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Panzerfêgen bis Panzerreiter (Bd. 3, Sp. 647 bis 648)
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Artikelverweis  Panzerfêgen, verb. reg. act. ein größten Theils veraltetes Wort, welches noch hin und wieder im gemeinen Leben im figürlichen Verstande für einen derben Verweis geben, mit Worten und mit der That züchtigen, gebraucht wird, in welchem Verstande man auch scheuern und ausscheuern gebraucht. Ich panzerfege; gepanzerfeget. Es stammet, wie schon Frisch bemerket, aus der Zeit her, da die Panzer von Draht noch üblicher waren als jetzt. Man gebrauchte die Stücken solcher unbrauchbar gewordenen Panzer, welche Panzerflecke genannt wurden, zum Ausscheuern des Geschirres in den Küchen, und besonders zur Reinigung der eisernen Töpfe oder Grapen. Dieß nannte man eigentlich panzerfegen, von dem Oberdeutschen fegen, scheuern. Da indessen dafür im Niedersächs.

[Bd. 3, Sp. 648]


auch teuterfegen üblich ist, (ohne Zweifel von Teute, eine große hölzerne Bierkanne,) so kann die Figur auch von dem Fegen, d. i. Scheuern und Putzen, der Panzer selbst entlehnet seyn; zumahl da man ehedem eigene Panzerfeger hatte, welche die Panzer anderer um Lohn reinigten und putzten.
 
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Der Pánzerfísch, des -es, plur. die -e, eine Art Fische mit Bauchfinnen hinter den Brustfinnen, welcher mit festen Schuppen, wie mit einem Panzer versehen ist, und sich in den Amerikanischen Gewässern aufhält; Loricaria Eberh.
 
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Der Panzerflêck, des -es, plur. die -e, S. Adelung Panzerfegen.
 
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Der Panzerhandschuh, des -es, plur. die -e, Handschuhe von Draht oder Blech, zur Vertheidigung der Hände, welche ehedem üblicher waren als jetzt.
 
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Das Panzerhêmd, des -es, plur. die -en, ein aus Draht geflochtenes Hemd, welches man ehedem im Kriege statt eines Panzers unter der Kleidung zu tragen pflegte.
 
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Die Panzerhosen, sing. inus. Hosen oder Beinkleider von Draht oder Blech, zur Beschützung der Dickbeine im Kriege.
 
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Die Panzerkêtte, plur. die -n, eine zierliche Kette, deren Glieder länglich gebogen sind, so wie die Gelenke und Maschen an den ehemahligen Panzern. Das andere Geschlecht pflegt sie an einigen Orten noch zur Zierde zu tragen.
 
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Die Panzerklinge, plur. die -n, ein Art starker steifer Stoßklingen, um damit durch einen Panzer zu stoßen. Sie sind mit den Panzern selbst veraltet, und werden nur noch in Spanien gebraucht. Ehedem wurden die mit solchen Klingen versehenen Degen Panzerrenner, Panzerstecher, und Schürzer genannt, weil man damit besonders die Panzerschürzen zu durchbohren suchte.
 
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Panzern, verb. reg. act. mit einem Panzer versehen. Gepanzerte Soldaten. Vom Kopfe bis auf die Füße gepanzert seyn. Ingleichen mit einer undurchdringlichen Bekleidung nach Art eines Panzers versehen. In diesem Verstande panzern die Jäger die Hunde bey den wilden Schweinsjagden. S. Adelung Panzer.
 
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Das Panzerrad, S. Adelung Panster.
 
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Der Panzerreiter, des -s, plur. ut nom. sing. ein gepanzerter Reiter, dergleichen ehedem üblicher waren als jetzt.

 

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