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Pếchkappe bis Pếchöhl (Bd. 3, Sp. 679 bis 680)
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Artikelverweis Die Pếchkappe, plur. die -n, S. Adelung Pechhaube und Pechmütze.
 
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Die Pếchkêrze, plur. die -n, eine aus dem schwarzen Unschlitte, welches zuletzt aus den Grieben gebrannt, und zuweilen auch Pech genannt wird, gezogene Kerze, welche zu geringen häuslichen Verrichtungen gebraucht wird; das Pechlicht.
 
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Die Pếchkohle, plur. die -n, eine Art Steinkohlen, welche fett und fest sind, dem Peche gleichen, und einen groben Schwefel, nebst einer reinern Thonerde enthalten, Schmiedekohlen, weil sie vor andern zur Schmiedearbeit gebraucht werden, Glanzkohlen, weil sie auf dem Bruche glänzen, Fettkohlen, Harzkohlen; zum Unterschiede von den schlechtern Dach- oder Schieferkohlen.
 
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Der Pếchkranz, des -es, plur. die -kränze, aus brennbaren Materien geflochtene und mit Pech und Harz überzogene Kränze, welche man des Nachts in eisernen Pfannen zur Erleuchtung anzuzünden pflegt. Man bedienet sich ihrer auch im Kriege, Häuser und Gebäude damit anzuzünden.
 
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Die Pếchkrücke, plur. die -n, eine hölzerne Krücke, womit die Böttcher bey dem Auspichen der Fässer das brennende Pech in dem Fasse verbreiten.
 
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Die Pếchkugel, plur. die -n, bey den Goldarbeitern, ein runder Pechklumpen auf einer metallenen oder eisernen Halbkugel, die getriebene Arbeit darauf zu verfertigen; der Pechklumpen, das Treibepech.
 
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Der Pếchler, des -s, plur. ut nom. sing. S. Adelung Pechbrenner.
 
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Die Pếchmütze, plur. die -n, S. Adelung Pechhaube. Auch die kleinen schwarzen Mützen, welche man vor Einführung der Perrücken unter dem Huthe trug, wurden, vielleicht wegen ihrer schwarzen Farbe, Pechmützen und Pechkappen genannt.
 
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Die Pếchnêlke, plur. die -n, eine Art wilder Nelken, welche auf den trocknen Wiesen des mitternächtigen Europa wächset; Lychnis viscaria L.

[Bd. 3, Sp. 680]



 
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Der Pếchofen, des -s, plur. die -öfen, ein viereckiger Ofen in der Pechhütte, in welchem das Harz in besondern Töpfen zu Pech gebrannt wird.
 
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Das Pếchöhl, des -es, plur. doch nur von mehrern Arten oder Quantitäten, die -e, ein Öhl, welches mit Wein aus dem Peche destilliret, und für ein wirksames Mittel in den Krankheiten der Nerven und Gelenke gehalten wird.

 

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