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Pagen-Hofmeister bis Palếtte (Bd. 3, Sp. 639 bis 640)
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Artikelverweis Der Pagen-Hofmeister, des -s, plur. ut nom. sing. an den Höfen, ein Hofmeister, welcher die Pagen in seiner Aufsicht hat. So auch das Pagen-Haus, der Pagen-Bediente, der Pagen-Koch, u. s. f.
 
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Die Pagōde, plur. die -n, ein Chinesischer oder Ost-Indischer Götzentempel; aus dem Portugiesischen Pagoda, und dieß aus dem Persischen Putgeda, ein Götzentempel.

[Bd. 3, Sp. 640]



 
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Pah! ein Empfindungswort der stolzen Verachtung. Pah! der hätte mir kommen sollen!
 
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Paille, (sprich Palje,) das Franz. Paille, welches Stroh bedeutet. Man gebraucht es im Deutschen nur, eine Art der blaßgelben Farbe zu bezeichnen, welche aus schwefelgelb und ein wenig röthlich grau bestehet, und der Farbe des Strohes gleicht; strohgelb. Das Tuch ist paille oder paille-farbig.
 
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Die Paißelbêêre, S. Adelung Berberis.
 
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Der Päkel, ein im Nieders. für Bökel, Salzbrühe, übliches Wort, S. Adelung Bökel.
 
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Die Palánder, plur. die -n, aus dem Ital. Palandra, Franz. Palangre, eine Art platter Fahrzeuge auf der mittelländischen See, in der Größe eines starken Schiffes, welche von starkem Holze und mit Eisen beschlagen sind, und so wohl zum Fischfange, als auch zu Bombardier-Galioten gebraucht werden. In Genua heißt ein solches Fahrzeug Paramite.
 
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Der Palast, S. Adelung Pallast.
 
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Der Pālatin, des -es, plur. die -e, eine Art zierlicher Halstücher des andern Geschlechtes, welche von Rauchwerk, oft aber auch von Sammet, Flor u. s. f. verfertiget sind, und deren beyde lange Enden gemeiniglich vorn herunter hängen. Aus dem Franz. Palatine, wo dieses Kleidungsstück den Nahmen von seiner Erfinderinn, einer Pfalzgräfinn, bekommen haben soll. Einige gebrauchen es im sächlichen Geschlechte, welches aber im Hochdeutschen ungewöhnlich ist.
   Ein zartes Palatin, zu dünn etwas zu decken,
   Ist doch bemüht, die Brust verräthrisch zu verstecken,
   Zachar. Ein Palatin von Rauchwerk heißt bey einigen ein Pelzkragen.
 
Artikelverweis Der
Palêster, S. Adelung Balester.
 
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Die Palếtte, plur. die -n, aus dem Franz. Palette, bey den Mahlern, ein dünnes rundes oder rundliches Bret von hartem Holze, welches vermittelst eines darin befindlichen Loches auf den Daumen gesteckt wird, und worauf der Mahler die Farben setzet, ordnet und mischet. Ein Gemählde verräth die Palette, schmeckt nach der Palette, wenn die Mischung nicht geschickt genug gemacht worden, so daß die einzelnen Farben, welche vermischt worden, zu kenntlich sind. Im mittlern Lat. ist Paletum eine runde Scheibe. Es ist ein Diminut. vielleicht von dem noch im Schwed. üblichen Pall, Isländ. Pallr, ein Schämmel.

 

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