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Palmsonntag bis Pānax-Kraut (Bd. 3, Sp. 643 bis 644)
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Artikelverweis Der Palmsonntag, des -es, plur. die -e, der Sonntag vor Ostern, an welchem das Andenken des Einzuges Christi zu Jerusalem und seiner Einhohlung mit Palmzweigen gefeyert wird; Dominica Palmarum, ehedem der Blumen-Ostertag, und verderbt der blaue Ostertag, Pascha floridum, Franz. Paque fleurie.
 
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Die Palmweide, plur. die -n, eine Art Weiden mit fast sägeförmig gezähnten rauchen Blättern, welche auf den trocknen Feldern Europens wächset; Salix caprea L. Saalweide, Werstweide, Buschweide, Streichpalme, Hohlweide. Vielleicht weil sie größere Palmen hat, als die übrigen Arten.
 
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Die Palmweihe, plur. die -n, die Weihe oder Weihung der Palmzweige am Palmsonntage in der Römischen Kirche, siehe Palmzweig.
 
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Der Palmwein, des -es, plur. doch nur von mehrern Arten, die -e, ein aus dem Safte der Palmbäume bereiteter Wein, welcher sich aber nicht über 36 Stunden hält. Er gleicht unserm Birkensafte und wird auch fast auf eben dieselbe Art zubereitet.
 
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Die Pálmwóche, plur. die -n, die Woche vor Ostern, die Woche von dem Palmsonntage bis zum ersten Ostertage, welche jetzt am häufigsten die Charwoche, und die stille Woche genannt wird.
 
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Die Palmzeit, plur. inus. die Zeit, da die Palmen, d. i. Blüthknospen an den Weiden, Erlen, Haseln u. s. f. auszuschlagen pflegen, S. 2 Palme.
 
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Der Palmzucker, des -s, plur. doch nur von mehrern Arten oder Quantitäten, ut nom. sing. eine Art großen Hutzuckers, welcher aus Holland in Palmblätter gewickelt verschickt wird, daher er auch den Nahmen hat.
 
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Der Palmzweig, des -es, plur. die -e. 1) Ein Zweig des Palmbaumes, welcher ein altes Sinnbild des Sieges, des Friedens und der ruhigen Freude ist. Bey dem Ottfried Palmono gerto Palmgerte. 2) In der Römischen Kirche werden auch die mit Palmen, d. i. Blüthknospen, versehenen Zweige der Weidenbäume, welche in Ermangelung echter Palmzweige am Palmsonntage geweihet werden, Palmzweige genannt.

[Bd. 3, Sp. 644]



 
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* Der Pāmel, des -s, plur. inus. eine in einigen Niederdeutschen Gegenden, besonders in Pommern, übliche Benennung des aus feinem Rockenmehle gebackenen Hefenbrotes, welches auf dem Lande bey feyerlichen Gelegenheiten gegessen wird. Im Französ. heißt Pamoule, in der Provence Paumoulle, in der Piccardie Pamel, die Gerste, daher auch im mittlern Lateine Paumellya und Palmola von der Gerste vorkommen.
 
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Die Panacēe, (dreysylbig,) plur. die -n, (viersylbig,) aus dem Franz. Panacée, und dieß von dem folgenden Griech. πανυξ, ein Arzeneymittel in allen oder doch den meisten Krankheiten.
 
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Das Pānax-Kraut, des -es, plur. inus. eine Art des Laserkrautes, welche um Montpellier einheimisch ist; Laserpitium Chironium L. Der Nahme ist aus dem Griech. παναξ, welcher von πασιν ακος abstammet, weil man diese Pflanze ehedem für ein Heilmittel in allen Krankheiten hielt, daher sie auch im Engl. Allheal heißt. Aus der geritzten Wurzel und dem Stängel rinnet ein Saft, welcher Panax-Saft oder Gummi Panax genannt wird.

 

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