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Pavīe bis Pếchfackel (Bd. 3, Sp. 678 bis 679)
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Artikelverweis Die Pavīe, plur. die -n, bey den Gärtnern, ein aus dem Franz. Pavie entlehnter Nahme der rauchen Pfirschen, bey welchen der Kern am Fleische fest sitzet.
 
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Der Pāvillon, (sprich Pawilljong,) des -s, plur. die -s, aus dem Franz. Pavillon, ein Dach, welches von allen vier Seiten gegen die Mitte zu spitzig zusammen läuft, und ein mit einem solchen Dache versehenes Gebäude. Ferner ein Zelt mit einem stumpfen Dache, und ein ähnlicher Himmel über ein Bett. Ingleichen ein Sommerhaus mit einem runden Dache, in Gestalt eines Gezeltes. Dieses Wort ist schon in den mittlern Zeiten aus dem Französischen entlehnet, aber auch häufig in Paulun verstellet worden, wovon Frisch einige Beyspiele aus Niedersächsischen Schriftstellern anführet. Bey andern kommt dafür Bawelin vor; alle in der Bedeutung eines Thronhimmels.
 
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Das Pêch, des -es, plur. doch nur von mehrern Arten oder Quantitäten, die -e, ein festes Harz, welches, wenn man es angreift, an den Fingern klebet, S. Adelung Bergpech und Judenpech. In engerer und gewöhnlicherer Bedeutung, ein geläutertes und bis zu einer gewissen Consistenz eingesottenes Fichten- oder Kieferharz, welches schwarzbraun von Farbe und fester als der Theer ist. Das Waldpech, welches auch nur das Pech schlechthin genannt wird, und das Pech ist, so wie es in dem Walde aus dem Harze geläutert oder aus den Kienstöcken gebrannt wird, zum Unterschiede von dem Schusterpeche, welches aus Harz und Talg bestehet. Ein Bier lieget auf Pech, wenn es in ausgepichten Fässern aufbehalten wird. Sprichw. wer Pech angreift, besudelt sich, welches schon Sir. 13, 1 vorkommt. Ehedem pflegte man auch das Harz selbst, noch ehe es gesotten worden, Pech zu nennen, S. Pechrinne, Pechholz u. s. f.
   Anm. Schon bey dem Ottfried Beh, im Schwabenspiegel dag Bech, im Nieders. dat Pick, im Angels. Pic, im Engl. Pitch, im Wallis. Pyg, im Dän. Beeg, im Schwed. Beck, im Isländ. Bik, im Bretagnischen Pec, im Franz. Poix, im Ital. Peccia, Pece, Pegola, im Lat. Pix, im Griech. πισσα, πιττα, im Slavon. Pekal. Es stammet von dicken, backen, ab, welche noch im gemeinen Leben üblich sind, und kleben bedeuten, wegen der kleberigen Eigenschaft des Peches. Bey dem Ottfried bedeutet Beche die Dunkelheit, Schwärze, Finsterniß, wo es aber auch von einem andern Stamme seyn kann. S. Adelung Pechschwarz. In einigen obgleich wenigen Gegenden ist es männlichen Geschlechtes, der Pech.
 
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Der Pếchbaum, des -es, plur. die -bäume, in einigen Gegenden ein Nahme der gemeinen Kiefer, Pinus sylvestris Cram. welche auch Kienbaum und Fohre genannt wird, aber mit der Pechtanne nicht verwechselt werden muß.
 
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Die Pếchblènde, plur. doch nur von mehrern Arten, die -n, im Bergbaue und in der Mineralogie, eine schwarze Blende mit klaren und dünnen Blättern; zum Unterschiede von der grobblätterigen Hornblende. Beyde halten Zink, zuweilen auch Silber.
 
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Der Pếchbrênner, des -s, plur. ut nom. sing. derjenige, dessen vornehmste Beschäftigung darin bestehet, Pech aus dem Harze oder den Kienstöcken zu brennen; der Pechhauer, im Oberd. Pechler, Pecher, Pecherer. S. auch Harzscharrer.
 
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Der Pếchdraht, des -es, plur. von mehrern Arten, die -e, mehrere zusammen gedrehte und mit Schusterpech bestrichene Fäden, so wie sich die Schuster ihrer zum Nähen bedienen; Niedersächs. Pekedraht.
 
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Pếchen, verb. reg. act. 1) Pech brennen, Pech machen; im Oberd. picheln. Auch das Abscharren des Harzes um Pech daraus zu brennen, wird zuweilen pechen genannt. 2) Mit Pech bestreichen oder überziehen; wofür doch pichen üblicher ist.

[Bd. 3, Sp. 679]



 
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Der Pếcher, des -s, plur. ut nom. sing. S. Adelung Pechbrenner und Harzscharrer.
 
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Das Pếchêrz, des -es, plur. doch nur von mehrern Arten, die -e, im Bergbaue, ein schwarzes, glänzendes Kupfererz, welches dem Peche, oder einer Schlacke ähnlich siehet, und ein mit Schwefel und Eisen vererztes Kupfer ist. Das poröse Pecherz wird im Harze Kupferknoten genannt.
 
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Die Pếchfackel, plur. die -n, eine mit Harz, Pech und Wachs überzogene Fackel, welche außer sechs Strickdochten auch noch ein Kienholz in der Mitte hat; zum Unterschiede von den Wachsfackeln.

 

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