Wörterbuchnetz
Grammatisch-Kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart Bibliographische AngabenLogo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf
 
Paradiesbaum bis Parasóll (Bd. 3, Sp. 656 bis 658)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Der Paradiesbaum, des -es, plur. die -bäume, in einigen Gegenden ein Nahme des wilden Öhlbaumes, Elaeagnus angustifolia

[Bd. 3, Sp. 657]


L. weil seine gelben Blumen im Frühlinge einen angenehmen Geruch weit um sich her verbreiten.
 
Artikelverweis 
Die Paradiesfeige, plur. die -n, die eßbare weiße und mehlartige Frucht einer Art der Muse, welche in Ostindien einheimisch ist und bey uns nur in den Gewächshäusern gefunden wird, und dieses Gewächs selbst; Musa paradisiaca L. Die Frucht, welche wie ein halber Mond gekrümmet ist, wird von einigen für die verbothene Frucht im Paradiese gehalten, wie sich denn auch Adam mit den großen Blättern dieses Gewächses nach dem Falle bedeckt haben soll; eine Überlieferung, welche diesem Gewächse den Nahmen einer Feige erworben hat.
 
Artikelverweis 
Der Paradieshäher, des -s, plur. ut nom. sing. S. Adelung Paradiesvogel.
 
Artikelverweis 
Das Paradiesholz, des -es, plur. inus. S. Adelung Aloe 1.
 
Artikelverweis 
Paradiesisch, adj. et adv. dem Paradiese oder anfänglichen Aufenthalte der ersten Menschen ähnlich, im höchsten Grade angenehm und schön.
   Mit dir stieg für mich
   Ein paradiesisch Glück am Horizont herauf,
   Gieseke.
 
Artikelverweis 
Das Paradieskorn, des -es, plur. die -körner, die dem Pfeffer ähnlichen gewürzhaften Samenkörner einer Art des Cardamomes, welche in Madagaskar und Guinea einheimisch ist, und die so wohl als eine Arzeney, als auch als ein Gewürz gebraucht werden, und die Pflanze, welche sie trägt; Amomum Grana Paradisi L.
 
Artikelverweis 
Der Paradiespapagey, des -es, plur. die -e, eine Art Papageye aus Cuba, welche blaßgelb sind und einen rothen Hals und Bauch haben; Psittacus Paradisi Klein.
 
Artikelverweis 
Der Paradiesvogel, des -s, plur. die -vögel, eine Art Waldvögel, welche nach dem Klein zu den Hähern gehöret, deren Schnabel halb mit zarten, weichen Flaumfedern bedeckt ist. Der Schwanz bestehet aus sehr langen Federn; dieser, die Brust und der Unterleib sind roth, die Kehle lasurblau, das übrige aber gelb; Paradisea L. Pica Paradisi Klein. bey andern Manucodiata, bey einigen Deutschen Schriftstellern Paradieshäher. Weil die Indianer ihm die Füße abzuschneiden, ihn auszustopfen und auf ihren Mützen zu tragen pflegen, so ist daher die Fabel entstanden, daß er keine Füße habe. Er ist in Ostindien einheimisch; ehedem aber glaubte man, daß er sich in dem ehemahligen Paradiese aufhalte. Der Paradiesvogelkönig ist eine Art dieser Vögel, nur daß er weit größer ist. Einige Schriftsteller, z. B. Seba, nennen alle Vögel mit langen Schwänzen Paradiesvögel; z. B. den morgenländischen Schwarzkamm, Upupa Manucodiata Klein. welcher eine Art Wiedehopfe ist.
 
Artikelverweis 
Paradóx, -er, -este, adj. et adv. einer allgemein angenommenen Meinung entweder wirklich, oder nur zum Scheine widersprechend, wobey es doch unentschieden bleibt, ob die allgemeine Meinung wahr oder falsch ist; aus dem Griech. und Latein paradoxus.
 
Artikelverweis 
Paralll, -er, -ste, adj. et adv. aus dem Griech. und Latein. parallelus, in allen Puncten gleich weit von einander abstehend, in Einer Richtung mit einander fortgehend; gleichlaufend. Parallele Linien, oder Parallel-Linien. So auch der Parallel-Zirkel, besonders in der mathematischen Erdbeschreibung, ein Zirkel auf der Erd- oder Weltkugel, welcher mit dem Äquator parallel gehet, und auch nur die Parallele genannt wird; das Parallel-Lineal, ein Lineal, parallele gerade Linien damit zu ziehen; das Parallelogramm, des -es, plur. die -en, eine vierseitige Figur, an welcher die gegen über stehenden Seiten einander parallel sind; das Parallelipipedum, ein viereckiges Prisma dessen Grundflächen Parallelogrammen sind.

[Bd. 3, Sp. 658]



 
Artikelverweis 
Das Parasóll, des -es, plur. die -e, aus dem Franz. Parasol und Ital. Parasole, ein Sonnenschirm.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort: