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Paukenwêrk bis Pausiren (Bd. 3, Sp. 676 bis 677)
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Artikelverweis * Das Paukenwêrk, des -es, plur. inus. ein ungewöhnliches nur Ezech. 28, 13 befindliches Wort, alles zur Schlagung der Pauken nöthige Geräth zu bezeichnen.
 
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Der Pauker, des -s, plur. ut nom. sing. derjenige, welcher die Pauken nach der Kunst zu schlagen weiß, und dessen Amt es ist, sie zu schlagen; in einem alten Vocabulario von 1477 der Buckeler.
 
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Der Pausback, S. Adelung Bausback.
 
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Der Pausch, oder die Pausche, S. Adelung Bausch.
 
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Der Päuschel, des -s, plur. ut nom. sing. ein nur im Bergbaue übliches Wort, einen schweren Hammer von oft 30 bis 40 Pfund zu bezeichnen, welcher bey dem harten Gesteine gebraucht wird. Der Ortpäuschel, so fern der Bergmann denselben vor Ort gebraucht. Von dem folgenden Zeitworte pauschen, schlagen, und der Ableitungssylbe -el, ein Werkzeug. In einigen Gegenden heißt er der Pauschschlägel.
 
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1. Pauschen, aufschwellen, S. Adelung Bauschen.
 
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2. Pauschen, verb. reg. act. welches schlagen bedeutet, aber nur noch am häufigsten im Bergbaue üblich ist. Erz pauschen, oder päuschen, es zerschlagen, zersetzen. Die Schlacken pauschen, sie klein schlagen. Figürlich ist pauschen daselbst auch zuweilen so viel als schmelzen, ausschmelzen. Ausgepauschte Schlacken, welche schon mehrmahls durchgesetzt, d. i. ausgeschmelzet worden, so daß kein Gehalt mehr darin ist. Es ist gleichfalls eine Nachahmung eines Schalles, von welchem patschen einen stärkern härtern Grad ausdruckt. In der Bedeutung des Schmelzens, worin es mit dem Wendischen puschczu und pausstjeti, ausdrucken, auslassen, überein kommt, ist es ohne Zweifel eine Figur der ersten Bedeutung, indem die Zeitwörter schlagen und durchschlagen in ähnlichen Fällen gebraucht werden.

[Bd. 3, Sp. 677]



 
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Der Pauscht, bey den Papiermachern, S. Adelung Buscht.
 
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Die Pause, plur. die -n, die Unterbrechung einer Veränderung, das Aufhören, der Stillstand in derselben; in welchem Verstande es zunächst in der Musik gebraucht wird, den Verzug in der Musik und dessen Zeichen auszudrucken. In weiterer Bedeutung aber auch von einer jeden Unterbrechung einer Veränderung und der Zeit, welche sie dauert.
   Mir ward die Pause selbst zu lang,
   Drum förderte ich meinen Gang,
   Michal. Anm. Schon bey dem Hornegk Paws, im Nieders. Paus, wo auch pausen aufhören, auf eine Zeit lang aufhören, ist. Es ist allem Ansehen nach ein alter Seitenverwandter von dem Lat. Pausa, Griech. Παυσις, Franz. Repos, weil die gemeinen Mundarten dieses Wort noch in einem weitern Umfange der Bedeutung haben, als die Hochdeutsche. Das Nieders. Poos und Pose bedeutet eine jede unterbrochene Dauer. Bey Posen, mit Absätzen, mit Zwischenzeiten. Daher auch der Paroxismus einer Krankheit daselbst Pose genannt wird. Eben so ist im Bergbaue Pose, Puse, Buse, Buße, eine Arbeit, welche nicht ununterbrochen, sondern nur ruckweise, mit verschiedenen Zwischenzeiten getrieben wird. Auch ein Theil der Schicht wird daselbst Bose genannt, deren gemeiniglich drey, zuweilen aber auch nur zwey auf eine Schicht gerechnet werden. Frisch lässet es in diesem Verstande von dem Nieders. verpusten, verschnaufen, von der Arbeit ausruhen, abstammen. Allein unser Pause hat einen nähern Anspruch darauf. Vermuthlich gehöret such das Meklenburgische, mit jemanden peuß seyn, ausgesöhnet seyn, hierher. S. Adelung Pausiren.
 
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Pausen, aufschwellen, S. Adelung Bausen.
 
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Pausiren, verb. reg. neutr. welches das Hülfswort haben erfordert, und erst in den neuern Zeiten aus dem Ital. pausare, oder dem mittlern Lat. pausare entlehnet ist, eine Zeit lang aufhören eine Handlung zu verrichten. Besonders in der Musik, eine Zeit lang schweigen. Die ältern Deutschen gebrauchten dafür das nun veraltete pausen.

 

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