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Parasóll bis Parmesān-Käse (Bd. 3, Sp. 658)
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Artikelverweis Das Parasóll, des -es, plur. die -e, aus dem Franz. Parasol und Ital. Parasole, ein Sonnenschirm.
 
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Die Parce, oder Parze, plur. die -n, in der Mythologie der Griechen und Römer, drey Göttinnen, welche dem Leben der Menschen vorstanden, dessen Lebensfaden spannen, und Klotho, Lachesis und Atropos hießen; wovon die erste den Faden drehete, die zweyte die Spindel hielt, und die letzte ihn abschnitt. Nur Unverständige haben den Nahmen Parce aus dem Latein. parcere ableiten können. Die Römer bekamen ihn von den Griechen, diese aber aus dem Morgenlande, wo im Arabischen pharaka, im Hebräischen und Chaldäischen aber barak, trennen, brechen, abschneiden ist.
 
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Der Párchent, oder Parchet, S. Adelung Barchent.
 
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Der Pardel, oder Parder, S. Adelung Panther. Der Nahme ist morgenländischen Ursprunges, indem dieses Thier auch im Persischen Par genannt wird.
 
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Der Pardōn, des -es, plur. die -e, ein aus dem Franz. Pardon, nur im gemeinen Leben für Vergebung und Begnadigung übliches Wort, so wie pardonniren, aus dem Franz. pardonner, vergeben, begnadigen.
 
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Paren, S. Adelung Paaren.
 
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Die Parentatiōn, plur. die -en, aus dem Latein. Parentatio, diejenige Rede, welche bey einem Leichenbegängnisse zum Lobe des Verstorbenen und zur Aufrichtung der Leidtragenden gehalten wird; die Trauerrede, Leichenrede oder Standrede, weil sie frey stehend gehalten wird; zum Unterschiede so wohl von der Leichenpredigt, als auch von der bey ansehnlichen Leichenbegängnissen üblichen Abdankungsrede. Daher parentiren, diese Rede halten.
 
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Die Parfórce-Jāgd, plur. die -en, aus dem Franz. par Force, mit Gewalt, diejenige Art der Jagd, da das Wild ohne Garn und Tücher zu Pferde so lange verfolgt wird, bis es niederfällt oder von den Hunden zum Stehen gebracht wird; das Laufjagen, Rennjagen, S. das erstere. Daher der Parforce-Hund, S. Laufhund. Im Theuerdanke wird diese Art der Jagd ein Fortz Gejeid genannt.
 
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Pariren, verb. reg. act. et neutr. aus dem Franz. parer. 1) Gehorchen, als ein Neutrum, mit dem Hülfsworte haben; doch nur im gemeinen Leben. 2) In der Fechtkunst ist pariren, oder auspariren, die Stöße oder Hiebe des Gegners von sich weg in die Luft leiten. Einen Stoß pariren. Daher die Parirung, so wohl die Handlung des Parirens, als auch die stärkere Hälfte einer Degenklinge, mit welcher das Pariren geschiehet; die Parirstange, an einem Degengefäße, eine mit dem Stichblatte parallele kleine Stange, welche gleichsam das untere Ende des Bügels fortsetzt. 3) Wetten, aus dem Franz. parier; doch nur im gemeinen Leben.
 
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Das Parlamênt, des -es, plur. die -e, oder -er, in einigen auswärtigen Ländern, z. B. in England und Frankreich, die versammelten Land- und Reichsstände. Aus dem mittlern Latein. Parlamentum, und dieß von parlare, reden, sprechen, Franz. parler, so wie man auch im Deutschen dergleichen Versammlungen ehedem Sprachen zu nennen pflegte, und im gemeinen Leben einiger Gegenden noch jetzt nennet. Franz. Parlement, Engl. Parliament.
 
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Der Parmesān-Käse, des -s, plur. ut nom. sing. eine Art wohl schmeckender Käse, welcher von der Stadt Parma in der Lombardey seinen Nahmen hat. Indessen macht man ihn daselbst nicht allein, sondern in dem ganzen Herzogthum Mailand, besonders in der Gegend von Lodi.

 

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