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Panzerklinge bis Papā (Bd. 3, Sp. 648 bis 649)
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Artikelverweis Die Panzerklinge, plur. die -n, ein Art starker steifer Stoßklingen, um damit durch einen Panzer zu stoßen. Sie sind mit den Panzern selbst veraltet, und werden nur noch in Spanien gebraucht. Ehedem wurden die mit solchen Klingen versehenen Degen Panzerrenner, Panzerstecher, und Schürzer genannt, weil man damit besonders die Panzerschürzen zu durchbohren suchte.
 
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Panzern, verb. reg. act. mit einem Panzer versehen. Gepanzerte Soldaten. Vom Kopfe bis auf die Füße gepanzert seyn. Ingleichen mit einer undurchdringlichen Bekleidung nach Art eines Panzers versehen. In diesem Verstande panzern die Jäger die Hunde bey den wilden Schweinsjagden. S. Adelung Panzer.
 
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Das Panzerrad, S. Adelung Panster.
 
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Der Panzerreiter, des -s, plur. ut nom. sing. ein gepanzerter Reiter, dergleichen ehedem üblicher waren als jetzt.
 
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Der Panzerrênner, des -s, plur. ut nom. sing. S. Adelung Panzerklinge.
 
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Die Panzerschürze, plur. die -n, oder der Panzerschurz, des -es, plur. die -e, ein von Draht geflochtener oder aus drähternen Maschen zusammen gesetzter Schurz, welcher bey den ehemahligen Rüstungen unten an den Panzern und Harnischen befestiget war, und den Unterleib bedeckte.
 
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Der Pánzerstêcher, des -s, plur. ut nom. sing. S. Adelung Panzerklinge.
 
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Das Panzerthier, des -es, plur. die -e, ein gepanzertes, d. i. mit undurchdringlichen Schuppen versehenes vierfüßiges, vier- und fünfzehiges Thier, welches in Ostindien lebt, und auch Armadillo, (aus dem Span. von armado, bewaffnet,) Schildferkel, Ameisenbär und Ameisenfresser genannt wird, weil es sich von Ameisen nähret; Manis L.
 
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Das Panzerzeug, S. Pansterzeug.
 
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Die Päōnie, (viersylbig,) plur. die -n, ein Gartengewächs, welches große, gemeiniglich dunkelrothe Blumen trägt, welch einige Ähnlichkeit mit den Rosen haben; Paeonia officinalis L. Pfingstrose, weil sie um Pfingsten blühet, Gichtrose, Gichtkörner, wegen der Heilkräfte ihrer Wurzel und Samenkörner in der Gicht, Königsrose, bey dem Dasypodius Minwenkraut, Minwenwurz, Benonien, im Nieders. Amachtsblome, Ohnmachtsblume. Sie ist in den Schweizerischen Gebirgen einheimisch, von da sie in unsere Gärten gebracht worden. Der Nahme Päonie ist aus dem Griech. παιονιον. Im heutigen Persischen heißt diese Blume Favania.

[Bd. 3, Sp. 649]



 
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Papā, das Nennwort, womit Kinder ihren Vater rufen und anzureden pflegen, da es denn auch als ein Hauptwort gebraucht wird, der Papa, des -s, plur. die -s, der Vater. Es gilt von diesem Worte eben das, was schon bey dem Worte Mamma erinnert worden. Nur Kinder von einem gewissen Stande pflegen ihre Ältern mit Papa und Mamma anzureden. In der Abwesenheit aber und als ein eigentliches Hauptwort sind bey Kindern von Erziehung und von einigem Alter mein Vater, meine Mutter, für mein Papa, meine Mamma üblicher und schicklicher, indem beyde durch den langen Gebrauch von Kindern ein kindisches Ansehen bekommen haben.
   Anm. Dieses Wort ist so wie Mamma erst in den spätern Zeiten aus dem Französischen entlehnet worden, indessen ist es doch so wie dieses im Grunde ein allgemeines Wort, welches die Natur stammelnde Kinder selbst gelehret zu haben scheinet, weil die Sylben pa, pa, ma, ma, die ersten und leichtesten sind, welche ein Kind aussprechen lernet. Daher findet es seine Geschlechtsverwandten auch in allen Sprachen und bey allen Nationen. Selbst in den niedrigen Sprecharten einiger Provinzen, z. B. Thüringens, ist Päppe und Mämme bey Kindern für Vater und Mutter üblich. Das Ital. Papa, und in den gemeinen Sprecharten Babba, das Schwed. Pappa, das Pers. Baba und Papa, das Griech. παππας, und andere, werden auf eben dieselbe Art gebraucht. Ja selbst bey den Negern am Senegal heißt Baba der Vater, und Bibel eine bejahrte Matrone. S. Adelung Abba, Papst, Pfaff und Vater.

 

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