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Palmzweig bis Pannerhêrr (Bd. 3, Sp. 643 bis 644)
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Artikelverweis Der Palmzweig, des -es, plur. die -e. 1) Ein Zweig des Palmbaumes, welcher ein altes Sinnbild des Sieges, des Friedens und der ruhigen Freude ist. Bey dem Ottfried Palmono gerto Palmgerte. 2) In der Römischen Kirche werden auch die mit Palmen, d. i. Blüthknospen, versehenen Zweige der Weidenbäume, welche in Ermangelung echter Palmzweige am Palmsonntage geweihet werden, Palmzweige genannt.

[Bd. 3, Sp. 644]



 
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* Der Pāmel, des -s, plur. inus. eine in einigen Niederdeutschen Gegenden, besonders in Pommern, übliche Benennung des aus feinem Rockenmehle gebackenen Hefenbrotes, welches auf dem Lande bey feyerlichen Gelegenheiten gegessen wird. Im Französ. heißt Pamoule, in der Provence Paumoulle, in der Piccardie Pamel, die Gerste, daher auch im mittlern Lateine Paumellya und Palmola von der Gerste vorkommen.
 
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Die Panacēe, (dreysylbig,) plur. die -n, (viersylbig,) aus dem Franz. Panacée, und dieß von dem folgenden Griech. πανυξ, ein Arzeneymittel in allen oder doch den meisten Krankheiten.
 
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Das Pānax-Kraut, des -es, plur. inus. eine Art des Laserkrautes, welche um Montpellier einheimisch ist; Laserpitium Chironium L. Der Nahme ist aus dem Griech. παναξ, welcher von πασιν ακος abstammet, weil man diese Pflanze ehedem für ein Heilmittel in allen Krankheiten hielt, daher sie auch im Engl. Allheal heißt. Aus der geritzten Wurzel und dem Stängel rinnet ein Saft, welcher Panax-Saft oder Gummi Panax genannt wird.
 
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Die Pandōre, plur. die -n, ein Art unvollkommener Lauten, welche einen kürzern Hals wie die Laute hat, auch mit weniger Saiten bezogen wird als diese. Sie ist, dem Pollux zu Folge, der sie πανδουρα und τριχορδιον nennet, eine Assyrische Erfindung, und kommt schon bey dem Lampridius im Leben Heliogabals Kap. 32 vor. Heut zu Tage ist sie in Rußland, Pohlen und der Ukräne am üblichsten, aus welcher letztern Provinz auch die besten Pandoristen oder Panduristen nach Rußland kommen. Sie heißt im Ital. gleichfalls Pandora, im Franz. mit der nicht ungewöhnlichen Verwechselung des m und p Mandore, und auch im Deutschen zuweilen Mandore, im Engl. Bandore, im Span. Bandurria, alle aus dem Griech. πανδουρα, oder wie andere lesen πανδωρα.
 
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Die Panēle, plur. inus. oder das Panēlwêrk, des -es, plur. nur von mehrern Arten, die -e, eine vornehmlich im Niederdeutschen übliche Benennung der breternen Bekleidung der Wände, besonders, wenn sie aus viereckten mit Leisten eingefaßten Feldern bestehet, welche man im Hoch- und Oberdeutschen Täfelwerk zu nennen pflegt. Im Engl. ist Panel, Pannel, die viereckige Leiste an der Schreinerarbeit, und Pane eine viereckige Scheibe. Es scheinet entweder zu Bahn, oder so fern zunächst auf die vertieften Felder gesehen wird, zu Pfanne, Nieders. Panne zu gehören.
 
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Das Panīer, des -es, oder -s, plur. die -e, ein Wort, welches ehedem die Hauptfahne bey einem Kriegsheere oder einem Haufen desselben bezeichnete, jetzt aber nur noch in der biblischen und dichterischen Schreibart für Banier gebraucht wird; welches letztere der Abstammung gemäßer seyn würde, von dem Französ. Banniere, Ital. Bandiera, mittlere Lat. Banderia, alle von Bandum, eine Fahne, und dieß von Band. Die Kinder Israel sollen sich lagern, ein jeglicher in sein Lager (in seinem Lager) und bey das (dem) Panier seiner Schaar, 4 Mos. 1, 52. Gegen Abend soll liegen das Gezelt und Panier Ephraim mit ihrem Heer, Kap. 2, 18. Im Nahmen unsers Gottes werfen wir Panier auf, Ps. 20, 6, rüsten uns zum Kriege.
   Wie das Panier, von seiner Hand gefasset,
   Zur drohenden Ägide ward,
   Raml.
 
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Der Panīs-Brief, des -es, plur. die -e, in dem Deutschen Staatsrechte, eine schriftliche Anweisung, welche der Kaiser jemanden auf eine Pfründe zu ertheilen befugt ist; aus dem Lat. Panis.
 
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Das Pankết, S. Adelung Bankett.
 
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Die Panne, plur. die -n, ein nur bey den Falkenjägern übliches Wort, die großen Schwingfedern an den Flügeln der Falken zu bezeichnen, S. Adelung Wanne, von welchem Worte es nur eine verderbte Aussprache ist.
 
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Der Pannerhêrr, S. Adelung Bannerherr.

 

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