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Pappelmotte bis Pāpstbaum (Bd. 3, Sp. 654 bis 655)
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Artikelverweis Die Pappelmotte, plur. die -n, eine Art Motten, welche sich gern auf den Pappel- oder Äspenbäumen aufhält; Phalaena Bombyx Populi L.
 
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Das Pappelöhl, des -es, plur. doch nur von mehrern Arten, die -e, ein Öhl, welches aus den Pappelknospen bereitet, und als ein Schmerzen stillendes Mittel auf die Schläfe und Pulse gestrichen wird.
 
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Die Pappelrose, plur. die -n, S. 1 Pappel.
 
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Die Pappelsalbe, plur. doch nur von mehrern Arten, die -n, eine Salbe, welche aus Pappelknospen, Mohnblättern, Hauswurz u. s. f. mit ungesalzener Butter bereitet, und in verschiedenen Fällen gebraucht wird.
 
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Die Pappelweide, plur. die -n, der schwarze Pappelbaum in vielen Gegenden, Populus nigra L. S. 2. Pappel.
 
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Pappen, adj. et adv. aus Pappe oder Pappendeckel bereitet. Eine pappene Schachtel.
 
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Pappen, verb. reg. act. von Pappe. 1) So fern dieses Wort Brey bedeutet, ist pappen im gemeinen Leben mit Breye füttern. Das Kind pappen. In den niedrigen Sprecharten gebraucht man es zuweilen auch als ein Neutrum für Brey essen; Ital. pappare, papponare. Ingleichen mit zahnlosem Munde kauen oder essen, welches vielleicht die erste Bedeutung dieses Wortes ist, und wie mampfen, mumpfen, mümpfeln den damit verbundenen Laut nachahmet. 2) In der zweyten Bedeutung des Wortes Pappe ist pappen mit Pappe oder Mehlbrey befestigen. Zwey Blätter Papier zusammen pappen. Besonders in den Zusammensetzungen anpappen, aufpappen, einpappen. Ingleichen in Pappe arbeiten, allerley Dinge aus Pappe verfertigen. So auch das Pappen.
 
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Der Pappendêckel, des -s, plur. ut nom. sing. ein besonders bey den Buchbindern für Pappe in der zweyten Bedeutung übliches Wort. Etwas aus Pappendeckel verfertigen, aus Pappe. Besonders von einzelnen Bogen Pappe. Zwey Pappendeckel. Die letzte Hälfte scheinet auf den häufigsten Gebrauch der Pappe zu den Deckeln der Bücher zu gehen.
 
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Der Pappenstiel, des -es, plur. die -e, ein nur im gemeinen Leben im figürlichen Verstande übliches Wort, eine unerhebliche Kleinigkeit, eine nichtswürdige Sache zu bezeichnen. Ich mache

[Bd. 3, Sp. 655]


mir so viel daraus als aus einem Pappenstiele, ich mache mir nichts daraus. Der Henker, zwey tausend Thaler sind kein Pappenstiel! Weiße, sind keine Kleinigkeit. Du mußt wissen, die Interessen von 40. 000 Thalern sind kein Pappenstiel, ebend. Das Wort ist dunkel. Bedeutet es etwa den Stiel von einem abgenutzten Breylöffel? Oder stehet Stiel hier in seiner weitesten Bedeutung eines schmalen dünnen Stückes, da denn das Wort einen solchen Abgang von Pappe oder Pappendeckel bedeuten würde?
 
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Der Pāpst, des -es, plur. die Pǟpste, das sichtbare Oberhaupt der Römischen Kirche, welches seinen Sitz gewöhnlich zu Rom hat. Der Römische Papst, der Papst zu Rom, oder am häufigsten schlechthin der Papst. Papst werden. Papst Clemens IX.
   Anm. In dem alten Gedichte auf den heil Anno Pabis, in der Parän. Tyrolis und im Schwabenspiegel Babest, im Nieders. Pawest, Paus, Paust, im Schwed. Påfve. Es ist aus dem mittlern Latein. Papa, Vater, welches Wort als ein Ehrentitel ehedem allen Bischöfen gegeben wurde, so wie der schon angeführte Verfasser des Gedichtes auf den heil. Anno sein Pabis von dem Erzbischofe zu Mainz gebraucht; bis es nachmahls auf die Bischöfe zu Rom allein eingeschränket worden, wozu schon Gregor VII durch eine förmliche Verordnung den Grund legte. Da das a um der Abstammung von Papa willen gedehnt lautet, so schrieb man, diese Dehnung zu bezeichnen, das Wort ehedem Pabst, oder wohl gar Babst; allein in den neuern Zeiten hat die Etymologie ihr Recht behauptet, und das p wieder hergestellet. S. auch Propst, welches man aus eben derselben Ursache ehedem Probst schrieb. Das Fämininum ist nur von der Päpstinn Johanna üblich, welche als eine weibliche Person zum Papste soll seyn erwählet worden. S. auch Pfaff.
 
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Der Pāpstbaum, des -es, plur. die -bäume, S. Papstweide.

 

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