Wörterbuchnetz
Grammatisch-Kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart Bibliographische AngabenLogo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf
 
Pathenbrief bis Patrice (Bd. 3, Sp. 671 bis 672)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Der Pathenbrief, S. Adelung Pathenzettel.
 
Artikelverweis 
Das Pathengêld, des -es, plur. doch nur von mehrern Summen, die -er, ein Pathengeschenk an Gelde; der Pathenpfennig, im mittlern Lat. Filiolagium, Filiolaticum, Filiatus, Nieders. Vaddernpenning, Hannöv. Vaddernknutte, von Knudde,

[Bd. 3, Sp. 672]


ein Knoten, weil gemeine Leute es in den Zipfel des Schnupftuches einzuknüpfen pflegen.
 
Artikelverweis 
Das Pathengeschênk, des -es, plur. die -e, dasjenige Geschenk, welches die Pathen dem Täuflinge bey der Taufe oder gleich nach derselben zu machen, oder wie man sagt, einzubinden pflegen.
 
Artikelverweis 
Der Pathenpfênnig, des -es, plur. doch nur von mehrern Summen, die -e, S. Adelung Pathengeld.
 
Artikelverweis 
Der Pathenzêttel, des -s, plur. ut nom. sing. ein geschriebener, oder auch mit Sinnbildern ausgezierter, in Kupfer gestochener und illuminirter Zettel, worein die Pathen das Pathengeld zu wickeln pflegen; im gemeinen Leben auch der Pathenbrief.
 
Artikelverweis 
Pathētisch, -er, -te, adj. et adv. eine starke Leidenschaft verrathend und darin gegründet. Aus dem Griech. παθος, eine jede starke Leidenschaft.
 
Artikelverweis 
Der Pátiếnt, (sprich Pazient,) des -en, plur. die -en, Fämin. die Patientinn, aus dem Lat. patiens, ein im gemeinen Leben sehr üblicher Ausdruck, einen Kranken zu bezeichnen.
 
Artikelverweis 
Der Patriárch, des -en, plur. die -en, aus dem Griech. und Lat. Patriarcha, eigentlich ein alter Vater, von πατρ und αρχαιος. 1) Ein noch sehr üblicher Ausdruck, die Stammväter der Familien vor der Sündfluth und kurz nach derselben, bis auf den Ausgang der Israeliten aus Ägypten, zu bezeichnen, weil sie gemeiniglich ein sehr hohes Alter erreichten; ein Erzvater, siehe dieses Wort. 2) In der christlichen Kirche ward dieses Wort sehr frühe ein Ehrentitel der vornehmsten Geistlichen, welche mehrere Erzbischöfe und Bischöfe unter sich hatten, oder den Geistlichen eines großen weitläuftigen Landes vorstanden. In diesem Verstande gibt es in den morgenländischen Kirchen noch jetzt Patriarchen. In der abendländischen Kirche bekamen zuweilen die Primaten den Titel der Patriarchen, ja oft wurde er auch nur gewissen Erzbischöfen ertheilet, ohne daß sie dadurch einige Gewalt über andere Erzbischöfe erhalten hätten.
 
Artikelverweis 
Patriarchālisch, adj. et adv. dem Patriarchen ähnlich, ihm gehörig, in dessen Würde gegründet, in beyden Bedeutungen des vorigen Wortes; wofür von einigen auch patriarchisch gebraucht wird.
 
Artikelverweis 
Das Patriarchāt, des -es, plur. die -e, aus dem mittlern Lat. Patriarchatus, die Würde, die Stelle eines Patriarchen, in der zweyten Bedeutung. Ingleichen dessen geistliches Gebieth, dessen Kirchsprengel.
 
Artikelverweis 
Die Patrice, S. Adelung Patrize.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort: