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Pathenzêttel bis 1. Die Patrólle (Bd. 3, Sp. 672 bis 673)
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Artikelverweis Der Pathenzêttel, des -s, plur. ut nom. sing. ein geschriebener, oder auch mit Sinnbildern ausgezierter, in Kupfer gestochener und illuminirter Zettel, worein die Pathen das Pathengeld zu wickeln pflegen; im gemeinen Leben auch der Pathenbrief.
 
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Pathētisch, -er, -te, adj. et adv. eine starke Leidenschaft verrathend und darin gegründet. Aus dem Griech. παθος, eine jede starke Leidenschaft.
 
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Der Pátiếnt, (sprich Pazient,) des -en, plur. die -en, Fämin. die Patientinn, aus dem Lat. patiens, ein im gemeinen Leben sehr üblicher Ausdruck, einen Kranken zu bezeichnen.
 
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Der Patriárch, des -en, plur. die -en, aus dem Griech. und Lat. Patriarcha, eigentlich ein alter Vater, von πατρ und αρχαιος. 1) Ein noch sehr üblicher Ausdruck, die Stammväter der Familien vor der Sündfluth und kurz nach derselben, bis auf den Ausgang der Israeliten aus Ägypten, zu bezeichnen, weil sie gemeiniglich ein sehr hohes Alter erreichten; ein Erzvater, siehe dieses Wort. 2) In der christlichen Kirche ward dieses Wort sehr frühe ein Ehrentitel der vornehmsten Geistlichen, welche mehrere Erzbischöfe und Bischöfe unter sich hatten, oder den Geistlichen eines großen weitläuftigen Landes vorstanden. In diesem Verstande gibt es in den morgenländischen Kirchen noch jetzt Patriarchen. In der abendländischen Kirche bekamen zuweilen die Primaten den Titel der Patriarchen, ja oft wurde er auch nur gewissen Erzbischöfen ertheilet, ohne daß sie dadurch einige Gewalt über andere Erzbischöfe erhalten hätten.
 
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Patriarchālisch, adj. et adv. dem Patriarchen ähnlich, ihm gehörig, in dessen Würde gegründet, in beyden Bedeutungen des vorigen Wortes; wofür von einigen auch patriarchisch gebraucht wird.
 
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Das Patriarchāt, des -es, plur. die -e, aus dem mittlern Lat. Patriarchatus, die Würde, die Stelle eines Patriarchen, in der zweyten Bedeutung. Ingleichen dessen geistliches Gebieth, dessen Kirchsprengel.
 
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Die Patrice, S. Adelung Patrize.
 
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Der Patriōt, des -en, plur. die -en. 1) In der engsten Bedeutung, eine Person, welche das allgemeine Beste auch zum Nachtheile ihres eigenen Besten befördert, welche die allgemeine Wohlfahrt ihrer eigenen vorziehet. 2) In weiterer Bedeutung wird dieses Wort oft sehr gemißbraucht, indem man schon einen jeden, welcher eine parteyische oder auf Nebenumstände gegründete Liebe für sein Vaterland oder seinen Wohnort blicken lässet, und dessen auch parteyische Liebe gemeiniglich nur auf der Zunge wohnet, oder welcher gar seinen eigenen Vortheil unter dem Scheine des allgemeinen Besten sucht, einen Patrioten zu nennen pflegt. Es ist aus dem mittlern Lat. Patriota, welches eigentlich einen Eingebornen eines Landes bedeutet. Man hat statt dieses fremden Wortes das veraltete Biedermann vorgeschlagen, welches aber dessen Begriff in keiner von beyden Bedeutungen erschöpfet.
 
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Patriōtisch, -er, -te, adj. et adv. einem Patrioten ähnlich, gleich, in dessen eigenthümlichen Art zu denken und zu handeln gegründet; in beyden Bedeutungen des Hauptwortes.
 
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Die Patrīze, plur die -n, aus dem Latein. Patrix, bey den Schriftgießern, der links in Stahl geschnittene Buchstab, welcher

[Bd. 3, Sp. 673]


hierauf in Kupfer geschlagen wird, und dadurch die Matrize bildet. S. Adelung Patrone.
 
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1. Die Patrólle, plur. die -n, das zierliche mit einem Quaste versehene Band an der Trompete; ein aus dem Franz. Banderol verstümmeltes Wort.

 

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