Wörterbuchnetz
Grammatisch-Kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart Bibliographische AngabenLogo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf
 
Pêlzicht bis Pếndul (Bd. 3, Sp. 685 bis 686)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis  Pêlzicht, -er, -ste, adj. et adv. einem Pelze, d. i. einer zähen, dicken Haut, ähnlich. S. Adelung Pelz 2 1). Pelzichte (lederhafte, zähe) Birnen. Pelzig würde bedeuten voller Pelz.
 
Artikelverweis 
Der Pelzkamm, des -es, plur. die -kämme, bey den Kürschnern, ein eiserner Kamm, das Pelzwerk damit zu kämmen und zu reinigen.
 
Artikelverweis 
Der Pêlzkragen, des -s, plur. die -krägen, ein Kragen von Pelzwerk oder Rauchwerk.
 
Artikelverweis 
Das Pêlzmèsser, des -s, plur. ut nom. sing. bey den Gärtnern einiger Gegenden, ein Messer, damit zu pelzen, d. i. zu pfropfen; das Pfropfmesser.
 
Artikelverweis 
Die Pêlzmütze, plur. die -n, eine von außen und innen mit Pelzwerk besetzte Mütze.
 
Artikelverweis 
Das Pêlzreis, des -es, plur. die -er, bey den Oberdeutschen Gärtnern, dasjenige Reis, welches gepelzt oder gepfropft werden soll; das Pfropfreis.
 
Artikelverweis 
Der Pêlzsammt, des -es, plur. doch nur von mehrern Arten, die -e, eine Art langhaarigen Sammtes, welcher statt des Pelzwerkes unter die Kleider gefüttert wird; mit einem ausländischen Worte Felbel. S. dasselbe.
 
Artikelverweis 
Die Pêlzschule, plur. die -n, bey den Gärtnern einiger Gegenden, ein Baumschule von gepelzten, d. i. gepfropften, Bäumen,

[Bd. 3, Sp. 686]


die Pfropfschule; zum Unterschiede von der Stein- und Kernschule.
 
Artikelverweis 
Das Pêlzwachs, des -es, plur. inus. eben daselbst, dasjenige Wachs, womit die durch das Pelzen verursachte Wunde an dem Baume wieder verbunden wird; das Baumwachs, Pfropfwachs.
 
Artikelverweis 
Das Pêlzwêrk, des -es, plur. doch nur von mehrern Arten, die -e, ein Collectivum, mit Beybehaltung der Haare gegerbte Thierhäute, und daraus bereitete Kleidungsstücke; alles Pelzwerk sollt ihr entsünden, 4 Mos. 31, 20. Nieders. Pelterije.
 
Artikelverweis 
Das Pếndul, des -s, plur. ut nom. sing. aus dem Latein. Pendulum, in der Mechanik, ein schwerer Körper, welcher so aufgehänget worden, daß er an dem einen Ende um einen festen Punct beweglich ist, und sich wechselsweise hin und her bewegen, d. i. Schwingungen machen, kann. In engerer Bedeutung ist es eine lange und dünne stählerne Stange an einer Uhr, welche an dem einen Ende eine bauchige mit Bley ausgefüllte Linse hat, an dem andern Ende aber auf die jetzt gedachte Art beweglich ist; der Perpendikel, statt der ehemahligen Unruhe. Daher die Pendul-Uhr, eine mit einem solchen Pendul versehene Uhr, die Perpendikel-Uhr; zum Unterschiede von den Federuhren.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort: