statt der ehemahligen Unruhe. Daher die Pendul-Uhr, eine mit einem solchen Pendul versehene Uhr, die Perpendikel-Uhr; zum Unterschiede von den Federuhren.
 
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Das und der Pênnāl, des -es, plur. die -e, Diminut. das Pennälchen. 1) Das Pennal, ein cylinderförmiges Behältniß, die Schreibfedern darin bey sich zu tragen, aus dem spätern Lat. Pennale, wofür man auch Pennaculum findet; ehedem Federköcher. 2) Figürlich, und im männlichen Geschlechte wurde ehedem auf den Universitäten ein neu angekommener Student in dem ersten Jahre seines akademischen Aufenthaltes ein Pennal genannt, weil er den ältern Studenten das Pennal nachtragen, oder es ihnen zu Dienste in Bereitschaft halten mußte. S. Adelung Fuchs, welchen Nahmen ein solcher angehender Student gleichfalls bekam.
 
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Der Pênsel, S. Adelung Pinsel.
 
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Die Peonie, S. Adelung Päonie.
 
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Perdútz, ein in den gemeinen Sprecharten, besonders Niedersachsens, übliches unabänderliches Wort, einen plötzlichen Fall nachzuahmen oder anzukündigen. Perdutz! da fiel er hin. Perdutz! da lag es. Im Lettischen hat man das Zeitwort pardauzu, ich schlage nieder, falle plötzlich nieder, und im Alt-Preußischen ist Spardaus ich schlage zusammen.
 
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Das Pergamếnt, des -es, plur. doch nur von mehrern Arten, die -e, eine auf besondere Art zugerichtete Thierhaut, wodurch dieselbe härter und steifer wird als Leder, und unter andern auch zum Schreiben gebraucht werden kann, zu welcher Absicht es auch zunächst erfunden worden. Schreibpergament, welches auf andere Art zugerichtet wird, als dasjenige, welches man zu den Schreibtafeln gebraucht, und worein die Bücher gebunden werden. Auf Pergament schreiben. Eine Handschrift, eine Urkunde auf Pergament. Ein in Pergament gebundenes Buch.
   Anm. Im Deutschen ehedem nur und im gemeinen Leben noch jetzt Pergamen, mit einem hellen e am Ende, im Nieders. Pergament, Pirment, bey andern ältern Schriftstellern Bermut, Permut, im Franz. Parchemin, im Ital. Pergamena, alle aus dem mittlern Lat. Pergamenum. Es ist eine alte Überlieferung, daß das Pergament auf Befehl eines der ehemahligen Könige zu Pergamos erfunden, oder vielleicht nur zum Schreiben bequemer zugerichtet worden, als die Ausfuhre des Ägyptischen Papieres in Ägypten verbothen worden, und daß es auch daher seinen Nahmen erhalten habe. Indessen kommt doch dieses Wort bey den ältern Lateinern nicht vor, als welche das Pergament Membranam nannten. Auch in den Monseeischen Glossen wird es durch Buochfell übersetzt, so wie Bokpell auch bey den ältern Schweden für Pergament vorkommt.

[Bd. 3, Sp. 687]



 
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1. Der Pêrgamêntband, des -es, plur. die -bände, der aus Pergament bestehende Band eines Buches.
 
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2. Das Pêrgamêntband, des -es, plur. die -bänder, ein Band von Pergament; besonders in der Anatomie, wo eine Art Bandadern oder Sehnen, welche dem Pergamente ähnlich sind, Pergamentbänder genannt werden, zum Unterschiede von den knorpelartigen und spannaderigen Bändern; Vincula membranacea.
 
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Pêrgamênten, adj. et adv. aus Pergament bereitet. Ein pergamentenes Futteral.
 
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Der Pêrgamênter, des -s, plur. ut nom. sing. ein Mann, dessen Beschäftigung darin bestehet, Pergament zu machen; der Pergamentmacher.
 
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Die Pêrgamêntform, plur. die -en, bey den Goldschlägern, ein aus einzelnen Pergamentblättern bestehendes Buch, die noch dicken Goldblätter darin anfänglich dünner zu schlagen; die Quetschform.

 

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