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Panthēre bis Panzen (Bd. 3, Sp. 645 bis 647)
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Artikelverweis Die Panthēre, plur. die -n, ein im Jagdwesen übliches Wort, ein viereckiges, dreyfaches, auswendig mit Spiegeln und inwendig mit einem subtilen weiten Ingarne versehenes Garn, allerley große und kleine Vögel damit in Menge zu fangen. Es ist in Italien am üblichsten, wird aber auch in den an Italien gränzenden Deutschen Provinzen gebraucht. Der Nahme stammt gleichfalls aus

[Bd. 3, Sp. 646]


Italien her, indem schon Petrus Crescentius der Panthera als eines im Äntenfange üblichen Garnes gedenket. Er ist aus dem Griech. πανθρα, weil allerley Arten von Vögeln damit gefangen werden, so wie παναγρα ein ähnliches Fischernetz bedeutete. In der Nieder-Normandie ist Pantiere ein Garn, womit allerley Seevögel gefangen werden.
 
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Der Pantherstein, des -es, plur. inus. ein Nahme, welchen einige dem Jaspis geben, weil er fast eben so gefleckt ist als ein Panther.
 
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Das Panterthier, S. Adelung Panther.
 
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Der Pantóffel, des -s, plur. die -n, eine Bekleidung der Füße beyder Geschlechter, welche zur Bequemlichkeit getragen wird, und eigentlich eine Art von Halbschuhen ist, indem sie keine Laschen, gemeiniglich auch ein kürzeres Oberleder als die Schuhe, und eigentlich auch kein Hinterleder haben, ob es gleich nunmehr auch häufig Pantoffeln mit Hinterleder gibt. Unter der Herrschaft des Pantoffels stehen, unter dem Pantoffel stehen, sich von seiner Frau beherrschen lassen, von den Pantoffeln des andern Geschlechtes, welches sich derselben im Nothfalle wohl zum Angriffe zu bedienen pflegt. Unter den Pantoffel kommen, unter die Herrschaft des andern Geschlechtes. Figürlich wird auch diejenige Pflanze, welche sonst unter dem Nahmen Marienschuh oder Venusschuh bekannt ist, Cypripedium L. in einigen Gegenden Pantöffelchen genannt.
   Anm. Dieses Wort lautet schon im Theuerdanke Pantoffel, im mittlern Lat. um das Jahr 1480 Pantofla, im Ital. Pantufola, im Franz. Pantoufle, im Engl. Pantofle, im Böhm. gleichfalls Pantoffel. Man hat von diesem dunkel scheinenden Worte eine Menge Ableitungen, welche ich hier nicht wiederhohlen will. Wer sie beysammen zu sehen verlanget, kann sie in Stosch. krit. Anmerk. S. 416 f. und in Diecmanns Spec. Glossar. S. 123 finden. Indessen ist doch noch nicht ausgemacht, ob die Pantoffeln eine einheimische oder eine ausländische Erfindung sind, wovon doch die Ableitung mit abhängt. Die wahrscheinlichste Meinung ist noch Schilters, der es von Tafel und Bein ableitet, weil die ersten Pantoffeln aus Bretern bestanden, welche man über dem Fuße mit Bändern zu befestigen pflegte, daher auch Frisch für Bein das Zeitwort binden zur Ableitung vorschlägt. Daß der Hauptbegriff in der letzten Hälfte des Wortes liege, erhellet aus dem Nieders. wo ein Pantoffel nur Toffel oder Tüffel heißt, so wie er im Schwed. Toffel, im Isländ. Tapla, im Finnländ. Toffeli, und im Ungar. Tzipelö heißt.
 
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Der Pantóffelbaum, des -es, plur. die -bäume, eine Art Eichen, welche in dem mittägigen Europa einheimisch ist, und deren schwammige Rinde den Kork oder das so genannte Pantoffelholz liefert, weil man aus derselben in manchen Gegenden Pantoffeln zu verfertigen pflegt; Quercus Suber L. Korkbaum, Pantoffelholzbaum.
 
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Der Pantóffelfísch, des -es, plur. die -e, ein Nahme, welcher von einigen auch dem Hammerfische gegeben wird, nach dem Franz. Pantouflier. S. Adelung Hammerfisch.
 
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Das Pantóffelholz, des -es, plur. inus. S. Adelung Pantoffelbaum.
 
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Die Pantomīme, plur. die -n, aus dem Griech. πας, παντος, und μιμεομαι, ich ahme nach, eine Art Schauspiele. wo ohne ein einziges Wort dabey zu sprechen, die Handlungen und Worte durch bloße Geberden ausgedruckt und nachgeahmet werden; das Pantomimen-Spiel. Pantomime spielen. In die Pantomime gehen. Der Pantomimen-Spieler oder Pantomimíst. Pantomīmisch, nach Art einer Pantomime, durch Zeichen ohne Worte.
 
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Der Pantsch, ein in den niedrigen Sprecharten für Wanst übliches Wort, S. dasselbe.
 
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Pantschen, verb. reg. act. welches gleichfalls nur im niedrigen Leben üblich ist, und den Laut nachahmet, welchen ein ungeschicktes

[Bd. 3, Sp. 647]


Hantiren in und mit dem Wasser verursacht, und wofür vermöge der nahen Verwandtschaft beyder Buchstaben auch mantschen üblich ist. Im Wasser pantschen oder mantschen, ungeschickt mit demselben hantiren. Den Wein pantschen oder mantschen, ihn auf eine ungeschickte und unerlaubte Art vermischen und verfälschen.
 
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Der Panzen, S. der Bansen.

 

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